(openPR) Das Aufstreben der Solarbranche hat zu der Entwicklung zahlreicher neuer Dienstleistungssektoren geführt. Für Kunden, die ihr Haus mit einer Solarstromanlage ausstatten möchten, ist es oft schwierig, aus dem Angebotsdschungel den für sie passenden Dienstleister auszuwählen. Am häufigsten stellt sich die Frage nach dem Unterschied zwischen Konzeptanbieter und Solarteur. Die gemeinläufige Abgrenzung besteht darin, dass Solarteure sich als Handwerker verstehen, die in erster Linie für den Aufbau der Anlage zuständig sein. Bei Solarteuren werden nur Leistungen bis einschließlich Installation des Wechselrichters erbracht. Für die Nachbetreuung der Kunden, zum Beispiel im Bezug auf Steuer- oder Versicherungsfragen, ist der Solarteur nicht mehr zuständig. Konzeptanbieter hingegen fassen ihr Angebot weiter. Sie verkaufen komplette Solarprodukte, bei denen von der Erstberatung über Steuer-, Versicherungs- und Unternehmensberatung bis hin zum Aufbau und Anschluss der Anlage alles inklusive ist. Der Preis für diese Leistungen ist im Gesamtkonzept inbegriffen. Der Konzeptanbieter erscheint dadurch im ersten Moment teurer als der Solarteur. Allerdings ist dabei zu beachten: Wenn die Leistungen, die der Konzeptanbieter als Komplettpaket anbietet, bei unterschiedlichen Dienstleistern einzeln eingekauft werden, übersteigt die Gesamtsumme den Preis des Konzeptanbieters bei Weitem. Trotz dieser ersten Erläuterung bleibt die Differenzierung zwischen Konzeptanbieter und Solarteur schwammig. Unter anderem auch deswegen, weil sich die Leistungen teilweise überschneiden.
Dieser Artikel schafft Abhilfe und schlüsselt detailliert auf, wer was zu bieten hat. Bis zur Inbetriebnahme einer Solarstromanlage müssen 22 Punkte beachtet und Hürden genommen werden. Ein Konzeptgeber übernimmt alle 22 Aufgaben, ein Solarteur lediglich 10 (tabellarische Aufstellung der Aufgaben unter http://www.everenergy.de/blog/konzeptanbieter-und-solarteur-ein-vergleich/ . Den Rest muss der Kunde selber händeln.
Die 12 Schritte, die der Kunde selber übernehmen muss, wenn er sich für einen Solarteur entscheidet, sind sehr zeitintensiv und ohne entsprechende Expertise oft nur äußert schwer zu bewältigen. Damit Kunden einschätzen können, was auf sie an Eigenleistung zukommt, wenn sie sich für einen Solarteur entscheiden, werden die 12 Punkte hier erläutert.
Schwierigkeiten können schon direkt zu Anfang bei der Erfassung der Dachdaten auftreten. Die Dachdaten dienen einer ersten Einschätzung, ob eine Solarstromanlage auf dem eigenen Dach grundsätzlich möglich ist. Solarteure verzichten auf diesen Schritt. Der Kunde muss sein Dach selber einschätzen können. Sonst verliert er wertvolle Zeit, indem er den Stein für seine Solarstromanlage ins Rollen bringt und diese am Ende vielleicht gar nicht zu verwirklichen ist. Die Entscheidung für oder gegen eine Solarstromanlage hängt auch von den ersten Prognosen ab, die anhand der Dachdaten erstellt werden können. Bei der Wahl eines Solarteurs muss der Kunde selber in der Lage sein, eine Rentabilitätsauswertung zu erstellen, erste steuerliche Betrachtungen mit einzubeziehen, eine Eigennutzdarstellung zu erarbeiten, eine Kreditvorschau zu machen und eine Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben vorzunehmen. Nur dann wird deutlich, ob sich Solar lohnt oder nicht. Auch im Bezug auf Beratungsdienstleistungen ist das Angebot von Solarteuren eher lückenhaft. Mit einer Solarstromanlage erhält der Kunde Unternehmerstatus – schließlich verkauft er ja seinen Strom. Die kaufmännischen, steuerrechtlichen, versicherungs- und unternehmensbezogenen Implikationen muss der Kunde des Solarteurs selber recherchieren. Auch bei der Finanzierungsfrage steht der Kunde allein da. Er muss sich selber eine geeignete Bank suchen, die entsprechenden Unterlagen einwandfrei zusammenstellen, die Bank von der Solaridee überzeugen und den besten Zins verhandeln.
Darüber hinaus übersteigt die Entwicklung von eventuell notwendigen Sonderlösungen bei der Montage der Photovoltaikanlage den Leistungsrahmen von Solarteueren. Geeignete Techniker oder Handwerker muss sich der Kunde selber suchen, um Probleme, die nur indirekt mit der Solaranlage zu tun haben, zu lösen. Natürlich entstehen dabei auch Mehrkosten, denn Eventualitäten sind in den Verträgen mit Solarteuren nicht abgedeckt.
Zu diesen Sonderlösungen können beispielsweise Dacharbeiten gehören. Denn häufig bietet es sich bei der Montage der Photovoltaikanlage an, gleichzeitig Baumaßnahmen am Dach durchzuführen. Die Koordination der verschiedenen Handwerker untereinander liegt dann beim Kunden. Dachdecker- und Dachsanierungsunternehmen muss er selber wählen und beauftragen. Dabei können sich Kosten schnell läppern. Vor allem, wenn der Kunde sich der Kniffe, mit denen man Bauvorhaben rund um die Photovoltaik ausgeklügelt finanzieren und günstiger verhandeln kann, nicht bewusst ist.
Durch eine Solarstromanlage erhält der Kunde zwar viele Vorteile, muss aber auch einige Pflichten tragen. Mit der Inbetriebnahme sind die Prozesse rund um Solar also noch nicht am Ende. Der Unternehmerstatus bringt regelmäßige Erklärungen an das Finanzamt mit sich. Auch die Steuererklärung muss anders erstellt werden als bisher. Selbst bei bester Recherche ist eine ausführliche Steuerberatung in den meisten Fällen unumgänglich. Somit muss der Kunde erstens einen Steuerberater suchen, der auf Solar spezialisiert ist und diesen zweitens selbst bezahlen. Bei Konzeptanbietern sind steuerliche Beratungsdienstleistungen hingegen im gesamten Leistungspaket inbegriffen.










