(openPR) Ein Verbundprojekt zwischen Wirtschaft, Technologie-Beratung und Wissenschaft
Hamburg, April 2010. Handwerkskammern erkennen die Möglichkeiten von Web 2.0 und wollen ihre Betriebe unterstützen. Bisher nutzen Handwerksbetriebe das Internet kaum für ihr Geschäft. Und die fachlichen Diskussionen zum Thema Web 2.0 und Soziale Medien gehen an der Realität kleiner und mittelständischer Betriebe vorbei. Deshalb untersucht die effective WEBWORK GmbH, zusammen mit der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und Forschungspartnern, wie das Web 2.0 sinnvoll im Handwerk eingesetzt werden kann.
Web 2.0 – das ist das „Internet zum Mitmachen“: es bietet die Möglichkeit, sich öffentlich bekannt zu machen und sich leicht zu vernetzen. Web 2.0 – das ist eine neue Denkweise: miteinander etwas zu bewegen, miteinander über Grenzen hinweg Neues zu schaffen. Udo Kaethner, eCommerce-Berater der Handwerkskammer: „Bloggen, Twittern, sich vernetzen – die Möglichkeiten sind großartig. Es wird Zeit, dass das Handwerk diese mehr nutzt.“
Einen konkreten Bedarf, das Internet intensiv zu nutzen, sieht zum Beispiel ein Netzwerk von Weberinnen. Durch die Konkurrenz niedrigpreisiger importierter Ware ist der Lebensunterhalt mit hochwertigen handgemachten Stoffen kaum zu bestreiten. Dadurch ist das Handwerk beim Nachwuchs nicht attraktiv: das Weberhandwerk ist in seiner Existenz bedroht. Nun nutzt das Weberinnen-Netzwerk die Chance, sich mit Web-2.0-Technologien breiter aufzustellen, neue Vertriebs- und Akquisestrukturen zu schaffen und sich bekannter zu machen.
Ziel des Verbundprojekts ist es, die tatsächlichen Bedürfnisse und Bedingungen für Web 2.0 im Handwerk zu erkunden. Welche Unterstützung brauchen Handwerksbetriebe und welche Rahmenbedingungen können von Kammern und Innungen geschaffen werden?
Durch die Kooperation mit Web-2.0-Experten und wissenschaftlichen Partnern sollen darauf Antworten gefunden werden. Parallel zu einer Umfrage, die unter Handwerksbetrieben durchgeführt wird (auch online unter http://studie.kl2.org/), werden einzelne Handwerks- und Interessen-Gruppen gezielt beraten und technisch unterstützt. Die Umfrage soll einen Überblick darüber geben, wie Web 2.0 bisher im Handwerk bekannt ist und genutzt wird. Die Erfahrungen aus den begleiteten Gruppen sollen Hinweise zum erfolgreichen Einsatz von Web 2.0 und Anreiz für weitere Gruppen geben. Dieses Vorgehen ermöglicht es, passende Lösungen für den Alltag der Betriebe zu entwickeln. "Mit fertigen Konzepten aus der Schachtel schafft man das nicht ", so Dorina Gumm, Senior Consultant der effective WEBWORK.
Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch den Fachbereich Arbeits- und-Organisationspsychologie (AOP) der Universität Hamburg sowie durch das Institut für Sozialinformatik Bielefeld (ifs). Der AOP ist für die Umfrage und deren Evaluation verantwortlich. Im Rahmen des BMBF-Projekts krea-nets begleitet der AOP auch das Weberinnen-Netzwerk. Das ifs wird insbesondere die praktischen Erfahrungen der einzelnen Menschen mit den neuen Technologien evaluieren und bewerten. Dabei geht es sowohl um die Brauchbarkeit der Internet-Anwendungen als auch z.B. um die Wahrnehmung von persönlichen Rollen oder Arten der Zusammenarbeit.
Als Web-Spezialist hilft die effective WEBWORK der Handwerkskammer bzw. Betrieben und Arbeitsgruppen, den Nutzen von Web 2.0 zu bewerten: Aufgaben und Anlässe erkennen, die das Internet sinnvoll unterstüzen kann; Web-Anwendungen vergleichen und bereitstellen, die genutzt werden können; Aufwand und Vorteile der Webnutzung gegenüberstellen; Datenschutzfragen diskutieren und Riskien abschätzen. Die effective WEBWORK leitet das Verbundprojekt.
Web 2.0 im Handwerk nicht nur “irgendwie auszuprobieren” sondern mit professionellen Partnern gezielt einzusetzen und wissenschaftlich zu bewerten, ist bisher einzigartig.











