(openPR) Altes und kaputtes Porzellan, auch wenn es nur kleine abgeschlagene Stellen hat, wird weg geschmissen, oder maximal für einen Polterabend aufgehoben; ist also sozusagen dem Tode geweiht. Alles mit Macken, auch mit kleinen, und vermeintlichen Fehlern tauschen wir aus und kaufen es natürlich normaler Weise erst gar nicht (abgesehen von Poltergeschirr in 10kg-Paketen). Warum haben wir diesen Hang zum Einwandfreien, Makellosen? Was ist eigentlich schön?
Auch unperfekte Dinge haben ihren Charme und eine ganz eigene Ästhetik und Schönheit. Wenn dieser Makel noch betont wird, bekommen wir auf einmal eine ganz neue Sicht auf diesen.
So können bei Porzellan die Bruchstellen und die angeschlagenen Kanten farblich betont werden, so dass daraus sozusagen das Dessin wird. Die Designerin Tanja Niedermann gehr sogar noch einen Schritt weiter und veredelt diese Bruchstellen mit Edelmetallen wie Silber. Da juckt es mich doch glatt in den Fingern, mein Porzellan bewusst zu zerschlagen, wenn daraus Produkte von solcher Ästhetik werden.
Wir sollten alte Gewohnheiten ablegen und unzeitgemäße Regeln brechen, damit wir offen sein können für neue ästhetische Aussagen in unserem Leben.













