(openPR) Der Kölner Michael Paatz, Betreiber des Internetportals scirocco-r.de, feierte nach 17 Jahren Abstinenz vom Motorsport ein gelungenes Comeback beim 5. Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Trotz eines Missverständnisses landete das Team Hohaus auf einem guten 5. Platz.
Das freie Training am Freitag hätte glücklicher verlaufen können. Beim ersten Test klagte Michael Paatz im privat aufgebauten Scirocco von Eigner und Fahrer David Franzen über einen einschlafenden Fuß, beim zweiten sorgten ein Reifenschaden und ein defekter Turbolader für lange Gesichter. Der entschlossene Einsatz der Crew sorgte dann bis zum Morgengrauen für ein wettbewerbsfähiges Auto. Als erster der drei Piloten nahm Paatz das Training auf. Schon mit der zweiten Runde verblüffte der 2,02 Meter große Kölner. Er umrundete die Strecke in verheißungsvollen 9.49 Minuten.
Heißes Rennen und ein Missverständnis
Bei extremen 35 Grad fand der 5. Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft statt. Startfahrer Guido Wirtz brachte das Auto mit konstanten Runden zwischen 9:33 und 9:40 Minuten von Startplatz 11 auf den sechsten Rang. In Runde acht übernahm David Franzen, der mit guten Zeiten (schnellste Runde: 9.36 Minuten) bis auf Rang vier fuhr. In Runde 16 nährte Paatz mit einer Outlap von 12.23 Minuten inklusive der Standzeit in der Box die Hoffnung, erstmals in dieser Saison das Podium erreichen zu können. Doch schon eine Runde später kam die Ernüchterung: „Ich habe einen Funkspruch von Bernd Hohaus, mit der Ansage zum Tankstopp zu kommen, auf mich bezogen“, erläutert Paatz.
Verpasster Boxenstopp kostet das Podium
Doch statt in der Box zu landen, verfehlte er die Boxeneinfahrt, was ihm eine weitere Runde auf der Nordschleife ohne Zieldurchfahrt bescherte. Als schon niemand mehr damit rechnete, stand der Scirocco unvermittelt an der Box. Mit vollem Tank und jeder Menge Wut ging Paatz wieder auf die Strecke. Bei der nächsten Zieldurchfahrt blieb dem Zeitnehmer an der Boxermauer fast die Luft weg. Paatz war in der Outlap nach dem Boxenstopp nach nur 11.59 Minuten über Start und Ziel gefahren.
Paatz mit schnellster Runde im Team
In Runde 19 und 20 hielten die offiziellen Uhren dann fest, womit keiner gerechnet hatte. In seiner siebten und achten Runde an diesem Tag markierte Paatz mit Runden von 9.32 und 9.29 Minuten die schnellsten Zeiten im Team. Eine Runde später wurde das Rennen wegen einsetzendem Regen und einem schweren Unfall von Rennfahrerlegende Hans-Joachim Stuck abgebrochen. Das Scirocco-Team erreichte trotz des Fauxpas noch Rang 5 von 16 gestarteten Teilnehmern.











