(openPR) Vier Elemente der Freude
Es ist so einfach und doch wirksam: Lachyoga. Vielleicht fragen sich viele: „Warum sollen wir künstlich Lachen? Wir lachen doch auch schon so genug.“ Doch das ist nicht ganz richtig wie die Diplom-Sozialpädagogin Susanne Heidel auf dem 1. Deutschen Lachyoga-Kongress am ersten Maiwochenende in Horn-Bad Meinberg erklärte: „Während Kinder bis zu 400 Mal am Tag lachen, lachen Erwachsene im Durchschnitt nur 15 Mal.“ Heidel leitet in der Capella Hospitalis in Bielefeld, einer kleinen Krankenhauskapelle, die für Veranstaltungen offen ist, einen kostenlosen Lachclub. Doch was ist Lachyoga?
Lachyoga kombiniert vorbehaltloses Lachen mit Atemübungen aus dem Yoga (Pranayama). Dr. Madan Kataria, ein Allgemeinmediziner aus Indien hat 1995 in einem öffentlichen Park mit nur fünf Freiwilligen den ersten Lachclub gegründet. Heute gibt es weltweit mehr als 8000 Lachclubs in 80 Ländern. Sein Ansatz: Jeder kann Lachen ohne Grund, ohne Humor, Witze oder Comedy. Lachen wird hierbei als Körperübung in einer Gruppe simuliert; mit Augenkontakt und einer kindlichen Verspieltheit wandelt sich das Lachen schnell von einem bewusst herbeigeführten zu einem echten, ansteckenden Lachen. Doch auch schon beim künstlichen, initiierten Lachen werden dieselben positiven chemischen Reaktionen in Gang gesetzt. Der Körper schüttet Glückshormone (Endorphine) aus, er wird besser durchblutet, der Spiegel des Stresshormons Kortisol gesenkt und das Immunsystem gestärkt.
Eine, die anderen das Lachen wieder beibringt, ist Beate Schulze Bremer aus Lienen bei Osnabrück. „Die vier Elemente der Freude“ lautete ihr Beitrag beim Lachyoga-Kongress. „Auch Lachyoga entwickelt sich weiter und deshalb hat Madan Kataria neben dem Lachen drei weitere Elemente der Freude zum ursprünglichen Konzept hinzugefügt. Es sind Singen, Tanzen und Spielen“, erklärt Schulze Bremer. Lachyogis in Taiwan haben schon sehr früh damit begonnen, Singen und Tanzen mit den meist spielerischen Lachübungen zu kombinieren. Mit durchschlagendem Erfolg und so schwappte die Welle nach Japan über. „Motion creates Emotion“ also Bewegung ruft positive Gefühle hervor – das ist die Kernbotschaft, die diese Gruppen vermitteln“, erklärt Schulze Bremer. „Wer sich schlecht fühlt und trotzdem tanzt und singt, dem geht es innerhalb kürzester Zeit besser und wenn man diese in Lachen übergehen lässt, dann ist die Wirkung durchschlagend.“ Die Botschaft lautet deshalb auch, nicht erst singen, tanzen, spielen und lachen, wenn es einem gut geht, sondern die vier Elemente der Freude dazu nutzen, von der schlechten Stimmung runter zu kommen. Der Körper reagiert in jedem Fall positiv auf die Bewegungen – wie auch immer sie aussehen. Wer sich gut fühlt, verändert den Blick auf das Leben und seine Probleme.











