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Deutsche zu fett

03.06.201008:31 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Wiesbaden (wnorg) - Millionenschäden erleidet die deutsche Volkswirtschaft jährlich: Übergewicht kann Folgekrankheiten oder Fehlzeiten am Arbeitsplatz zur Folge haben. Schlaganfall, bestimmte Krebsrisiken, Bluthochdruck und Gelenkerkrankungen können folgen.



Die Mehrheit der Deutschen ist bereits zu fett, leidet oft unter Atembeschwerden, Sodbrennen und Einschränkungen in der Bewegungsfähigkeit. Aber ab welchem Gewicht gilt man als übergewichtig? Als Faustregel gilt ein Body-Mass-Index von mehr als 25. Dieser Index wird errechnet, indem man das Körpergewicht (in Kilogramm) durch das Quadrat der Körpergröße (in Metern) teilt, Geschlecht und Alter bleiben unberücksichtigt.

Ab einem Gewicht von mehr als 81 Kilogramm bei einer Größe von 180 Zentimetern kann man schon von Übergewicht sprechen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren im Jahr 2009 insgesamt 51% der erwachsenen Bevölkerung (60% der Männer und 43% der Frauen) in Deutschland übergewichtig. Der Anteil Übergewichtiger ist im Vergleich zu 1999 (Männer 56%, Frauen 40%) gestiegen.

Ab 97 Kilogramm gilt ein 180 Zentimeter großer Erwachsener als stark übergewichtig. Nach dieser Einteilung hatten 16% der Männer und 14% der Frauen starkes Übergewicht. In allen Altersgruppen waren Männer häufiger übergewichtig als Frauen. Übergewicht ist aber auch bereits bei jungen Erwachsenen weit verbreitet und steigt mit zunehmendem Alter. Bereits bei den 20- bis 24-Jährigen waren 29% der Männer und 18% der Frauen übergewichtig. Bei den 70- bis 74-Jährigen erreichten die Fälle von Übergewicht jeweils ihre Spitzenwerte (Männer: 74%, Frauen: 63%).

Bei Männern waren Verheiratete zu 69% und Verwitwete zu 67% übergewichtig, Ledige dagegen nur zu 43%. Verwitwete Frauen (58%) sind häufiger von Übergewicht betroffen als verheiratete Frauen (46%). Bei ledigen Frauen waren 25% übergewichtig, dagegen hatten 7% Untergewicht. Ledige Männer hatten mit 56% deutlich häufiger Normalgewicht als verheiratete und verwitwete, ebenso ledige Frauen mit 69%.

Untergewicht, das heißt ein Body-Mass-Index von weniger als 18,5, ist in Deutschland weitaus weniger verbreitet als Übergewicht. Frauen waren 2009 wesentlich häufiger (3%) untergewichtig als Männer (1%). Junge Frauen im Alter von 18 und 19 Jahren waren sogar zu 13% untergewichtig, 20- bis 24-Jährige noch zu 9%. Personen, die sich als gesundheitlich beeinträchtigt einstuften, hatten deutlich häufiger starkes Übergewicht als Gesunde: Von den kranken Männern hatten 20% einen Body-Mass-Index von mehr als 30, der Anteil bei den gesunden Männern betrug 15%. Bei den Frauen lagen die entsprechenden Werte bei 20% und 13%.

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