(openPR) Investment24 Research weist auf möglichen Dominoeffekt hin
Bäch b. Zürich, 15. April 2010 – Am vergangenen Wochenende hatten sich die Finanzminister der Euro-Länder und der Internationale Währungsfonds (IWF) nach wochenlangen Streitigkeiten darauf geeinigt, Griechenland finanzielle Hilfen zu gewähren. Der Mittelmeerstaat steht aufgrund der haushaltspolitischen Misswirtschaft der vergangenen Jahre bereits seit geraumer Zeit finanziell mit dem Rücken zur Wand. Die Verkündung des milliardenschweren Rettungspaketes führte am Montag (12. April) zu weiteren Kurssprüngen an den internationalen Märkten.
Der Dax stieg nach Handelseröffnung bis auf 6.285 Punkte und erreichte damit das Niveau von Anfang September 2008. „Diese Marke hat der deutsche Leitindex zuletzt vor dem Zusammenbruch von Lehman Brothers erreicht. Damit scheint an der Börse auf den ersten Blick das Schlimmste überstanden zu sein“, erklärt Bernd M. Otto, CEO der Investment24 AG. Auch der Euro konnte sich kräftig erholen. Die Gemeinschaftswährung legte zeitweise bis auf 1,3692 US-Dollar zu, nachdem sie in den Tagen zuvor noch ein Tief von 1,3267 US-Dollar erreicht hatte. Gleichzeitig gingen die Risikoaufschläge für griechische zehnjährige Staatsanleihen im Vergleich zu den deutschen Bundesschatzbriefen zurück. Auch die Risikoprämien für Kreditausfallversicherungen, mit denen sich Investoren gegen die Pleite des griechischen Staates absichern können, gaben kräftig nach.
Hintergrund dieser positiven Entwicklung an den Finanzmärkten war die Bekanntgabe der Finanzminister der Euro-Zone, Griechenland notfalls im ersten Jahr mit bis zu 30 Milliarden Euro an dreijährigen Krediten zu einem Zinssatz von rund fünf Prozent – und damit deutlich unter dem Marktpreis – zu unterstützen. Zusätzlich soll der IWF dem finanziell angeschlagenen Mittelmeerstaat unter die Arme greifen. Damit kann Griechenland auf Hilfen von bis zu 45 Milliarden Euro zurückgreifen. „Dies ist mehr als der gesamte Refinanzierungsbedarf des Landes in diesem Jahr“, konstatiert Bernd M. Otto von Investment24 Research und ergänzt: „Trotz dieser Rettungsmaßnahmen ist Vorsicht geboten. Zum einen kommt das Rettungspaket nicht überraschend, zum anderen bleibt das Thema langfristig negativ“.
Angeregt durch das Rettungspaket für Griechenland könnten auch andere Staaten der „moralischen Versuchung“ erliegen, die Verantwortung für die eigene Misswirtschaft auf die anderen EU-Staaten abzuwälzen. „Die Entscheidung, Griechenland finanzielle Hilfe zu gewähren, macht es quasi unmöglich, Spanien und anderen Euro-Ländern keine Hilfen zu geben“, kommentiert Bernd M. Otto. Somit besteht die Gefahr, dass auch der Euro bald wieder unter Druck geraten könnte.









