(openPR) Solarthermie effizient zur Kälteerzeugung einsetzbar / reines Wasser als Kältemittel / Kältepreisträgerin des Bundesumweltministeriums
Berlin, 29. April 2010 – Auf der diesjährigen Fachmesse „Intersolar“ (09.-11.06.2010) zeigt die Berliner InvenSor GmbH am Stand C2.279 eine hochinnovative Adsorptions-Kältemaschine zur „Solaren Kühlung“. Entwickelt und produziert in Deutschland, arbeitet das Gerät so effizient wie kein anderes: Bereits bei 65°C Antriebstemperatur wird fast 100 Prozent ihrer Leistung abgerufen – Weltrekord! Eine zweite Baureihe ist für den Einsatz in warmen Regionen optimiert und erlaubt den Betrieb mit hygienischen geschlossenen Rückkühlern.
Es handelt sich um eine Adsorptions-Kältemaschine, die mit Zeolithen arbeitet. Als Antriebsenergie dient Wärme aus thermischen Solaranlagen. Mit den entsprechenden solaren Kühlsystemen lassen sich im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen bis zu 80 Prozent Strom einsparen. Als Kältemittel dient reines Wasser, was nicht nur die Umweltfreundlichkeit deutlich steigert, sondern auch den Wartungsaufwand minimiert. Die InvenSor GmbH wurde für diese Produktinnovation 2009 mit dem Kältepreis des Bundesumweltministeriums ausgezeichnet.
Kälte aus Wärme
Gerade im Sommer, wenn solarthermische Anlagen ihre höchste Leistung erreichen, ist auch der Bedarf an Kühlung am größten. Und genau hier zeigt die InvenSor-Technik ihren Vorteil: „Der Clou unserer Adsorptions-Kältemaschine ist, dass sie solare Wärme als Antriebsenergie nutzen kann“, erklärt Sören Paulußen, einer der Geschäftsführer der InvenSor GmbH. Egal, ob in Wohn- und Bürogebäuden, Verkaufsräumen, Hotels, Pflegeeinrichtungen, im Lebensmittelhandel oder in Sportstätten – überall dort, wo Bedarf an Kühlung oberhalb von ca. 8°C bestehe, sei die umweltfreundliche Technologie einsetzbar, so der Ingenieur.
Die Technik
Adsorptionsanlagen von InvenSor greifen auf eine bewährte Technik zurück. Die zugrunde liegende Sorptionstechnik wurde bereits 1878 bei Weltausstellung in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt. Damals gelang es erstmals, mit einer durch Sonnenwärme angetriebenen Absorptionsanlage einen Eisblock zu erzeugen. Ähnlich funktionieren auch heutige Klimageräte: Durch die Verdampfung eines Kältemittels entsteht Klima-Kälte.
Absorptionskältemaschinen arbeiten mit flüssigen Stoffen wie zum Beispiel Ammoniak-Wasser-Gemisch. Bei modernen Adsorptionsanlagen kommen statt dessen hochporöse Feststoffe zum Einsatz. InvenSor ist es dabei gelungen, anstatt üblichen Silicagels so genannte Zeolithe einzusetzen. „Mit den auf niedrige Antriebstemperaturen und hohe Rückkühltemperaturen optimierten Maschinentypen“, so Paulußen, „gelingt es, sowohl Solarwärme, als auch Abwärme von industriellen Prozessen, Fernwärme und Blockheizkraftwerken (BHKWs) beim Erzeugen von Klimakälte zu nutzen.“
Die Geräte
Aktuell bietet die InvenSor GmbH zwei Arten von Adsorptions-Kältemaschinen an. Die InvenSor LTC (low temperature cooling) ist auf hohe Leistung bei niedrigen Antriebstemperaturen ab ca. 50°C ausgerichtet. Bereits ab 65°C erreicht sie nahezu 100 Prozent ihrer Leistung. Speziell für hohe Außentemperaturen ist die InvenSor HTC (high temperature cooling) konstruiert. Ihre Leistungsfähigkeit bei Rückkühltemperaturen bis über 40°C ist einzigartig. So kann auch bei Außentemperaturen von über 35°C auf wartungsintensive Nasskühltürme verzichtet werden. Die HTC-Anlage erreicht Ihre Nennleistung bei Antriebstemperaturen oberhalb von ca. 80°C. Sie kann Kältetemperaturen von ca. 4°C erreichen und ist so auch für den Betrieb in Kühlräumen geeignet.
Robust und langlebig
Invensor Kältemaschinen sind robust, wartungsarm und langlebig. Ein großer Vorteil von Adsorptions-Kältemaschinen besteht darin, dass sie im Gegensatz zu Absorptionsanlagen wenige bewegliche Teile, wie zum Beispiel Pumpen, enthalten. Dadurch verringert sich der Wartungsaufwand und verlängert sich die Lebensdauer. Die dicht verschweißte Edelstahl-Hülle kann wegen des einfachen Funktionsprinzips im Inneren des Sorptionsreaktors ohne Revisionsöffnungen ausgeführt werden. Weitere Infos unter www.invensor.com









