(openPR) Ein Blick in den kleinen Spiegel, die schönste Stelle aus dem Gesicht ausgesucht - das Lieblingsauge, die Lieblingsfalte - das Schmunzeln erleichtert garantiert. Gabriele Trillhaase verarbeitet Leder zu märchenhaften Stücken
Gabriele Trillhaase erzählt Geschichten, über Städte und Länder, von Indianern, Prinzen und bösen Geistern. Doch sie schreibt keine Bücher. Gabriele Trillhaase aus Weimar bemalt Tierhäute
Dabei hat sie einst einen ganz technischen Beruf erlernt: sie hat in Erfurt Elektrotechnik studiert. Fast zehn Jahre arbeitet sie als Elektoringenieurin. Sie heiratet, gründet eine Familie, wird Mutter. Bis ein einschneidendes Erlebnis - der Vater ihrer Kinder stirbt - sie aus der Bahn wirft. "Ich begann, mich mit Leben und Tod, Glück und Freude auseinanderzusetzen." Gabriele arbeitet in einer Keramikwerkstatt und bei einer Schmuckgestalterin. Es sind die 80er Jahre. "Damals waren Halsbänder modern." Gabiele schneidert Lederbänder, entwickelt eine eigene Schmuckkollektion. Dabei gab es zu DDR-Zeiten nur schwer Leder zu kaufen. "Ich verarbeitete die Reste von anderen Künstlern." Gabriele beantragt die Aufnahme in den Verband bildender Künstler der DDR. Im Oktober 1989 bekommt sie die Arbeitsgenehmigung als Autodidakt für Lederschmuck. "Es war unglaublich: Ich war plötzlich ein unglaublich freier Mensch." Zehn Tage später fällt die Mauer.
Das Glück währt kurz. Denn mit der Einführung der D-Mark bricht auch der Markt für Kunsthandwerk zusammen. "Im Osten wollte man die Sachen nicht mehr, im Westen noch nicht." Was nun? Da kommt ihr der älteste Baum der Welt, der Baum der Weisheit zu Hilfe. Denn Gabriele entwirft eine Schmuckkollektion mit Ginkgo-Blättern aus Leder, farbenfroh, formschön. Der Schmuck rettet sie.
Heute hat Gabriele Trillhaase ihre kreative Werkstatt in einer alten Mühle in Weimar eingerichtet. Hier entstehen meneschengroße und streichholzschachtelkleine Märchenwerke auf Leder. Mit einer Ahle ritzt sie die Motive in die weiche Haut aus naturgegerbtem Rinderleder, bemalt sie liebevoll. "Ich schneide, forme, ritze, male, färbe und durchsteche es. Leder ist mein Material, das weder weich noch hart ist, animalisch riecht und auf dem kalte Farben Wärme ausstrahlen. Das Material Leder als Träger für Geschichten, Gedanken, Gefühle und Phantasie beflügeln mich! Ich bringe das Leder mit großem Respekt, wie unsere Vorfahren, wieder in die Kunst ein. Denn Leder berühren heißt gelebtes Leben berühren und Lust dabei empfinden."
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