(openPR) Matratzen können eine Brutstätte für Bakterien, Hausstaubmilben oder auch für Schimmelpilze sein. In der Matratze finden die Mitbewohner genügend Nahrung, Feuchtigkeit und Wärme.
Jede Nacht verliert der Mensch im Schlaf bis zu einem halben Liter Feuchtigkeit über die Haut. Die Flüssigkeit dringt in die Matratze ein und in Verbindung mit der von uns abgegebenen Körperwärme entsteht dabei ein Klima, in dem sich die Schimmelpilze und Milben optimal vermehren können.
Hier besteht eine unmittelbare Gefahr, da der Schlafende sich auf der Matratzenoberfläche befindet und durch seine Bewegungen, wie mit einer Pumpe, die aus der Matratze geschleuderten Allergene direkt über den Mund und die Nase während des Schlafs eingeatmet werden.
Eine Möglichkeit zur Allergenmeidung durch Bakterien und Hausstaubmilben im Bett sind synthetische spezielle Matratzenbezüge. Schimmelpilz im Schlafzimmer tritt oft durch zu weniges Lüften oder zu sparsames Heizen auf. Mehrmaliges Stoßlüften, von zehn bis fünfzehn Minuten, mit weit geöffneten Fenstern, sollte unbedingt täglich durchgeführt werden. Eine Orientierung für die Dauer des Lüftens können die evtl. beschlagenen Fensterscheiben sein. Sind diese nicht mehr beschlagen, kann das Lüften beendet werden. Zusätzlich sollte das Bettgestell eine Luftzirkulation unter der Matratze erlauben.
Im Wohnbereich finden wir das Kondensationsproblem auch da, wo zwei Räume mit verschiedenen Temperaturen nebeneinander liegen, etwa das wohltemperierte Wohnzimmer neben dem kühlen Schlafzimmer. Die in der Wohnzimmerluft enthaltene Feuchtigkeit schlägt sich zwangsläufig im geringer temperierten Raum nieder. Halten Sie deshalb die Türen zu kühleren bzw. nicht beheizten Räumen konsequent geschlossen.
Stellen Sie Möbelstücke mit geschlossenen Sockeln nicht an die Außenwände. Falls Sie nicht genug Platz haben, rücken Sie die Möbel zumindest 10 - 15 Zentimeter von der Wand ab. Notfalls können Sie Lüftungsschlitze in den Sockelleisten anbringen oder besser die Sockelleisten entfernen.
Auch in geschlossenen Bettkästen in Erdgeschosswohnungen kann Kondensfeuchtigkeit entstehen, da die Wärme in den Keller abfließt und nicht genügend Wärme aus den angrenzenden Räumen nachströmt. Die Folgen sind häufig verschimmelte Matratzen.
Riecht es muffig oder modrig, ohne dass Schimmelpilzbefall sichtbar ist, kann ein verdeckter Schimmelpilzbefall vorliegen. In dem Fall helfen Schimmelspürhunde, die für die Erkennung von Schimmelpilzen geschult sind.










