(openPR) „Kein Schiff wird kommen“ – dies ist nicht etwa eine Hiobsbotschaft für alle die zur Nordseeinsel übersetzen wollen, sondern der Titel des aktuellen Theaterstücks von Nis-Momme Stockmann. Am 17. August 2010, ab 20 Uhr, liest der in Wyk auf Föhr geborene Shootingstar unter den deutschen Dramaturgen aus seinem hochgelobten Stück.
Die Lesung im Kurgartensaal ist eines der kulturellen Highlights unter den Veranstaltungen der Festwoche zum 100-jährigen Stadtjubiläum von Wyk auf Föhr im August (14.bis 22. August 2010).
„Kein Schiff wird kommen“ ist die Geschichte eines jungen Mannes, der ein politisches Drama sucht und eine Familientragödie findet. Sie erzählt von einem Theaterautor mit dem Auftrag, ein Stück über die Wende zu schreiben. Aber als die Mauer fiel, war der Protagonist ein Kind, das auf der Nordseeinsel Föhr aufwuchs. Aufschluss erhofft er sich von seinem Vater, doch die Gespräche mit ihm bringen nicht nur die gewünschten Details über die Wende zu tage, sondern noch viel dunklere Dinge: die psychische Erkrankung der Mutter und die ungeklärte Rolle des Vaters bei deren Tod. Der Sohn fragt nach großen Dingen – der Wende 1989 – und es stellt sich heraus, dass die kleinen, persönlichen viel größer sind – darin liegt eben die Sensation der Gewöhnlichkeit.
Bei allen Parallelen ist „Kein Schiff wird kommen“ laut Stockmann nicht biografisch. Mit der Lesung in seinem Heimatort – zudem an seinem 29. Geburtstag – stellt sich der junge Dramaturg einer besonderen Herausforderung. Denn was sonst die Schauspieler auf der Bühne darstellen, muss Stockmann nun alleine dem Publikum vermitteln. Man darf gespannt sein, wie „Kein Schiff wird kommen“ bei den Wykern ankommt.
















