(openPR) 2. Tag der Parks und Gärten im Dresdner Heidebogen:
Zum 30.Mai 2010 erleben Besucher im Schönfelder Schlosspark bei Thiendorf den größten Straußfarnbestand, den Sachsen zu bieten hat. Dabei ist dies nur ein Wesensmerkmal des verträumten Landschaftsgartens, der seit 1991 nach allen Regeln der Gartenkunst wiederhergestellt ist.
Zu jeder Jahreszeit erwartet die Besucher und Spaziergänger artenreiche Flora – zum Beispiel Rhododendron, der in schönen Farben blüht, Efeu, der sich wie ein Teppich ausbreitet oder Wilder Wein, der an alten Bäumen klettert und ein wunderschönes Rot ausstrahlt.
Das Schloss- und Parkensemble ist Eigentum der Gemeinde Schönfeld und wird durch den Förderverein Schloss Schönfeld 1996 e.V. seit 1996 entsprechend eines Nutzungskonzeptes vermarktet und mit zahlreichen Veranstaltungshighlights gefüllt. Unteranderem findet hier alljährlich die Hochzeitsmesse statt.
Zu den historischen Besonderheiten des Schlossensembles zählt die enge Verbindung zur alten Handelsstraße „Via Regia“ – auch als „Hohe Straße“ aus dem Mittelalter bekannt. Mit Ausblick auf die Sächsische Landesausstellung zu Via Regia in Görlitz 2011, nimmt Schönfeld damit, neben Großenhain, eine historisch bedeutsame Stellung ein.
So haben sich seinerzeit die Herren von Sconnefeldt (später Schönfeld) einen Abschnitt des Handelsweges gesichert und bauen vermutlich zur Wehr um 1216 eine Wasserburg. Der bestehende „Dicke Turm“, ein Relikt mittelalterlicher Baukunst, kennzeichnet deren einstigen Standort.
Im 15. Jahrhundert folgen die Familien "von Maltitz" und "Miltitz" als Lehnsträger. Die Vertreter des meißnischen Geschlechts, die auch Schloss und Park Oberau seinerzeit belehnten, teilen sich das Lehn mit den Herren von der Sahla, die noch im gleichen Jahrhundert beide Teile übernehmen und mit dem Bau von zwei Schlossanlagen als Massivbauten in den Formen der sächsischen Renaissance beginnen.
Nach drei Jahrhunderten übernimmt schließlich um 1765 der Kurfürstlich Sächsischen Kammerherr Carl Friedrich von Erdmannsdorf die Herrschaft und lässt den Wassergraben um das Schloss teilweise verfüllen. Drei Türme und Zwei Zugbrücken zum Schloss werden abgerissen.
Um 1882 beginnt mit der Übernahme des Schlossensembles durch den Freiherr von Burgk der Umbau von Schloss und Park. Er beauftragt den Dresdner Gartenbauarchitekten Max Bertram, der neben dem Schlossgarten, einen sogenannte Rosen- oder Ziergarten an der Westseite des Großen Schlosses anlegt. Der Rosengarten wird durch eine bereits wieder instand gesetzte Bruchsteinmauer im Osten und im Süden durch einen im Originalzustand erhaltenen sehr schönen schmiedeeisernen Zaun begrenzt. Ein guter Altbaumbestand bildet den Rahmen des Gartens. Besonders prächtig sind zwei Blut-Buchen.
Die heutige Ausdehnung von 6,7 Hektar des Gartens entspricht heute nahezu der ursprünglich Ausdehnung unter der Planung von Max Bertram. Viele interessante Details gibt es zur Geschichte von Schloss und Park zu berichten.
Um mehr darüber zu erfahren, lohnt sich ein Besuch zum Tag der Parks und Gärten am 30.Mai 2010.
Die Mitglieder des Fördervereins bieten ab 11 Uhr ganztägig Gästeführungen durch Schloss und Park. Highlights der Besichtigungstour liegen dabei im Auge des Betrachters. Unteranderem kann dabei die verschiedenblättrige Bertram-Eiche bewundert werden. Diese gibt es nur zweimal in Sachsen und beides Mal im Dresdner Heidebogen!
Für unsere kleinen Gäste bieten das Kasperle-Theater ab 15 Uhr sowie der Abenteuerspielplatz Spaß und Unterhaltung. Das Schlosscafe´ sorgt für Ihr leibliches Wohl und hat ebenfalls ab 11 Uhr geöffnet.
Ansprechpartner zum Park:
Förderverein Schloss Schönfeld e.V., Tel.: 035248-20360
Weitere Informationen zu allen teilnehmenden Parks und Gärten im Dresdner Heidebogen gibt es unter www.heidebogen.eu/gartenkultur













