(openPR) 1. Storage-Circle brachte interessante Ergebnisse
Wiesbaden, 17. März 2005. Eine interessante Diskussionsrunde über den Markt für optische Speichersysteme wurde am vergangenen Freitag auf der CeBIT in Hannover exklusiv für Journalisten veranstaltet. Beim „1. Storage-Circle“ stellten sich Experten für Jukeboxsysteme und Speichertechnologien der Firmen ASM, DISC, JVC Professional, Plasmon und Sony den Fragen des Moderators Christian Raum (Redakteur der Plattformen ECMguide.de und Speicherguide.de).
Unterschiede zwischen Technologien wie das Speichern auf Rotlicht- oder Blaulichtlaser-Medien, MO und RAID-Systemen wurden im Rahmen der Diskussion genau beleuchtet. Was bei aller Technologie-Diskussion für viele Teilnehmer eine interessante Erkenntnis war: Nach wie vor setzen viele Unternehmen auf die Archivierung mit magneto-optischen Bändern (MO), teilweise gibt es sogar neue Projekte, in denen MO zum Einsatz kommt. Thomas Herzer, Projekt Manager für Zentral- und Osteuropa bei Plasmon Data Ltd., spricht von „einer beträchtlichen Anzahl von Installationen“.
Im Kommen ist aber inzwischen mehr und mehr die Blaulichtlaser-Technologie und damit die Speichermedien PDD von Sony beziehungsweise UDO von Plasmon. Die Frage, ob es denn eine klare Handlungsanweisung für Unternehmen gebe, auf die neueren Technologien umzusteigen, beantworteten alle Experten mit „ja“. Johann Deters, Geschäftsführer des Jukeboxherstellers ASM GmbH & Co. KG, empfiehlt Anwendern, sich schon bei der Installation einer neuen Technologie Gedanken darüber zu machen, welche Migrationsschritte in fünf bis acht Jahren begonnen werden sollen. Der Bedarf ändere sich mit den Möglichkeiten, eine Migration müsse sein, stimmten auch die anderen Diskussionsteilnehmer ein. Schließlich werde auch der räumliche Bedarf der Speicherlösungen immer geringer, so dass man seine Migrationspläne regelmäßig überdenken müsse. Der Zeitraum von acht Jahren für regelmäßige Veränderungen erschien allen Anbietern realistisch. Möglich seien aber auch „sanfte Migrationen“, bei denen die Geräte im Hintergrund ältere Medien auf neue Speichermedien umkopierten, wie es etwa Plasmon beim Umstieg von DVD zu UDO anbietet. Mark Lufkin, General Manager Sales & Marketing für IT-Peripherals, ist sich dennoch sicher, dass die MO-Technologie noch lange bei den Unternehmen im Einsatz sein wird. Unabhängig voneinander wollen alle Teilnehmer diese Technologie auf lange Sicht unterstützen.
Welche Speichertechnologie eignet sich nun am besten für das revisionssichere Ablegen von Firmendaten? Eine klare Antwort hierauf gibt es wohl nicht. Einig war man sich in der Storage-Circle-Runde aber darin, dass die vielfach favorisierten Festplatten keine realistische Alternative sind - trotz der geringeren Anschaffungskosten und des schnellen Zugriffs: „Wenn eine Festplatte 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche läuft und beansprucht wird, liegt die Lebensdauer bei nur drei bis vier Jahren“, rechnet Frank Gießler, Sales Manager IT-Products bei JVC Professional Europe Ltd., vor. Wettbewerber Plasmon gibt seinen Kunden auf die Lesbarkeit seiner Medien eine Garantie auf 50 Jahre. Thomas Herzer ergänzt einen weitere Aspekt: „Die Hardwareanbieter müssen einen sehr viel höheren Sicherheitsaufwand per Software betreiben, um nur annähernd eine solche Sicherheit zu erlangen, wie es sie mit einmal beschreibbaren Medien gibt.“
Als Trends im Speichermarkt sehen die Anbieter vor allem die E-Mail-Archivierung, die nicht nur wegen der Flut an gesetzlichen Vorschriften immer mehr an Bedeutung gewinnt, sondern auch aufgrund des immer größeren Datenaufkommens. „Der Anwender braucht Lösungen für das Archivieren und Wiederfinden von Mails, und wir geben sie ihm“, so Frank Gießler. Wilfried Beckmann, Geschäftsführer der DISC GmbH, nennt als weitere Trends den medizinischen Sektor sowie den Prozess des elektronischen Posteingangs. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Diskussion weitere Schwerpunkte in den Märkten CAD/CAM, Audio und Video sowie im Bereich Finanzdienstleistungen/Versicherungen gesehen. Vielfach werden heute PDFs auf den Jukeboxen abgelegt, die ein sehr viel kleineres Datenvolumen haben als die zuvor üblichen TIFF-Dateien. „Die Menge der Daten steigt, vieles wird heute auch in Farbe archiviert, früher waren es nur Graustufen“, erläutert Johann Deters. Seiner Meinung nach wachse die Menge der Daten allerdings nicht in gleicher Dimension wie die Kapazitäten der neuen Speichermedien. So will Sony in den kommenden drei bis vier Jahren Medien mit einer Kapazität von bis zu 200 Gigabyte auf den Markt bringen, wie Mark Lufkin erklärte. Auf der Roadmap von Plasmon stehen UDO-Medien der Generation 2 mit einer Kapazität von 60 Gigabyte, diese sollen in den nächsten 12 bis 15 Monaten entwickelt werden. JVC hat zur CeBIT ein eigenes Blue-Ray-Laufwerk vorgestellt und will die Kapazität von derzeit 50 auf 100 Gigabyte in zwei Jahren steigern.
Der 1. Storage-Circle wurde von der Wiesbadener PR-Agentur Walter Visuelle PR GmbH veranstaltet. Aufgrund des großen Medieninteresses sind weitere Round-Tables dieser Art in Planung.
Über die Agentur:
Die Walter Visuelle PR GmbH ist eine inhabergeführte Agentur, die PR-Dienstleistungen speziell für Unternehmen aus der IT- und Telekommunikationsbranche sowie neue Technologien anbietet. Sieben Mitarbeiter betreuen die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Bereichen Archivierung, DMS, Workflow, Storage, Security, E-Business, Internet, ERP und Standardsoftware. Die Agentur setzt unter anderem auf die Visualisierung von PR-Botschaften mit Hilfe aussagekräftiger Grafiken, Collagen und Fotos als Ergänzung der Pressetexte. Zu den Kunden gehören u.a. d.velop, ReadSoft, JVC Professional und Tropper Data Service.
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