(openPR) Klettern ist in: Draußen wie drinnen - Starke Präsenz der Kletterfirmen auf der Leitmesse OutDoor
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21.06.2010 Friedrichshafen - Klettern ist beliebt wie nie. Auch wenn es ein deutliches Süd-Nord-Gefälle gibt, was natürliche Klettergebiete angeht, ist Klettern bundesweit auf dem Vormarsch. Kletterhallen sowie Hoch- und Niedrigseilgärten erleben einen kaum für möglich gehaltenen Boom und haben dem einst gefährlichen Image des Kletterns ein Sicherheitsprädikat aufgedrückt. Entsprechend optimistisch sehen die Kletterfirmen der OutDoor-Messe in Friedrichshafen (15. bis 18. Juli 2010 - nur für den Fachhandel) die Zukunft.
Geologisch betrachtet können überall Berge und neue Klettergebiete entstehen. Dass man unterdessen von der Waterkant im Norden über die Rheinische Tiefebene bis zu den Alpen im Süden der Republik ausreichende Klettermöglichkeiten findet, liegt höchstens einem Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren zugrunde.
Klettern erlebt in Deutschland - ebenso wie in den benachbarten Ländern - einen riesigen Schub und Imagewandel. Dabei nimmt nicht nur die Anzahl der "Klettergebiete" zu. "Klettern befindet sich auf der Entwicklung vom Sport einiger Spezialisten hin zum Breitensport", erklärt Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen. "Statt als Risikosportart wird Klettern unterdessen als Funsport mit positiven körperlichen Auswirkungen gesehen." Vieles deutet darauf hin, dass Klettern nicht unbedingt ein neuer Trend, zumindest aber gesellschaftsfähig ist und gefördert wird. Immerhin findet sich Klettern als Schulsport auf den Lehrplänen der Kultusministerkonferenzen wider. Dort wird die "Verbesserung der Kraftausdauer der gesamten Skelettmuskulatur, der Beweglichkeit, der koordinativen und psychischen Fähigkeiten" ebenso hervorgehoben wie das Erlangen einer "realistischen Selbsteinschätzung (...), zu Selbstsicherheit und einem gesteigerten Selbstbewusstsein". Außerdem eigne sich Sportklettern zur "Schulung kooperativen Verhaltens", so der Fachlehrplan für den Differenzierten Sportunterricht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.
Auch wirtschaftlich dürfte Klettern und Kletterspaß eine Rolle bisher ungeahnten Ausmaßes haben. Äußeres Erkennungsmerkmal des Kletterbooms sind die Indoor-Kletteranlagen, die allerorts wie Pilze im Spätsommerwald aus dem Boden sprießen. In München-Thalkirchen steht die derzeit größte Kletterhalle der Welt. Mit einer Indoorkletterfläche von 3.750 qm sowie einem Außengelände mit einer Kletterfläche von weiteren 2.790 qm, fast 500 Routen in Schwierigkeitsgraden von 2 bis 10+ ist Thalkirchen ein wahrer Gigant. Bereits vor der Erweiterung der Anlage Ende 2009 konnte Thalkirchen täglich durchschnittlich etwa 500 Besucher zählen, also satte 182.000 Kletterer, so der Betreiber, für 2009.
Insgesamt schätzt man, dass es in Deutschland etwa 300 kommerzielle Kletterhallen gibt, neben unzähligen Betriebs-, Vereins- oder Schulanlagen. Hinzu kommen eine ebenso hohe Zahl von Hoch- und Niedrigseilgärten, die auch zum Klettern und Balancieren animieren und gerne auch von Klassen und Gruppen zu Teambildungsprozessen und -Erlebnissen besucht werden. Und auch das Slacklining, das Balancieren auf einem straff gespannten, wippenden Band, sieht man immer mehr in Parks und Anlagen.
Optimistisch geben sich die Kletterbekleidungs- und Kletterausrüstungshersteller auf der internationalen Fachmesse OutDoor in Friedrichshafen. Zu Beginn des zweiten Jahrzehnts im 21. Jahrhundert ist Klettern so beliebt wie nie, hat ein positives Image - und es lässt sich Geld damit verdienen. Und das alles, obwohl die Zeit der Heldenverehrung verwegener Kletteridole, die neue Routen erkletterten und die Maßstäbe in die Höhe schraubten, deutlich zurückgegangen ist.
Auf der OutDoor bilden die Kletterfirmen in den Hallen B2 und B3 sowie das neue Foyer und Freigelände Ost den Themenschwerpunkt mit Boulderblock, Slacklines, Hochseilgartenelementen und Kletterwand. An dieser wird 2010 erneut OutDoor Speed Cup ausgetragen. Weitere Informationen unter www.outdoor-show.com.








