(openPR) Gemeinsames Leben, Wohnen und Arbeiten: In Kirchberg/Jagst (nördliches Baden-Württemberg) soll ein Wohngebiet entstehen, in dem das nachbarschaftliche Miteinander verschiedener Generationen Programm ist. „Terrageno“-Lebensräume heißt das Projekt, dessen Planungen sich konkret an den Bedürfnissen der heutigen Gesellschaft orientieren. Die ersten Interessenten haben sich schon Wohnungen reservieren lassen.
Auf dem ehemaligen, 12 Hektar großen Gelände der Gärtnerei Hofmann an der Haller Straße sind rund 30 Wohneinheiten geplant. Das Besondere: In einer Mischung aus einzelstehenden Häusern, kleinen Wohnungen und Wohngemeinschaften sollen die zukünftigen Bewohner ein aktives und selbstbestimmtes Miteinander leben. Herzstück von Terrageno werden das Gemeinschaftshaus und die Gärten sein, die alle Bewohner zusammen nutzen. Auch Gebäude für Handels- und Dienstleistungsgewerbe nahe der Haller Straße sind vorgesehen.
„Mir hat der Platz und die Idee sofort gefallen“, erzählt Gerda Liebe, eine der ersten Interessentinnen. Vom neuen Wohnviertel werden die Bewohner sowohl einen unverbaubaren Blick auf die Renaissance-Altstadt von Kirchberg als auch in die Natur haben. Für die Frau aus der Generation „50plus“ ist das Konzept interessant: „Unterschiedliche Generationen leben in einer aktiven Nachbarschaft zusammen und doch hat jeder seinen eigenen Bereich, sein eigenes Haus.“ Eine vorwiegend eingeschossige Bauweise ist zum einen der malerischen Kulisse Kirchbergs, aber auch dem Grundsatz der Barrierefreiheit gedankt.
Kleinere Häuser für Alleinerziehende oder Freiberufler sollen Zielgruppen ansprechen, für die es bislang kaum passende Angebote gibt. „Das ist ein Super-Projekt“, freut sich Elfriede Hofmann, die ehemalige Inhaberin der Gärtnerei, „somit wird auf jede Generation Rücksicht genommen“. Die weitläufige Bebauung passe gut zu dem Gelände zwischen Stadt und Natur.
„Wir haben ein Projekt geplant“, so die Kirchberger Diplom-Ingenieurin Petra Schmidt, „das es in dieser Form noch nicht gab“. Die Planerin will neue Wege gehen: „Anstatt einer herkömmlichen Bebauung schaffen wir Räume und Plätze, zugeschnitten auf die Menschen, die sie nutzen und die auch vom mediterranen Baustil gut mit der Altstadt von Kirchberg harmonisieren.“ Ihr Kollege Josef Hucht, Architekt aus Schwäbisch Hall, ergänzt: „Mit ,Terrageno‘ entstehen Lebensräume für gleichgesinnte, aktive Menschen, die integriert in eine gemeinschaftliche Wohnanlage, miteinander leben möchten“. Im zentralen Gebäude und im angrenzenden kleinen Park ist Raum für gemeinsame Aktivitäten, die von geselligen Festlichkeiten über Weiterbildungskurse bis hin zu bürgerschaftlichem Engagement gehen. Mit diesen Möglichkeiten sollen Zusammenhalt und Teilhabe nicht nur innerhalb des Wohngebiets gestärkt werden. Initiatoren und Interessenten denken derzeit über die Gründung eines Vereins nach, mit dem sie das Wohngebiet und die angedachten Aktionen organisieren wollen.
„Durch die Konzeption von ,Terrageno‘ ist das Wohngebiet kein Wettbewerb zu klassischen Baugebieten“, betont Schmidt, „wir sprechen Menschen mit anderen Bedürfnissen auch von außerhalb Hohenlohes an. Wir suchen Bauherren und Gewerbetreibende, die offen sind für diese neue Form von Gemeinschaft und aktiv an deren Gestaltung mitarbeiten wollen.“ Das Vorhaben ist bei der Stadtverwaltung Kirchberg auf reges Interesse gestoßen, das Konzept passe in die ehemalige Residenzstadt oberhalb der Jagst.








