(openPR) Wir alle sind es gewohnt, dass wir spätestens dann zur Tankstelle fahren, wenn unsere Tankanzeige in den Reservebereich wandert, und unseren Tank innerhalb von Minuten wieder auffüllen. Nun lässt sich eine Batterie nicht innerhalb von Minuten auffüllen. Wir müssen unter Umständen sogar mehrere Stunden warten, bis unsere Fahrzeugbatterie wieder gefüllt ist. Angst beschleicht uns, wenn wir an die geringen Reichweiten und die langen Akkuladezeiten derzeitiger Elektroautos denken. Was, wenn uns auf dem Weg zur Arbeitsstelle die Batterie leer liefe? Doch die Wirklichkeit mit einem Elektrofahrzeug sieht anders aus und lässt uns umdenken.
Begleiten sie uns doch einen Tag mit dem Elektrofahrzeug: Früh morgens, unser Fahrzeug hat die Nacht über geladen und die Batterie ist voll. Wir fahren zur Arbeitsstelle, die 43 km entfernt ist. Da die Reichweite unseres Fahrzeugs 160 km beträgt, haben wir ca. ¼ unserer elektrischen Energie verbraucht. Der Parkplatz des Arbeitgebers ist mit Ladesäulen ausgestattet und wir stecken unser Ladekabel in die Säule.
Feierabend, unser Fahrzeug hatte die Möglichkeit ca. 7 Stunden zu laden, der Akku ist also wieder voll. Wir fahren nach Hause (43 km) und holen die Familie zum Shoppen ab. Der Weg in die Innenstadt beträgt 31 km. In der Innenstadt parken wir unser Fahrzeug in einem Parkhaus mit Ladestationsplätzen. Das Fahrzeug wird also während unseres Einkaufsbummels wieder geladen.
Die Fahrzeugbatterie war ca. halb voll geladen und unser Einkaufbummel dauert ca. 2 Stunden. Unsere Fahrzeugbatterie konnte während dieser Zeit um ca. ¼ geladen werden. Unsere Reichweite beträgt jetzt also ca. 120 km.
Ein Freund ruft an und wir beschließen spontan, eine befreundete Familie in 52 km Entfernung zu besuchen. Da unsere Freunde noch kein Elektroauto besitzen, parken wir im Ort auf einen Energieparkplatz. Hierzu müssen wir einen Fußweg von 6 Minuten zu unseren Freunden antreten. Wir bleiben wiederum ca. 2 Stunden zum Grillen bei unseren Freunden. Als wir zum Fahrzeug zurückkommen, zeigt der Batteriestand eine Reichweite von 100 km an. Unser Rückweg von 67 km nach Hause ist also kein Problem.
Am Abend zu Hause angekommen, stecken wir unser Ladekabel für die Nacht wieder ein, sodass unser Fahrzeug am nächsten Morgen wieder voll geladen ist.
Wir sind an diesem Tag insgesamt 236 km rein elektrisch gefahren! Diese Fahrstrecke war aufgrund des spontanen Besuchs bei der befreundeten Familie sehr groß. Die durchschnittliche Fahrstrecke eines deutschen Autofahrers beträgt nur 40 bis 60 km am Tag.
Nun haben wir in unserem Beispiel vorausgesetzt, dass eine entsprechende Infrastruktur für unser Elektrofahrzeug vorhanden ist. Elektrofahrzeug-Parkplatz beim Arbeitgeber, Ladestationen im Parkhaus und Energieparkplätze in jedem beliebigen Ort. Auch haben wir für die oben errechnete Fahrstrecke von 236 km ca. 9,00 Euro elektrische Energie verbraucht. Diesen Betrag hätten wir irgendwie bezahlen müssen. Erforderlich ist also die passende Infrastruktur. Deshalb unser groß angelegtes Projekt e-Deutschland.












