(openPR) Familienminister Jürgen Banzer zu Gast bei der Präsentation des „plusbus“ der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig
„Fast bis vor die Tür..!“ lautet der Slogan für das hessenweit einmalige Projekt plusbus-Familie, das die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig (KVG) im Beisein des Hessischen Familienministers Jürgen Banzer in Erlensee vorstellte. Beim plusbus-Familie handelt es sich um einen wendigen, barrierefreien Kleinbus. Der Slogan ist Programm, denn im Gegensatz zu normalen Linienbussen hält der plusbus-Familie auch in verwinkelten und engen Straßen und ermöglicht es behinderten und älteren Bürgern, wohnungsnah, bequem und günstig alle wichtigen kommunalen und sozialen Einrichtungen sowie Ärzte und Dienstleistungszentren zu erreichen. Weitere Kommunen wollen sich diesem Familienbus-Projekt anschließen.
Der plusbus-Familie ist Teil eines Gesamtnahverkehrkonzeptes der KVG, zu dem noch ein plusbus-Event und ein plusbus-Freizeit gehören. Der plusbus-Event ermöglicht es Veranstaltungen wie die Märchenfestspiele in Hanau bequem ohne Auto zu erreichen, der plusbus—Freizeit bringt Fahrgäste zu Freizeiteinrichtungen wie der neuen Toscana-Therme in Bad Orb.
Speziell für den plusbus-Familie richtete die KVG zusammen mit der Gemeinde Erlenseee 20 zusätzliche Haltestellen ein, sodass es jetzt einschließlich der schon vorhandenen Linienbushaltestellen 30 Stops in den Erlenseer Ortsteilen Rückingen und Langendiebach gibt, an denen Jung und Alt zusteigen können. Ein weiteres Plus: Durch einfaches Handheben ist es möglich, den Bus zu stoppen, um auch zwischen den Haltestellen zuzusteigen. Dadurch, so Volker Rahm, Geschäftsführer der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig (KVG), erhalte das System eine bislang nicht vorhandene Flexibiltät im Rahmen des RMV-Leistungsangebotes. Mit den bisher im öffentlichen Nahverkehr eingesetzten Fahrzeugen könnten kleine, enge Straßen gar nicht befahren werden, erklärte Rahm. Zudem wären dieses Busse von ihrer Kapazität her völlig überdimensioniert.
„Die Familie ist das Fundament unserer Gesellschaft, sich für sie ein zu setzten ist das Ziel der Hessischen Landesregierung. Mit dem pulsbus wird ein Angebot geschaffen, dass hessenweit eine Vorbildfunktion einnehmen sollte“, sagte Jürgen Banzer,Hessischer Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, bei der Pressekonferenz in Erlensee. Mit dem plusbus, der von dem Hanauer Künstler Rautie gestaltet wurde, gebe es eine familienfreundliche Planung des Öffentlichen Nahverkehrs, die ein positives Beispiel für ganz Hessen sein könne. Die Mobilität von Familien gerade im ländlichen Raum werde erhöht. „Die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig schließt damit eine Versorgungslücke im innerörtlichen Linienverkehr“, betonte Jürgen Banzer bei der Pressekonferenz zum Startschuss für den Internetauftritt der plusbus-Generation.
Der wendige, bequeme und Behinderten gerechte Kleinbus in der Größe eines Mercedes Sprinter ist ausgestattet mit 13 Sitzplätzen, zehn Stehplätzen und einem Rollstuhlplatz. Kein Problem ist auch der Transport von Kinderwagen und Rollatoren. Auf Grund seiner kompakten Bauweise ist es jetzt möglich, überall unkompliziert ein- und auszusteigen.
Dr. André Kavai, Kreisbeigeordneter des Main-Kinzig-Kreises, lobte das Familienbusprojekt und betonte, dass in einer Zeit des demografischen Wandels gerade auch im Öffentlichen Nahverkehr innovative Konzepte gefragt seien, um sich dieser Entwicklung zu stellen. Kavai: „Die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig gilt hier als Vorbild für ganz Hessen.“ Wer zukunftsorientiert handeln wolle, müsse sich auch im Öffentlichen Nahverkehr verstärkt um die Bedürfnisse von Senioren, Behinderten und Familien kümmern.“ Dieser Personenkreis werde mit dem Familienbus ein Plus an Mobilität geboten. Das sei wichtig, um ihnen neue Möglichkeiten zu bieten, am öffentlichen Leben teilzuhaben.
Wie KVG-Geschäftsführer Rahm feststellte, liege in Erlensee mit seinen 13 000 Einwohnern der Anteil der über 60jährigen Einwohner bereits bei 24 Prozent. Gerade diesem Personenkreis und Behinderten wolle man mit dem plusbus-Familie mehr Mobilität bieten. Hinzu komme, so Anja Preuß, stellvertretende Geschäftsführerin der KVG, dass gerade in Flächenkreisen die Busverbindungen sehr stark auf Schülerinnen und Schüler sowie Berufspendler zugeschnitten seien. Mit dem plusbus-Familie wolle die KVG dieser Entwicklung gegensteuern und allen bisherigen und potentiellen Kunden ein Mehr an Service bieten.
Erfreut über den neuen plusbus-Familie zeigt sich auch Erlensees Bürgermeister Stefan Erb: „Von diesem Angebot der KVG werden unsere Bürgerinnen und Bürger stark profitieren“. Der plusbus-Familie steigere die Lebensqualität der 13 000 Menschen in Erlensee, biete optimale Mobilität und stehe auch für einen aktiven Beitrag der Gemeinde zum Umweltschutz. Mit dem plusbus-Familie könnten die Bürger auf die Fahrt mit einem Zweitwagen verzichten oder diesen sogar entbehren, betont Erb.
Ein Kind, das schnell mal in die Bücherei will, profitiert ebenso von dem Familienbus, wie etwa ältere Mitbürger, die einkaufen oder einen Arzt aufsuchen wollen, aber schlecht zu Fuß sind und sonst auf den Fahrdienst von Familienangehörigen angewiesen wären.
Für die direkte Anbinung nach Hanau ist an der Haltestelle Limes-Kreisel gesorgt. Hier können die Fahrgäste ohne Verzögerung mit einem Linienbus weiterfahren. Der Fahrplan des plusbus-Familie ist darauf abgestimmt.
Der Bus ist vorerst von Montag bis Freitag jeweils von 8.30 bis 19 Uhr in Erlensee unterwegs. Der Familienbus fährt im 60 Minutentakt die einzelnen Haltestellen an. „Wenn der plusbus-Familie gut frequentiert wird und die Fahrgäste auch samstags mit dem Bus mobil unterwegs sein wollen, können wir über eine Ausweitung des Fahrdienstes auf den Samstag nachdenken“, ergänzte die Prokuristin der KVG, Sonja Landschreiber. Bei größeren Veranstaltungen in der Gemeinde an Wochenenden sei der Einsatz des Familienbusses bereits vorgesehen. Aktuelle Informationen gibt es unter www.plusbus.mobi.
Die Fahrpreise von einem Euro für eine Einzelfahrt und 2,50 Euro für eine Tageskarte seien so gestaltet, dass auch Familien und Senioren mit wenig Einkommen vom plusbus-Familie“ profitieren können. Fahrgäste mit Behindertenausweis können den Bus kostenlos nutzen, ebenso Zeitkarten-Inhaber (Wochen- und Monatskarten, Jobtickets und Schülerzeitkarten.)
Die jährlichen Betriebskosten betragen etwa 60 000 Euro pro Jahr.Solange das Land Hessen Landesmittel zur Förderung von lokalen ÖPNV-Maßnahmen zur Verfügung stellt, erhält die Gemeinde Erlensee von der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig jährlich einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 30 000 Euro.
KVG-Geschäftsführer Rahm: „Inzwischen haben auch weitere Kommunen Interesse an unserem plusbus-Familie gezeigt. Ein Zeichen für uns, dass wir mit diesem Projekt auf dem richtigen Weg sind, um den Service für die Bürgerinnen und Bürger noch attraktiver zu gestalten.“










