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Das wnorg-Konjunkturbarometer

(openPR) Brasilien / Paris / Nürnberg (wnorg) - Wie wird derzeit die Konjunktur beurteilt? Die Redaktion von wirtschaftsnachrichten.org gibt hier einen Überblick über aktuelle Meinungen in Deutschland, Europa und der Welt. Aktuell sind Schuldenkrise, Konsumzurückhaltung und Wirtschaftswachstum im Fokus.



Die Weltwirtschaft befindet sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf einem soliden Erholungspfad, sofern die Probleme in Europa auch effektiv angegangen werden. "Die globale Erholung geht schneller voran als wir erwartet haben", sagte der geschäftsführende Direktor des IWF, Dominique Strauss-Kahn, nach einem Treffen mit dem brasilianischen Finanzminister Guido Mantega. Zur Überwindung der Schuldenkrise in Europa ist Strauss-Kahn zufolge vor allem Wachstum wichtig. "Es ist sehr nützlich, dass Europa einen Stabilisierungsfonds für in Schwierigkeiten geratene Länder eingerichtet hat, aber diese Ressourcen sollten dazu genutzt werden, das Wachstum anzutreiben", sagte der IWF-Chef.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) hat ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum Deutschlands im laufenden und kommenden Jahr deutlich angehoben. Wie die in Paris ansässige Organisation in ihrem veröffentlichten Wirtschaftsausblick mitteilte, rechnet sie für 2010 mit einem kalenderbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,9 Prozent. Für das kommende Jahr hob die OECD ihre Prognose von 1,9 auf 2,1 Prozent an. Getrieben wird die Wachstumserholung in Deutschland in diesem Jahr laut OECD vor allem von anziehenden Exporten und öffentlichen Investitionen aus den Konjunkturprogrammen. Im kommenden Jahr dürften Export und anziehende private Investitionen die Wachstumstreiber sein. Auch der private Konsum dürfte sich dann leicht erholen.

Dagegen trübt sich das Konsumklima in Deutschland ein. Die Schuldenkrise in der Eurozone sowie die Diskussionen um die Stabilität des Euros verunsicherten die Verbraucher, teilte das Marktforschungsinstitut GfK in Nürnberg mit. In der Folge seien sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung deutlich gedämpft. Weiter hieß es, die Bundesbürger befürchteten, dass die Rettungspakete für Griechenland und den schwächelnden Euro die Konjunkturerholung beeinträchtigen könnten. Daher seien die Einkommenserwartungen nach ihrem Höchststand seit 2001 im vergangenen Monat nun wieder gesunken. Insgesamt habe der Indikator rund die Hälfte seiner Zuwächse aus dem Vormonat eingebüßt. Bei der Anschaffungsneigung hat sich den Angaben zufolge der leicht rückläufige Trend im Mai fortgesetzt. Trotz des vierten Rückschritts in Folge sei das Niveau zufriedenstellend. Zahlreiche Konsumenten rechneten mit einer sich verstärkenden Inflation und einer sinkenden Kaufkraft.

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