(openPR) Was SRH-Professor bei Prüfungsangst rät
Heidelberg, 04. Mai 2010
Bauchschmerzen, Zittern, schwitzige Hände – fast jeder Student wird mindestens einmal während seiner akademischen Laufbahn mit diesen Symptomen konfrontiert. Zugegeben, ein wenig Nervosität vor einer wichtigen Prüfung ist ganz normal und kann in gewissen Maßen sogar leistungssteigernd sein. Sie spornt an, sich mit der bevorstehenden Aufgabe auseinander zu setzen. Wenn Blutdruck und Herzfrequenz steigen, dann schärfen sich auch die Sinne. Vor allem in der Prüfungssituation selbst kann dies zu einer Steigerung der Aufmerksamkeit führen.
Doch manchmal können sich diese Reaktionen auch nachteilig auswirken, nämlich dann, wenn die Angst das normale Maß überschreitet und die Leistung dadurch beeinträchtigt wird. Über ein Drittel der deutschen Studenten leidet regelmäßig unter massiver Prüfungsangst. Meist beginnt diese nicht erst unmittelbar vor oder während der Prüfung, sondern beschäftigt die Betroffenen lange Zeit im Vorfeld. Bereits der bloße Gedanken an das bevorstehende Ereignis zerrt an den Nerven und lähmt regelrecht Konzentration und Erinnerungsvermögen. Hinzu kommen körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit.
Dabei gibt es einige Tricks und Kniffe, wie man Prüfungsangst effektiv entgegenwirken kann. Prof. Dr. Andreas Zimber von der SRH Hochschule Heidelberg kennt das Problem der Studierenden mit Prüfungsangst und weiß, worauf es ankommt. „Wichtig sind vor allem ein konsequentes Zeitmanagement und ein realistischer Lernplan“, so Zimber. „Auch ist es hilfreich, sich in der Prüfungsvorbereitung mit Kommilitonen abzusprechen. Nur so kann ein Vergleich gezogen werden, ob man mit seinen eigenen Erwartungen noch im Rahmen liegt oder sich möglicherweise zuviel zumutet.“
Auf keinen Fall sollte nur darauf geschaut werden, was noch zu leisten ist. Denn dann ist die Gefahr groß, dass man sich schon zu Beginn vom Lernstoff erschlagen fühlt und das Lernen schlimmstenfalls aufschiebt.
Was nicht überraschen dürfte: Ausreichend Schlummern kann Wunder bewirken. Denn Schlaf fördert die Verarbeitung von Informationen und hilft nachweislich, den Prüfungsstoff besser im Kopf zu behalten. Wer jedoch bereits unter einer ausgeprägten und chronifizierten Prüfungsangst leidet, dem reicht eine derartige Selbstherapie meist nicht. Hier empfiehlt Zimber die Unterstützung durch einen professionellen Therapeuten, der die Betroffenen schrittweise mit der Prüfungssituation konfrontiert und dabei hilft, Erwartungsängste abzubauen.










