(openPR) Frankfurt, 28. Februar 2005 --- Interim Manager helfen Unternehmen in schwierigen Situationen. Sie kommen, wenn kurzfristig zeitkritische Projekte gestemmt werden müssen. In vielen Fällen geht es darum, betriebswirtschaftliche Probleme zu lösen oder Reorganisationen im Finanz- und Rechnungswesen durchzuführen. Doch das Image des „Feuerwehrmanns“ greift zu kurz: Viele Interim Manager setzen ihre Erfahrungen und ihr Wissen auch dazu ein, neue Geschäftsfelder zu entwickeln oder Unternehmenseinheiten zu optimieren. Sie sind Gestalter und Macher mit Weitblick. Doch wie effizient arbeiten die Interim Manager? Und warum lohnt sich für mittelständische Unternehmen der temporäre Einsatz von Experten?
Für Wilfried Kaufmann* war die Situation beängstigend: Der mittelständische Automobilzulieferer aus dem Schwäbischen gehörte jahrelang zu den ersten Adressen für Motorenkomponenten und Antriebsräder: Qualität „Made in Germany“ – ein nahezu perfektes Aushängeschild für den erfahrenen Diplomingenieur. Mit 450 Mitarbeitern war Unternehmer Kaufmann nicht nur einer der großen Arbeitgeber vor Ort sondern auch gern gesehener Gast bei den Veranstaltungen von Kammern und Verbänden. Doch dann kam die Konkurrenz. Erbarmungslos unterbot ein bis dahin unbedeutender Wettbewerber aus den Vereinigten Staaten die Preise des Mittelständlers und heimste einen Auftrag nach dem anderen ein. Die wirtschaftliche Situation des einstigen Vorzeigebetriebs verschlechterte sich rapide. „Zeit zum Handeln“, dachte sich Wilfried Kaufmann.
Unternehmen müssen flexibel reagieren
Ähnliche Geschichten finden sich viele im Wirtschaftsteil der Presse, sie sind für kleine und mittlere Unternehmer aber auch Konzerngesellschaften bittere Realität. Die unbändige Dynamik der globalen Märkte, der steigende Kostendruck und fehlende betriebswirtschaftliche Frühwarnsysteme treiben zunehmend Sorgenfalten auf die Stirn mittelständischer Firmenlenker. Vor Jahren schien die Wirtschaftswelt noch in Ordnung: Lieferant und Abnehmer kannten sich persönlich und Geschäfte wurden per Handschlag abgewickelt. Heute verändern sich die Gegebenheiten beinahe stündlich, Einkaufsabteilungen diktieren die Konditionen. Die Kommunikation ist schneller und einfacher geworden, Preisvergleiche sind über das Internet in wenigen Sekunden möglich und König Kunde erhöht den Preisdruck. Zusätzlich verstärken veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen den Handlungsdruck und machen zum Teil erhebliche Investitionen und Veränderungen erforderlich. Manche Unternehmen sind mit dieser Situation überfordert. Viele Manager sehen darin allerdings die Chance, die eigenen Prozesse zu hinterfragen und zu verbessern. Sie schaffen Raum für Innovationen und sichern dadurch nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Interim Manager sind Lotsen in rauer See
In vielen Fällen reichen die eigenen personellen und intellektuellen Ressourcen nicht aus, um schnell und effizient auf eine veränderte Marktsituation reagieren zu können. Fach- und Führungskräfte sind häufig bereits mit dem Tagesgeschäft ausgelastet. Sie sind daher nicht in der Lage, zusätzliche aber notwendige Projekte nebenbei zu erledigen, und so dem Veränderungsdruck offensiv zu begegnen. Der Trend zu schlankeren Belegschaften und einer höheren Produktivität macht deshalb häufig den Einsatz von erfahrenen externen Fachleuten und Managern auf Projektbasis erforderlich, die wissen was zu tun ist, wenn es schnell gehen muss. Sie werden landläufig Interim Manager genannt. Im Vergleich zu Unternehmensberatern setzen die Interim Manager im Unternehmen konkrete Projekte um und werden an den Ergebnissen gemessen. Diese gut ausgebildeten externen Manager – fast alle verfügen über einen akademischen Abschluss und viele Jahre Berufs- und Führungserfahrung – werden von einem auf Interim Management spezialisierten Unternehmen wie der Greenwell Gleeson GmbH rekrutiert, ausgewählt und für einen befristeten Zeitraum beim jeweiligen Auftraggeber eingesetzt. Ob als teamorientierter Integrator oder als Veränderungsmanager: Interim Manager realisieren Restrukturierungsmaßen, sie legen Unternehmenseinheiten zusammen, setzen Effizienzsteigerungs- und Kostendämpfungsprogramme um. Sie entwickeln und führen moderne Controlling-Instrumentarien ein, optimieren die betrieblichen Abläufe und unterstützen bei der Umstellung von Rechnungslegungsstandards oder dem Aufbau der internen Kontrollinstrumentarien. Sie leiten vorübergehend Fachabteilungen, stehen als Coach zur Seite und entwickeln neue Geschäftsfelder. Kurzum: Die hoch spezialisierten und vielseitigen Experten sind die Lotsen in rauer See.
Interim Manager setzen um
Für die Unternehmen bietet der Einsatz von Interim Managern nicht nur ökonomische Vorteile: Ausgestattet mit einer hohen sozialen Kompetenz, motivieren sie Teams und entlasten die Geschäftsleitung im wichtigen Tagesgeschäft. Und dabei arbeiten sie auch noch günstiger als klassische Unternehmensberater. Im Vergleich zu diesen Consultants sind Interim Manager operativ und umsetzungsorientiert ausgerichtet. Während Unternehmensberater überwiegend konzeptionell und strategisch arbeiten und am Ende eines Mandates lediglich Handlungsempfehlungen aussprechen, werden die externen Manager als Macher engagiert. „Probleme erkennen und zupacken“, lautet die Devise. Dabei greifen die Interim Manager auf Erfahrungen zurück, die sie in ihrer beruflichen Laufbahn und in unterschiedlichen Projekten erworben haben. Unternehmen profitieren vom Blick über den Tellerrand: Sie nutzen das interdisziplinäre Wissen und verfügen am Ende über Know-how, das sie vorher nicht hatten.
Interim Manager sind neutral
Bei den Mitarbeitern im Unternehmen ist der kurzfristig hinzugezogene Interim Manager nicht immer wohl gelitten. Er kommt oft überraschend, ist mit einer Reihe von Kompetenzen, meistens sogar mit einer Visitenkarte des Kunden, ausgestattet und häufig weisungsbefugt. Dieser Umstand wird natürlich misstrauisch beäugt. Dies ist ein Missverständnis, das leicht ausgeräumt werden kann. Interim Manager verfolgen keine eigenen oder politischen Interessen im Unternehmen. Dadurch bleiben sie neutral und verfügen über eine natürliche Glaubwürdigkeit. Interim Manager wissen um die Strukturen und Abläufe in nationalen und internationalen Unternehmen und können ihre Erfahrungen auf einer anderen Ebene einbringen. Wie Spurenleser erkennen sie Zusammenhänge und nehmen Stimmungen wahr, identifizieren Schwachstellen und entwickeln zielgerichtete Lösungen.
„Happy End“ im Schwabenland
Auch für Wilfried Kaufmann hat sich der temporäre Einsatz eines Interim Managers gelohnt. Der Mittelständler hat gemeinsam mit einem externen Fachmann einen umfangreichen Aktionsplan entwickelt und intern umgesetzt. Die gesamten innerbetrieblichen Abläufe wurden aufgenommen und auf Schwachstellen analysiert. Das Unternehmen konnte die Kosten - sowohl in Fertigung als auch Verwaltung - deutlich reduzieren. Die internen Prozesse und der Marktauftritt wurden optimiert und damit die Handlungsfähigkeit nach innen und außen wieder hergestellt. Die Einbindung der Belegschaft in alle Phasen des Projektes sorgte für nachhaltige Akzeptanz der eingeleiteten Veränderungen. Fit für den globalen Wettbewerb, befindet sich das Unternehmen heute wieder auf einem erfolgreichen Weg. Die Geschichte des Unternehmers aus dem Schwäbischen ist nur ein Beispiel für viele erfolgreiche Einsätze von Interim Managern. Sie macht deutlich, welche Vorteile der temporäre Einsatz von externen Experten bietet. Die Flexibilität der Unternehmen im harten internationalen Wettbewerb wird erhöht und die Fixkosten werden nicht belastet. Wer Interim Manager einsetzt, erweitert seinen Erfahrungshorizont über variable Kosten, hält die Personalkosten gering und akkumuliert „Know-how“. Und das nicht nur im Schwabenland.
Detaillierte Informationen zum Thema gibt es unter www.greenwellgleeson.de.









