(openPR) Die Nassauischen Sparkasse (Naspa), Wiesbaden, hat zum sechsten Mal den Förderpreis Keramik ausgeschrieben. Zum Thema „Mixed Media – Keramik plus“ haben 344 Teilnehmer aus 44 Ländern ihre Bewerbungsunterlagen eingereicht. 123 Teilnehmer aus 31 Ländern wurden aufgefordert ihre Arbeiten für die Preisjury und die Ausstellung einzusenden. Die Preisträger stehen nun fest:
Yvonne Brückner (Deutschland) wird für ihre Arbeiten „Moving“ und „Set-up“ ausgezeichnet. Filmische Bilddialoge schaffen in einer lebendigen Zusammenstellung mit keramischen und nichtkeramischen Objekten ein Ensemble von Standbildern mit spezifischer Architekturterminologie. Als stimmiges Gesamtkonzept schafft sie monumental anmutende Assoziationen von über 5.000 Jahren Architekturgeschichte und menschlichen Bauens mit einfachsten Mitteln.
Ein weiterer Preis geht an Rebecca Maeder (Schweiz) Ihre kugeligen Objekte in „egyptian paste“ leben vom Zugriff auf verschiedene Materialien in ihrer Entstehungsphase. Sie belegt, begießt, modelliert oder tropft Porzellane scheinbar beliebig in unterschiedlicher Feuchte auf Materialträger wie Textil, Gummi Holz oder Kunststoff.
Eukeni Callejos (Spanien) Arbeit „…darling, will you shut up a little, please?“ kann sich als ein relevantes Objekt der Gegenwartskunst behaupten. Das in schwarzer Plastikfolie eingehüllte Sitz- und Liegemöbel, das Callejo direkt aus seinem privaten Wohnzimmer entnommen hat, wird unter dem Deckelverschluss einer großen, im Rauchbrand hergestellten keramischen gewölbten Form gehalten. Der Künstler schafft die neue Vision einer wundersamen und ungewohnten Anmut von „Fülle und Hohlraum“ mit keramischen und nichtkeramischen Gegenständen.
Die prämierten Objekte „round shaped form“ von Hana Novotna (Tschechische Republik) zeigen in ihrer ganzen Komplexität eine Komposition zwischen geheimnisvollem Chaos und strenger Ordnung. Minimalistisch und als flache Scheiben rational gehaltene Porzellanscheiben bieten langen, floralen Rohrbündeln Halt oder umfassen sie sogar. Den Übergang zwischen Porzellan und dem konstruierten strengen System von Bündelung des dünnen Rohrs aus Rotangpalmen unterlegt Novotna mit einer Schicht fluoreszierender Materials, das seine vielfältigen Lichtreflexionen je nach Lichteinfall mit der Dichte der Porzellanflächen und dem Strömungsverlauf des Rohrbündels spielen lässt.
Die zwei letztgenannten Arbeiten werden mit je 4.000 Euro prämiert. In einem eigenen Auswahlverfahren wurden die erstgenannten Arbeiten von KeramikerInnen unter 35 Jahren erstellt. Die Arbeit von Yvonne Brückner wird mit einem Preisgeld von 4.000 Euro bedacht. Der zweite Preis für Rebecca Maeder wird in Form eines Stipendiums in Höhe von 4.000 Euro vergeben. Die eingereichten Arbeiten werden in einer Ausstellung präsentiert. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 17. September 2010 erfolgt die Preisübergabe. Alle weiteren Informationen zur Teilnahme und zum Keramikpreis gibt es unter www.keramikmuseum.de
Zum 150. Geburtstag der Naspa im Jahre 1990 wurde der Förderpreis ins Leben gerufen, 2003 wurde er zum letzten Mal verliehen.








