(openPR) BASEL Vom 26. - 30. Juni 2010 vereint das "Goldene Kleeblatt" erneut vier spannende künstlerische Positionen im Kaskadenkondensator (kasko.ch). Die Vernissage findet am 25. Juni, 18:00 Uhr mit einer Aktion von Ingrid Käser statt. Für die künstlerische Vermittlung hat das Kleeblatt die Kunsthistorikerin Marina Culjak gefunden.
Denis Handschin arbeitet vorwiegend konzeptuell und prozesshaft ausgerichtete mit starkem Bezug zum Raum. Der Ausgangspunkt der gezeigten Arbeit ist eine Rolle schwarzen Polyethylens. Schon früher thematisierte der Künstler das alltägliche Material. Im Vordergrund der Beschäftigung stehen das Interesse an dessen Eigenschaften und Möglichkeiten. In einem vorangegangenen Prozess von Experimenten mit dem Kunststoff entstand eine Installation, die auf den Raum wie auch auf die Werke der anderen Künstler Bezug nehmen möchte.
Patrick Harter bedient sich in der plastischen Arbeit "Ästelung #5" natürlich gewachsener Baumäste und fügt diese zu neuen, paradoxen Wachstumsabfolgen zusammen. Die kreisförmige Anordnung steht den Naturgesetzen konträr gegenüber. Harter versucht zu keinem Zeitpunkt den künstlichen Eingriff in die Natur dem Auge des Betrachters zu verbergen. Dennoch entgeht der visuellen Wahrnehmung oft das Detail.
Mathias Kaspar zeigt derzeit seine Arbeit "Fanfare" an der Sandsteinfassade des Basler Rathauses. Im Rahmen des "Goldenen Kleeblattes" stellt er erstmals in Basel aus. Kaspar präsentiert eine kleine Auswahl seiner Arbeiten und stellt sie für diese Gelegenheit in einen neuen Zusammenhang. Körpergrösse sowie Kopfumfang spielen bei seiner konzeptuell angelegten Installation eine nicht untergeordnete Rolle.
Alejandro Roquero gab für die konzeptuelle Arbeit "Hermeneutische Poesie" den Suchbegriff "ein x-beliebiges Bild" in die Bildersuchmaschine Google ein. Aus den ersten zehn Trefferseiten wählte er eben so viele Bilder. "Reiterstandbild" ist eine Fotografie aus der Selektion und der Anfang der Serie. Der Künstler dekontextualisiert die Fotografie von ihren Entstehungsumständen und degradiert sie zur subscriptio des eigentlichen Werkes. Das Konzept und die Ekphrasis erheben die verschriftlichte Hermeneutik zum Werk selbst und geben eine ironische Sichtweise auf die Kunst und ihre Rezeption wieder.
Ingrid Käser bereichert die Eröffnung des "Goldenen Kleeblattes" mit einer kulinarischen Aktion, die im Rahmen ihres fortdauernden Projektes "Sans Racines" gesehen werden muss. In dieser Serie setzt sich die Künstlerin intuitiv mit Dingen, die im Alltag ihre Aufmerksamkeit erregen, auseinander. In der Serie finden sich neben Zeichnungen Drucke, Fotografien, Videos und Installationen. Aus der Aktion soll eine teilweise essbare Installation entstehen, welche "Sans Racines" um ein weiteres Element erweitert.












