(openPR) Für Energieversorger bieten sich große Chancen für die Ertragsverbesserung
Steigender Wettbewerb um Endkunden, zunehmende Prozesskosten und die abnehmende Zahlungsloyalität der Kunden setzen Energieversorger unter Druck. Das Thema Risikomanagement – früher ein Nebenschauplatz – rückt jetzt zunehmend in den Focus. Die Managementberatung Mücke, Sturm & Company zeigt in ihrer aktuellen Untersuchung, dass Einsparungen bei Risikokosten in Höhe von 25 Prozent und Umsatzerhöhungen bei Neukunden um fünf Prozent möglich sind. „Für Energieversorger ist es wichtig zu erkennen, dass sie sich im Wettbewerb um die Zahlungsloyalität ihrer Kunden mit anderen Branchen messen lassen müssen. Im Bereich Risikomanagement besteht für sie erheblicher Aufholbedarf – jetzt ist die richtige Zeit zu handeln“, macht Michael Kaut, Partner bei Mücke, Sturm & Company, deutlich.
Mit Risikomanagement Kunden und Erträgen auf der Spur
Drastisch veränderte Rahmenbedingungen machen für Energieversorger eine neue Strategie im Vertrieb und Bestandkundenmanagement notwendig: Zwar sollte weiterhin der Kunde prozess- und themenübergreifend im Visier stehen, gleichzeitig sollten aber auch Mechanismen des Risikomanagements eingesetzt werden. Denn der Ertrag hängt ganz wesentlich von der Fähigkeit eines Unternehmens ab, die Kundenbeziehung über Aktionen oder Reaktionen individuell zu steuern.
Im Verlauf des Kundenlebenszyklus werden aus Sicht des Risikomanagements mehrere Prozesse durchlaufen, in denen eine intelligente Weichenstellung Kosten und Umsatz erheblich beeinflusst. Viele Branchen erzielen durch Prozessoptimierungen Ertragseffekte, die auch für Energieversorger umsetzbar und erreichbar sind:
• Reduzierung der Ausfallquote um 25 % ohne Umsatzreduzierung durch optimierte Bonitätsprüfung und Mahnprozesse
• Erhöhung der Annahmequote bei Neukunden: Umsatzzuwachs von 5 % ohne zusätzliche Risikokosten durch analytisch unterstützte Bonitätsprüfung
• Reduzierung der Übergabequote in das Inkasso um 15 % bei gleichem Mahnerfolg durch eine Optimierung interner Mahnprozesse
• Reduzierung der Kundenabwanderung um 2 % durch eine Kundenwertorientierung in Mahnprozessen
• Reduzierung der Prozesskosten bei der Neukundenprüfung um 30% durch eine Automatisierung der Bonitätsprüfung und die Implementierung von Regelwerken zur Auskunftei- und Ressourcensteuerung
Erfolgreiche Prozessoptimierung mit den oben genannten Effekten braucht allerdings bestimmte Voraussetzungen: Die Basis für effizientes Risikomanagement sind umfassende Datenverfügbarkeit bei jeder zu treffenden Entscheidung, die flexible Gestaltbarkeit möglichst aller Parameter einer Kundenbeziehung und eine adäquate Technologieunterstützung zur Automatisierung der relevanten Entscheidungspro-zesse.
„Da diese Elemente gleichzeitig auch Grundlage für ein fortschrittliches Kundenwertmanagement sind, sollte die Gestaltung der entsprechenden Infrastruktur wesentlicher Strategiebestandteil der Energieversorger in den nächsten Jahren sein, um entsprechende Ertragspotenziale nachhaltig realisieren zu können“, so die Empfehlung von Michael Kaut.





