(openPR) Eine neue Sonderausstellung des ELM wird unter dem Titel „Zwischen den Welten – wider den Zeitgeist", am 15. Juni 2010 um 20 Uhr im Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus eröffnet. Gezeigt werden Erinnerungsstücke aus der Sammlung des ehemaligen Südafrika-Missionars Herbert Seinwill.
Herbert Seinwill, geb. 1930 in Ostpreußen, ist Pastor im Ruhestand und lebt in Müden. Ausgebildet am Hermannsburger Missionsseminar, lebte und arbeitete er von 1956 bis 1988 in Südafrika. Viele Erinnerungsstücke wurden von ihm während seiner Dienstjahre dort zusammengetragen und nicht wenige davon hat er mit nach Deutschland gebracht. Zu den Besonderheiten unter diesen Erinnerungsstücken zählen eine Reihe von holzgeschnitzten Skulpturen und Gemälde afrikanischer Künstler.
Das Bemerkenswerte dieser künstlerischen Arbeiten besteht darin, dass die Künstler aus einer Kultur kommen, in der die bildhafte Darstellung von Landschaften, Personen usw. nicht üblich ist. Durch fremde Einflüsse wurden die bestehenden Fähigkeiten erweitert und zu einer ganz eigenen Kunstform entwickelt. Die Abbildung von Landschaften und spirituellen Vorgängen finden nun einen künstlerischen Ausdruck, der dem Betrachter einen persönlichen Blick in die Welt der einheimischen Künstler eröffnet.
Der Missionar und Sammler Herbert Seinwill leistet mit den Exponaten, die nun im Ludwig-Harms-Haus gezeigt werden, einen Beitrag zum Thema „Zeugnisse fremder Begegnung“. Dabei geht es in dieser Ausstellung nicht zuletzt darum, dass die Objekte auf Stationen und Herausforderungen des Missionars Seinwill verweisen. Die Themen, die dabei angesprochen werden stehen exemplarisch für die vieler Menschen, die das Missionswerk bis heute nach Übersee entsendet.
In dieser Sonderausstellung des ELM werden die Skulpturen und Bilder erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ausstellung endet am 12. September 2010.













