(openPR) Bayerns Lokale sollen bald wieder früher schließen
Wenn es nach dem Willen des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) geht, sollen Bayerns Lokale schon bald wieder früher schließen müssen. Hermann will die Abschaffung der Sperrzeit rückgängig machen und forderte, dass die Bürgersteige spätestens um 1:00 Uhr wieder hochgeklappt werden müssen.
Als Grund für diesen Rückschritt gibt der Innenminister den "steigenden Alkoholmissbrauch" und die "Massiv anwachsende Gewalt" von Jugendlichen an. Unterstützung erhält Herrmann durch Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly und dessen Fürther Kollegen Thomas Jung, sowie von den CSU-Stadtoberhäuptern Siegfried Balleis (Erlangen) und Matthias Thürauf (Schwabach).
Doch damit nicht genug. Nach dem Vorbild Baden-Württembergs will die CSU auch eine Sperrzeit des Alkoholverkaufs an Tankstellen beschließen. Wilfried Blume-Bayerle, Chef des Münchner Kreisverwaltungsreferates, hält nichts von den neuen Verbotsplänen der CSU. "Dann trinken sie halt draußen weiter", so Blume-Bayerle lapidar.
Auch der Bundesverein Gastronomie und Genuss e.V. (BVGG) hat nur Unverständnis für die neue Bürger-Gängelung der CSU. Werner Niedermeier, stellvertretender Bundesvorsitzender des Vereins, sagte: "Hat die CSU nicht durch das Rauchverbot gelernt, als ihr die Wähler in Scharen davongelaufen sind? Oder meint die CSU ernsthaft, dass die nächste Wahl so weit weg ist, dass die Menschen die Verbote bis dahin wieder vergessen haben?"
Niedermeier weiter: "Die bestehenden Gesetze reichen völlig aus. Jugendliche dürfen sich um diese Zeit gar nicht mehr in Lokalen aufhalten. Wenn sie also verbotenerweise Alkohol konsumieren, dann machen sie das nicht in Lokalen, sondern auf privaten Veranstaltungen. Eine Sperrzeitverlängerung löst das vorgeschobene Problem des angeblich steigenden Komasaufens Jugendlicher also in keinster Weise, sondern schon wieder sollen nach dem Rauchverbot auf dem Rücken der Wirte Verbote installiert werden."










