(openPR) Am 22. Juni unterzeichneten die Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz e.V. eine Zielvereinbarung, in der sich die Gästehäuser dazu bereit erklären, zukünftig noch mehr auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen einzugehen und somit im Sinne des Bundes- und Landesgleichstellungsgesetzes zu mehr Barrierefreiheit beizutragen.
Vereinbarte Ziele sind beispielsweise die Planung und Umsetzung des Neu-, Um- und Ausbaus von Jugendherbergen unter Berücksichtigung des barrierefreien Bauens, die Beachtung des „Zwei-Sinne-Prinzipes“, bei dem Informationen für mindestens zwei der drei Sinne Hören, Sehen und Tasten zugänglich gemacht werden, oder aber die Bereitstellung eines Bettes für pflegebedürftige Besucherinnen und Besucher.
Die in der Selbstverpflichtung festgelegten Maßnahmen und Ziele sollen innerhalb von fünf Jahren umgesetzt werden. Hierbei besteht die Möglichkeit, den Vertrag um weitere fünf Jahre zu verlängern. Um den aktuellen Stand der Umsetzung der Zielvereinbarung auszuwerten, trifft sich einmal jährlich eine Expertengruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern beider Vertragspartner. Diese sind „Die Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland“ und die „Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz e.V.“ (LAG Selbsthilfe), ein landesweit tätiger Behindertendachverband.
„Eine Jugendherberge war schon immer ein Ort der Vielfalt und des Zusammentreffens. Umso mehr freut es uns, dass wir gemeinsam mit dem Verband der Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und mithilfe der abgeschlossenen Zielvereinbarung einen Weg gefunden haben, dass Menschen mit und ohne Behinderungen die Gästehäuser gleichermaßen nutzen können“, erklärt Elke Klink, stellvertretende Vorsitzende der LAG Selbsthilfe. Auch der Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Ottmar Miles-Paul, begrüßt die Entwicklung. „Mit dem Abschluss dieser Zielvereinbarung wird in Rheinland-Pfalz ein weiterer Schritt zur Verbesserung des barrierefreien Tourismus getan. Die Jugendherbergen spielen hierbei eine wichtige Rolle, um die Teilhabe behinderter Menschen zu stärken.“
„Schon jetzt sind landesweit 27 Jugendherbergen der insgesamt 38 Häuser barrierefrei gestaltet“, so Jacob Geditz, Vorstandsvorsitzender der Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland, der zusammen mit Präsident Detlef Bojak die Vereinbarung unterschrieb.
Mit dem Abschluss der Zielvereinbarung sind die rheinland-pfälzischen Jugendherbergen bundesweit Vorreiter und das erste „Unternehmen im Beherbergungsbereich“ das eine solche Zielvereinbarung geschlossen hat.










