(openPR) Der ursprünglich französische Rokokogarten zwischen der Lessingstadt Kamenz und der Pfefferkuchenstadt Pulsnitz feiert zusammen mit allen weiteren zehn Akteuren im Dresdner Heidebogen den 2. Tag der Parks und Gärten am 30 Mai 2010.
Bischheim gilt als ehemaliger Siedlungsort des Cunradus de Bischofesheim und war damit der Verweil- und Rastplatz des Bischofs.
Um 1752 entsteht unter der Besitzerin Sophie von Schleinitz aus dem ältest bekannten markmeißnischen Adelsgeschlechtern ein Park zum Rittergut im französischen Stil. Auf einem Rundgang durch den Park werden Zeitzeugen der frühen Gestaltung mit der Prägung der Jahreszahl von 1779 sichtbar.
Wissen Sie, was für ein Zeitzeuge gemein ist? Auch wenn Alter und Jahreszahl nicht übereinstimmen, so lässt sich aufgrund Standorttreue noch immer die Zeit darauf abbilden.
Erst ca. 130 Jahre später wechselt die Gestaltung des Gartendenkmals in Bischheim zu einem englischen Landschaftsgarten entsprechend der Ratschläge des Sächsisch-Königlichen Gartendirektors Johann Karl Friedrich Bouché. Er war ein Schüler des berühmten Gartengestalters Lenné und erweiterte auch den Großen Garten in Dresden mit dem Carolasee und gestaltete den Park zu seiner heute rechteckigen Form.
Die Familie von Bünau übernimmt mit Agnes von Bünau, geb. Carlowitz, ab 1872 das Rittergut samt Gärtnerei in Bischheim und besitzt dieses bis zum 2. Weltkrieg. Durch Brandstiftung verliert 1945 das Gut sein Herrenhaus und weitere Gebäudeteile.
Trotz verlorenem Herrenhaus wurden in mehreren Etappen und zuletzt ab 2006 Umbauarbeiten nach historischer Vorlage durchgeführt. Der Pavillon mit Statue ist ein Zeitzeuge der englischen Gartengestaltung und besteht seit 1880 auf einer Insel.
Diese und noch viele weitere Details und romantische Ansichten bietet der Park Bischheim zusammen mit den zum Teil bis zu 200 Jahre alten Gehölzen.
Sorgen Sie sich nicht, wenn eine Schlange Ihren Weg quert – Sie ist lediglich auf der Suche nach einer Erdhöhle und gehört genauso zu Park wie ein bereits lang vertrautes Schwanenpaar.
Zum Tag der Parks und Gärten blühen zahlreiche Azaleen und Rhododendren und laden auf einen genussvollen Frühsommertag ein.
Weiterhin erwarten Sie zum 30. Mai 2010 Gästeführungen ab 10 Uhr sowie das Parkkonzert von 15 bis 17 Uhr mit dem Spielmannszug aus Oberlichtenau (Teilnamepreis 5,00 €). Auf dem Großen Teich lassen sich die Klänge von Musik und Natur beim Gondeln genießen.
Mit ÖPNV erreichen Sie den Park Bischheim problemlos mit der Regionalbahn Dresden-Kamenz mit Haltepunkt in Gersdorf. Weitere Infos erhalten Sie dazu auch über die Fahrplanauskunft des Verkehrsverbund Oberelbe.
Ansprechpartner zum Park: Bürgermeisterin Frau Boden und Herr Hasselbach von Gemeindeverwaltung Haselbachtal, Tel.: 03578-309360,
Weitere Infos zu allen teilnehmenden Partnern beim Tag der Parks und Gärten finden Sie unter www.heidebogen.eu/gartenkultur













