(openPR) Businessplanwettbewerb adventure X prämiert die besten Gründerprojekte 2010
Die Sieger des Tiroler Businessplanwettbewerbs adventure X stehen fest. Hubert Hochleitner gewinnt das Rennen der ausgefeilten Geschäftskonzepte mit Deefleex, einem neuartigen Schalldiffuser für Gitarristen und Tontechniker. Die Top-Plätze zwei und drei gehen an das Team RenE (intelligente Steckdose) und seekda (IT-Lösung für Online-Vertrieb von Beherbergungsleistungen). Die Prämierung im congresspark igls brachte den erfolgreichen Projekten gestern Abend neben den „Medaillen“ wertvolles Startgeld für Gründung und Umsetzung. Die Siegerschecks im Wert von 12.000, 10.000 und 8.000 Euro übergaben Landesrätin Patrizia Zoller Frischauf und Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer.
adventure X – der lange Weg zum Sieg
Der von der Tiroler Zukunftsstiftung und CAST, Center for Academic Spin-offs Tyrol veranstaltete Businessplanwettbewerb startete schon im November 2009. 116 Teams waren insgesamt am Start. In der letzten Phase drei verlangte der Bewerb den TeilnehmerInnen vollständige Businesspläne inklusive fundierter Planungen für Finanzierung und Realisierung ab. Insgesamt sind beim aktuellen Durchgang 130 Businesspläne zur Bewertung eingereicht worden, zehn Projekte sind ins Finale einzogen. Die genannten Preisträger setzten sich vor den sieben weiteren Finalisten im Anschluss an Expertenpräsentationen nach Punkten durch.
„Neue Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, neue Technologien bringen Wachstum. Deshalb ist es für einen Standort so enorm wichtig, gute Gründerinnen und Gründer aufzuspüren und umfassend zu unterstützen – in Zeiten wie diesen mehr denn je“, weiß Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. „Der Weg bis ins Finale bei adventure X ist lang und steil, aber er lohnt sich. Denn nur fundierte Konzepte bieten neuen Unternehmen ein solides Fundament. Und erst damit entsteht maximale Sicherheit für Gründer, Partner, Investoren und künftige Mitarbeiter.“
Seit neun Jahren verlässlicher Partner im ganzen Land
adventure X unterstützt TirolerInnen bereits zum neunten Mal beim Erstellen professioneller Geschäftspläne. Vor Ort in Landeck, Innsbruck, Lienz und Kufstein sind den 194 TeilnehmerInnen in diesem Durchgang über 80 Experten mit regelmäßiger Beratung, Feedback und Schulung zur Seite gestanden. Seit dem Jahr 2001 haben damit 1.651 TirolerInnen in 722 Projektteams von den Leistungen des Wettbewerbs profitiert. 187 mit Hilfe des adventure X entstandene Unternehmen beschäftigen heute 776 Mitarbeiter.
„Ein Businessplan beleuchtet Stärken und Schwächen eines Vorhabens schonungslos. Umso erfreulicher, dass die TirolerInnen und Tiroler so zahlreich dabei sind und auch kritische Feedbacks konstruktiv verwerten“, informiert Dr. Harald Gohm, Geschäftsführer Tiroler Zukunftsstiftung. „Aus Erfahrung wissen wir, dass rund ein Drittel der adventure X-Teilnehmer tatsächlich gründet. Dazu konnten sie in den letzten Monaten viele wertvolle Kontakte knüpfen - das ist ein wichtiger Nutzen des Wettbewerbs. Die Netzwerke aller Partner stehen allen Gründerprojekten selbstverständlich auch künftig offen.“
Möglich macht das umfassende und gleichzeitig kostenlose adventure X-Service die langjährige, enge Zusammenarbeit der Veranstalter mit den Partnern PRISMA AG, Wirtschaftskammer Tirol, dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG sowie der Hypo Tirol Bank AG und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung.
Die Sieger 2010
1. Platz
Projekt Soundplate (Deefleex) – Ing. Hubert Hochleitner, Schwaz
Seit der breiten Einführung der elektrischen Gitarre nach 1960 werden Gitarren-lautsprecher und -boxen gebaut. Bei unveränderter Konstruktion ist der Nachteil der stark gebündelten Schallabstrahlung bei hohen Frequenzen – das „BEAMEN“ – über die Jahre erhalten geblieben. Der unter dem Arbeitstitel „Soundplate“ entwickelte Schalldiffuser Deefleex ist in der Lage, diese Lautsprecherfrequenzen klangneutral zu eliminieren. So profitieren Gitarristen und Zuhörer von einem gleichmäßigen, unverfälschten Klangerlebnis auf jeder Hörposition. Eine für Tontechniker optimierte Ausführung wird künftig als neuartige Mikrofonierhilfe eingesetzt, die leicht handzuhaben ist und Zeit spart. Preisträger Hubert Hochleitner wird seine Innovation unter der Marke HooVI vertreiben.
2. Platz
RenE, Renewable Energies - DI Berthold Lindner und Dr. Reinhard Steinlechner, Innsbruck
[ RenE ] entwickelt, produziert und vermarktet die „intelligente Steckdose“. Die intelligente Steckdose beendet den laufenden Stromverbrauch ausgeschalteter Elektrogeräte oder Ladegeräte, die „im Leerlauf“ an der Steckdose hängen. Zwischen Steckdose und Ladegerät oder andere Geräte wie Computer, Drucker etc. geschaltet, erkennt sie intelligent deren Standby-Betrieb und trennt diese Geräte vom Netz. Bei Wiederaufnahme des Betriebs schaltet sie die betreffenden Geräte selbständig wieder ans Netz. So kann erheblich Strom gespart werden, Anwender können Standby-Geräte künftig mit gutem Wissen eingesteckt lassen. Das technische Prinzip ist vielseitig einsetzbar. Mit der intelligenten Steckdose können zum Beispiel auch ganze Computerräume mit einer Stromsparschaltung ausgerüstet werden.
3. Platz
seekda GmbH - DI Alexander Wahler, Innsbruck
Mit der Produktfamilie seekda! connect hat das Jungunternehmen seekda kürzlich eine zukunftsträchtige Branchenlösung für den Internetvertrieb von Beherbergungsleistungen gelauncht. Hoteliers und Portale können damit das gesamte Spektrum des Online-Vertriebs abdecken: zum Beispiel den Direktverkauf von Hotelzimmern auf der eigenen Homepage oder die Verwaltung von nahezu unbegrenzt vielen, indirekten Vertriebskanälen (Buchungsplattformen) wie etwa expedia.de, HRS oder GALILEO gleichzeitig über ein einziges Interface. Die jüngste Entwicklung ist eine Komponente, die unterschiedliche Vorlagen zur nahezu vollautomatischen Erstellung von Homepages für Beherbergungs-betriebe bereitstellt. Damit ist es künftig auch Klein- und Kleinstbetrieben der Branche möglich, am elektronischen Tourismus einfach und kostengünstig teilzunehmen.
Die weiteren Finalisten
Feld&Hof – Mag. Katharina Fellnhofer, FH Kufstein
Das Unternehmen Feld&Hof unterstützt und berät Landwirte im Beschaffungsmarkt der österreichischen Agrarwirtschaft. Das Kernelement bildet das webbasierte Portal www.feldundhof.at, auf welchem Landwirte ihre Gesuche rund um die Landwirtschaft kostenlos inserieren und interessierte Anbieter ihre Angebote dazu abgeben können. Nutzungsgebühren an Feld&Hof entrichten lediglich erfolgreiche Anbieter.
GJ – Mag. Gerwin Jöbstl, Innsbruck
Eine Verpackungsinnovation im Bad- und Duschbereich bietet Konsumgüterherstellern eine einzigartige Komplettlösung zur Behandlung unzureichend beantworteter Konsumentenprobleme. Die Lösung bietet Potenzial für stärkere Markenbindung und höhere Marktanteile.
Kompaktwärmepumpe – Mag. Josef Lurger, Innsbruck
Privathaushalte, die ihr Warmwasser mittels Elektroboiler bereitstellen, können ihre Energiekosten mit Hilfe der Kompaktwärmepumpe drastisch verringern und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Verbrauch an elektrischer Energie zur Brauchwassererwärmung lässt sich mit der Kompaktwärmepumpe im Jahresmittel auf rund ein Drittel senken.
Organoids – Martin Jehart, Wenns
Architektonische Freiformen sind fließende, gerundete Bauformen, die nur mit sehr hohem Aufwand an technischen und finanziellen Mitteln realisiert werden können. Die Organoide Technologie macht eine extrem günstige und nachhaltige Fertigung möglich. Einfache Unterkünfte in hohen Stückzahlen für Krisengebiete können ebenso realisiert werden wie individuelle Einzelformen für Wohnräume und abgesetzte Freiformdächer repräsentativer Bürogebäude.
Radl-Bikini – Manfred Schmidt, Innsbruck
Der Radl-Bikini schützt Fahrradsättel gegen Nässe und dient gleichzeitig als Werbefläche. Er kann von einer Hand bedient werden und ist so konstruiert, dass er auch beim abgestellten Fahrrad am Sattel bleibt. Plastiksackerln als Regenschutz dürften mit dem Radl-Bikini ab sofort ausgedient haben.
Trolley Wash – Silvio Hohm, Vomp
TROLLEY Wash sagt Keimen, Bakterien und Schimmelpilzarten auf Einkaufswägen den Kampf an. Das mobile, vollautomatische System kommt zum Supermarkt und reinigt Einkaufswägen nachhaltig hygienisch. Vor Ort sind weder Strom- noch Wasseranschlüsse notwendig, alles ist bereits an Bord. Und weil das Waschwasser in einem geschlossenen Kreislauf arbeitet, bleibt auch nichts zurück. Gleichzeitig reduziert sich der Wasserverbrauch im Vergleich zur Handwäsche um über 90 %.
Waldseilpark Lienz Hochstein – Willi Seebacher, Lienz
Der Waldseilpark Lienz-Hochstein bietet seinen Besuchern eine Fläche der Freizeit, des Abenteuers und der Entspannung. Auf erlebnisreichen Reisen von Baum zu Baum dringen Gäste immer tiefer in das Innere des Waldes vor und entdecken ihre Umwelt in völlig neuer Perspektive. 6 verschiedene Parcours bieten Gelegenheit, unterschiedliche Übungen in Höhen von bis zu 12 Metern zu absolvieren – Seilsicherung inklusive. Der natürliche und forstwirtschaftliche Lebensraum lässt sich zusätzlich pädagogisch entdecken.











