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Der Mensch hinter dem Namensschild

11.06.201016:52 UhrIT, New Media & Software
Bild: Der Mensch hinter dem Namensschild

(openPR) Kathrin Hollinger, Usability Engineer bei UID, über Ihre Erlebnisse auf dem internationalen Treffen der Usability Professionals in München

"Usa-ba-bility Konferenz" ist neben dem Knopf zu lesen, der den Aufzug zur Dachterrasse des Bayrischen Hofs bringt. Die einmalige Aussicht über die Dächer Münchens lassen den Fehler schnell vergessen. Dennoch scheint er wie ein Beweis, dass es an der Zeit war, die internationale Konferenz der Usability Professionals‘ Association (UPA) vom 24. bis 28. Mai 2010 nach Deutschland zu holen. Und obwohl es nicht für jeden ein Katzensprung war – so wie für mich – sind der Einladung rund 750 "Usa-ba-bility"- und User-Experience-Interessierte aus 45 Ländern gefolgt.



Sie alle tummeln sich nun auf der Willkommensparty um das Buffet und genießen den Sonnenuntergang, voller Vorfreude auf die kommende Woche. In "Multikulti"- Englisch höre ich aus allen Richtungen begeisterte Wiedersehens- oder "Endlich lerne ich dich persönlich kennen"-Rufe. Denn viele hatten vorher schon Kontakt, sehen aber heute zum ersten Mal, wer hinter dem Profil aus seinem Social Network steckt. Nur wenige halten noch verunsichert Ausschau nach bekannten Gesichtern; zum Beispiel ich. Denn für einen Usability Professional, der zum ersten Mal internationale Konferenzluft schnuppert, lassen sich die meisten Anwesenden nur über die Namensschilder identifizieren, die ihnen munter um den Hals baumeln. "Kevin" ist auf einem zu lesen, das sich gerade an mir vorbei zum Nachtisch-Buffet bewegt. Ein großer, sympathisch wirkender Amerikaner. Kevin irgendwer von irgendwo.
Na wenigstens kenne ich meine Kollegen von UID. Jakob Biesterfeldt zum Beispiel, der gerade freudestrahlend zum Mikrofon greift, um ein paar herzliche Begrüßungsworte loszuwerden. Seiner Vision und seinem unermüdlichen Einsatz als UPA Co-Chair haben dazu beigetragen, dass diese Konferenz 2010 in München stattfindet.

Hektisches Treiben erfüllt am nächsten Morgen den Ausstellerraum unter der sonnendurchfluteten Glaskuppel. Eine Menschentraube umlagert bereits den Microsoft Surface Tisch am UID-Stand; noch bevor wir ihn in Betrieb nehmen können. Ein Abgeordneter des Kultusministeriums von Abu Dhabi wirft einen neugierigen Blick auf das "überdimensionale iPhone".
Nebenan füllt sich langsam der große Festsaal. Noch mehr neue Gesichter drängen sich zur Eröffnungspräsentation. Und während Rachel Hinman von Nokia die Bühne betritt, beginnt der erste Zuhörer auch schon zu "zwitschern". Wenigstens über Twitter können die Daheimgebliebenen nun mit verfolgen, wie Hinman in ihrem Vortrag "Technology is a Cultural Practice" über die Gestaltung eines Mobile Money Services für Uganda berichtet.

"Using stories effectively in user experience design" ist als nächstes mit einem X für "unbedingt hin" auf meiner Programmübersicht markiert. Die zusammen mit den Kringeln für "könnte interessant sein" erinnern mittlerweile eher an ein Tic-Tac-Toe-Spielfeld. Dicht gedrängt sammeln sich die Zuhörer – ich erhasche einen der letzten Plätze in der ersten Reihe kurz bevor die Präsentatoren vors Publikum treten. Eine quirlige Amerikanerin und – ein großer, sympathisch wirkender Amerikaner. Um seinen Hals baumelt dasselbe Namensschild wie am Abend zuvor. Kevin ist also Kevin Brooks, Autor des Buches "Storytelling for User Experience", auf dessen Veröffentlichung ich seit zwei Jahren warte. Und nun steht der Autor selbst vor mir. Aber es sollte noch besser kommen…

Nach kurzweiligen 90 Minuten ist jetzt erst einmal Zeit für das Mittagessen. Die Konferenzteilnehmer strömen zum Foyer, wo sie sich sogleich zu den Lunch Guides mit den bunten Schildern in der Hand gesellen. Als weitere Networking-Plattform hat UID im Rahmen der Konferenzorganisation für jeden Tag Lunch Discussions initiiert. In lockerer Runde bei leckerem Essen haben die Teilnehmer die Möglichkeit, über "International User Research", "Social Media", "Eco Design" und 16 weiteren Themen zu diskutieren — Sightseeing inklusive. Vorbei am Justizpalast führe ich meine Gruppe zum Stachus. Und noch ehe wir das Restaurant erreichen, ist die Diskussion über Web Analytics schon in vollem Gange. "Thank you so much for this inspiring and connective event", klopft mir ein Teilnehmer aus Togo nach seinem "Wiener Schnitzel" glücklich auf die Schulter.

Zurück im Bayerischen Hof geht der Präsentations-Marathon auch schon weiter. Insgesamt 30 Vorträge stehen den Konferenzteilnehmern an diesem Nachmittag zur Wahl. Gerade noch rechtzeitig husche ich durch die Tür zum Vortrag "Combining methods: Web Analytics and Usability Testing". Von den "Dimensionen zur Beschreibung der Ästhetik von Interaktionselementen" auf dem German Track der UPA flitze ich zur Diskussion über den Mehrwert von Eyetracking. Im Gelben Salon ergattere ich den letzten Stehplatz.

Beeindruckt von der guten Stimmung schließe ich mich einer buntgemischten Gruppe zur abendlichen Biergartentour an, um den Tag ausklingen zu lassen. Während mein Kollege Tobias noch versucht, einem Inder zu erklären, dass Leberkäse weder etwas mit Leber noch mit Käse zu tun hat, bin ich mit meinen Gedanken schon beim nächsten Tag.

Die Vorträge meiner UID-Kollegen Sylvia Le Hong ("Cultural differences and similarities in the use of gestures on touchscreen user interfaces") und Lenja Sorokin ("Benutzerzentrierte Entwicklung von AAL-Technologien mit dementiell Erkrankten") verpasse ich an jenem Nachmittag leider. Denn das Finale der internationalen Student Design Competition (iSDC) am frühen Abend steht für mich als iSDC Co-Chair natürlich im Mittelpunkt, ehe sich alle Konferenz-Teilnehmer beim großen Dinner zu bayerischen Köstlichkeiten und Blasmusik versammeln.

Im Festsaal warten gedeckte Tische im Kerzenschein darauf, neue und alte Bekanntschaften ein letztes Mal zusammenzubringen. "Wie auf einem Klassentreffen", beschreibt es meine Kollegin Sylvia. Neben ihr und weiteren Kollegen von UID, Ilona aus Toronto und Charles aus London sind noch drei Plätze an unserem Tisch frei. "Are these already taken?", fragt ein großer, sympathisch wirkender Amerikaner. Diesmal ohne Namensschild. Da sitz ich jetzt also, zusammen mit Kevin Brooks, und erzähle ihm von meinen Erfahrungen mit "Storytelling". Und während die UPA 2010 für mich bereits einen krönenden Abschluss gefunden hat, verabschieden sich auch Jakob Biesterfeldt und Silvia Zimmermann, Präsidentin der UPA, mit bewegenden Worten und Standing Ovations von den Teilnehmern.

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