(openPR) Kassel. Die Gesundheit Nordhessen (GNH) veröffentlicht am heutigen Montag die Qualitätsergebnisse 2009 ihrer Krankenhäuser im Internet. Daran lässt sich ablesen, wie erfolgreich die einzelnen GNH-Kliniken Patientinnen und Patienten bei wichtigen Krankheiten, etwa beim Schlaganfall oder beim Herzinfarkt behandeln. Die Ergebnisse sind Teil einer Datenauswertung von rund 100 Kliniken in Deutschland, die der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) angehören. Ziele von IQM sind es, die Qualität der Behandlung zu verbessern und Transparenz für Patienten und niedergelassene Ärzte zu schaffen.
„Wir wollen unseren Patienten die bestmögliche medizinische Versorgungen bieten“, so der GNH-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerhard M. Sontheimer. „Daher haben wir 2008 mit anderen Krankenhäusern verschiedener Träger die Initiative Qualitätsmedizin gegründet. Sie steht für Transparenz und das ständige Arbeiten an der weiteren Qualitätsverbesserung.“ Denn die Ergebnisse belegen einerseits die Stärken der Kliniken, machen andererseits aber auch Handlungsbedarf deutlich. Als eine der ersten Einrichtungen bundesweit hatte die GNH im Oktober 2009 ihre Qualitätsergebnisse veröffentlicht, nun sind die aktualisierten Daten abrufbar.
Für die Qualitätsmessung werden Routinedaten herangezogen, die im Klinikalltag ohnehin für die Abrechnung von Leistungen erhoben werden. Somit entsteht kein zusätzlicher Aufwand, die Daten sind manipulationssicher. Verglichen werden Parameter für bestimmte Erkrankungen beispielsweise die Zahl der behandelten Patienten und die Zahl der Todesfälle während des stationären Aufenthaltes. Sie werden für jedes beteiligte Krankenhaus mit dem Durchschnittswert aller IQM-Kliniken verglichen sowie mit Erwartungswerten, die unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht des Patienten bundesweit zu erwarten sind.
Den Ursachen für Abweichungen werden die GNH-Kliniken und alle an der Initiative Qualitätsmedizin beteiligten Krankenhäuser mit Hilfe des Peer Review-Verfahrens auf den Grund gehen. „Dabei setzen sich die verantwortlichen Klinikdirektoren mit chefärztlichen Kollegen (Peer Reviewern) aus anderen IQM-Kliniken zusammen, um gemeinsam kritische Patientenfälle auf mögliche Fehler in Abläufen und Strukturen zu analysieren“, so Sontheimer. „Damit werden Schwachstellen identifiziert und Maßnahmen zur Beseitigung festgelegt.“
Die Kliniken für Unfallchirurgie und orthopädische Chirurgie sowie für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des Klinikum Kassel hatten sich im Vorjahr bereits gemeinsam einem freiwilligen Review zum Thema „Versorgung von polytraumatisierten Patienten“ unterzogen. Chefärzte anderer IQM-Krankenhäuser haben dabei gemeinsam mit den Chefärzten des Klinikums das konkrete Vorgehen bei ca. 20 Patienten analysiert. Hierbei wurde dem Klinikum von den Peer-Reviewern die hohe Behandlungsqualität bestätigt und gleichzeitig empfohlen, die Dokumentationsqualität noch weiter zu verbessern, berichtet Prof. Dr. Michael Tryba, Chefarzt Anästhesiologie. So waren einzelne Behandlungsschritte in der Patientendokumentation nicht immer eindeutig nachvollziehbar.
Auch die Gesundheit Nordhessen hat Chefärzte zu Peer Reviewern ausbilden lassen, um in den IQM-Krankenhäusern diese Überprüfungen vornehmen zu können. Insbesondere durch diese intensive Arbeit an Qualitätsverbesserungen will IQM den Patienten eine immer noch bessere medizinische Versorgung bereitstellen.
Die Daten für die GNH-Kliniken sind unter folgenden Adressen zu finden:
www.gesundheit-nordhessen.de/iqm_kassel
www.gesundheit-nordhessen.de/iqm_arolsen
www.gesundheit-nordhessen.de/iqm_helmarshausen
www.gesundheit-nordhessen.de/iqm_hofgeismar
www.gesundheit-nordhessen.de/iqm_wolfhagen.
Weitere Informationen: www.initiative-qualitätsmedizin.de









