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Blutegeltherapie beim Pferd - sympathische Blutsauger

20.04.201018:04 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
Bild: Blutegeltherapie beim Pferd - sympathische Blutsauger

(openPR) In der medizinischen Tradition waren Blutegel lange das wichtigste Handwerkszeug von Bader und Medicus. Aber auch als Hausmedizin wurden sie von der Bevölkerung eingesetzt. Durch Umweltverschmutzung und exzessiven Einsatz starben sie in Deutschland ungefähr gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus. Dies war etwa zur gleichen Zeit, als das Penicillin entdeckt wurde. Damit wurden die Egel zunächst überflüssig und verloren rasch an Bedeutung. In der Rückbesinnung auf die Natur erlebt der Blutegel heute eine kleine Renaissance. Denn sein Biss kann bei vielen Erkrankungen eine sehr heilsame Wirkung haben. Nach Auffassung der Naturheilkunde beruht die Wirkung der Blutegelbehandlung auf mehreren Faktoren: Als Erstes kommt es zu einer sofortigen lokalen Entlastung der erkrankten Körperregion durch das Absaugen der Blutstauung und der anschließenden wichtigen Nachblutung. Darüber hinaus gibt der Egel mit seinem Speichel verschiedenste Wirkstoffe in die Blutbahn, darunter die Blutgerinnungshemmer Hirudin und Calin sowie die entzündungshemmenden Bdelline und Egline. Diese bewirken unter anderem einen besseren venösen Abfluss, eine Beschleunigung des Lymphstromes, eine erhöhte Sauerstoffzufuhr, eine bessere Zellernährung, eine beschleunigte Zellerneuerung sowieein rasches Abklingen von Entzündungen. Längst hat die Wissenschaft noch nicht alle Inhaltsstoffe des Speichels in seiner Wirkungsweise bestimmen können, sodass über die bekannten hinaus noch weitere positive Effekte vermutet werden dürfen. Beim Menschen wird eine Blutegelbehandlung oft auf dem Gebiet der plastischen Chirurgie angewandt. Vor allem bei Transplantationen oder bei Hautverpflanzungen werden Egel eingesetzt, um mithilfe der Wirkstoffe im Egelspeichel die Wundheilung zu verbessern. Aber nicht nur beim Menschen, auch beim Pferd kann solch eine Behandlung verblüffende Erfolge haben. Die Therapie besteht einfach darin, dass der Egel an der entsprechenden Stelle angelegt wird. Er saugt sich dann fest und raspelt sich in wenigen Augenblicken schnell durch die Haut – und das ganz sanft, der menschliche oder tierische Patient empfindet dabei fast keinen Schmerz. Nach einem kleinen Aderlass von ca. zehn bis dreißig Milliliter Blut ist schon alles vorbei, der Egel löst sich von ganz allein. Bei der naturheilkundlichen Behandlung von Pferden sind Blutegel wichtige Helfer. Ihr Einsatz hat sich bei vielen Erkrankungen bewährt: Entzündungen, Verletzungen, schlecht heilende Wunden, Narben, Eiterungen und Nekrosen, Arthrosen und degenerative Veränderungen am Bewegungsapparat, insbesondere an Gelenken und Wirbelsäule, aber auch Nervenentzündungen und - degenerationen sprechen hervorragend auf die Behandlung an. Besonders erstaunliche Erfolge gibt es bei Hufrehe, Hufgelenks- und Hufrollenentzündungen sowie bei allen Arten von Sehnenverletzungen. Auch Hautprobleme und Ekzeme, soweit sie nicht von Parasiten verursacht werden, können rasch geheilt werden, ebenso Zahnfleischentzündungen oder Augenverletzungen. Bei frischen, neuen Erkrankungen, bei denen die Blutegel schnell zum Einsatz kommen, reicht häufig schon eine einzige Behandlung. Haben sich die Beschwerden über einen längeren Zeitraum festsetzen können, benötigt man entsprechend häufigere Anwendungen, die gegebenenfalls in eine ganzheitliche Therapie eingebettet sind. Pferde wie auch andere Tiere vertragen die Blutegelbisse sehr gut und sind dabei zumeist viel gelassener als ihre Besitzer. Offensichtlich hat es in der Evolution eine Art symbiontische Entwicklung gegeben. Man hört immer wieder, dass Wildtiere bewusst blutegelbesiedelte Gewässer aufsuchen, um sich „behandeln“ zu lassen. Blutegel bevorzugen für ihren Biss kranke Körperteile, sie werden von Symptomen wie Wärme der Haut oder pulsierende Durchblutung wie magisch angezogen. Dies ist vermutlich noch im Instinktverhalten unserer Haustiere verankert und sie tolerieren die kleinen Helfer ohne Probleme. Für die Blutegelbehandlung kommt Ihr Therapeut zu Ihnen in den Stall. Vor dem Egeleinsatz ist es wichtig, dass das Pferd nicht mit duftenden Shampoos gewaschen oder mit Insektenabwehr behandelt wurde, das schmeckt den kleinen Helfern nicht. Auch eine intensive Knoblauchfütterung des Patienten kann das erfolgreiche Beißen der Egel verhindern. Es ist möglich, aber nicht notwendig, dass die gewünschte Ansatzstelle rasiert wird. Am einfachsten ist es, nun einen lockeren Verband anzulegen, in den man die Egel hineingibt. Sie suchen sich dann selbst die beste Stelle aus und beißen rasch zu. Ein punktgenaues Ansetzen ist aber auch möglich, indem der Egel einfach mit der Hand an die entsprechende Stelle gesetzt wird. So kann man auch Akupunkturpunkte „egeln“. Eine Egelmahlzeit dauert zwischen 10 Minuten und 2 Stunden. Oft kann man schon während der Behandlung eine Besserung beobachten: Schwellungen werden kleiner, Hitze verringert sich, Schonhaltungen werden aufgegeben. Nach dem Abfallen der Egel kommt es zu einer Nachblutung, die man unter keinen Umständen stoppen sollte. Sie ist wichtiger Bestandteil der Wirkung, kann aber bei künstlicher Unterbrechung zu schweren Schwellungen bis hin zur Phlegmone führen. Der Blutegel gehört in die Hand des Therapeuten und ist nicht zur Selbstbehandlung geeignet, weil es durchaus auch Hinderungsgründe für den Einsatz geben kann. So muss zum Beispiel eine gesunde Blutgerinnung gewährleistet sein. Vorheriger Einsatz von Medikamenten oder auch eine Erkrankung könnten diese unter Umständen so verschlechtern, dass die Nachblutung zu gefährlich für das Tier wäre. Weitere Kontraindikationen, z. B. Tumore müssen berücksichtigt werden. Nur der Blutegeltherapeut kann den guten Verlauf der Nachblutung wirklich beurteilen, der Laie bringt sie oft zu früh zum Stillstand, dies kann zu den genannten Nebenwirkungen führen. Gerade in der Pferdebehandlung ist es besonders vorteilhaft, dass keine strikte Boxenruhe eingehalten werden muss, sondern gemäßigte Bewegung, wie etwa gewohnter Koppelgang oder Führen im Schritt, die Heilung noch beschleunigt. Damit vermeidet man Übermutsreaktionen, die ja oft, besonders bei Sehnenschäden, zu Rückfällen führen. Richtig eingesetzt ist der Blutegel ein ausgesprochen sicherer Therapeut und hilft oft noch bei anscheinend aussichtslosen Fällen. Stagnationen und Blockaden können gelöst werden und es setzt sehr rasch der Heilungsprozess ein. Der Therapeut bezieht seine Blutegel aus der Apotheke oder direkt vom Züchter. Der Blutegel ist in Deutschland als „Fertigarzneimittel“ eingestuft und darf für die Behandlung nicht wild gefangen werden. Eine Bezugsquelle für Blutegel ist die Biebertaler Blutegelzucht GmbH, www.blutegel.de. Übrigens: Das Wort „Egel“ leitet sich vom griechischen Wort „echis“ ab, was so viel wie „kleine Schlange“ bedeutet. Vielleicht bildet das alte Symbol der Heiler und Ärzte, der Aeskulapstab, überhaupt keine Schlange ab, sondern einen Blutegel? Dem sympathischen Blutsauger sei"s gegönnt!

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