(openPR) Welche wirtschaftliche Bedeutung wird Osteuropa in der Zukunft haben – als Markt, als Energielieferant, als wirtschaftlicher Akteur? Wie stabil wird es sein? Wie wird das Verhältnis Russlands zur EU aussehen? Wohin werden sich die anderen Staaten der Region orientieren? Welcher Teil Osteuropas wird zur EU gehören – und welche Auswirkungen wird dies auf die Entwicklung der gesamten EU haben?
Viele Unsicherheiten kennzeichnen die Entwicklung der Region zwischen Oder und Bug. Daher lag es auf der Hand, deren langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten mit Hilfe von Szenarien vorauszudenken. Dabei war es nicht das Ziel der ScMI AG, im Sinne einer Prognose eine exakte Zukunft abzubilden. Vielmehr entsteht ein „Denkwerkzeug“, mit dem Entscheider die Konsequenzen unterschiedlicher Möglichkeiten vorausschauend durchspielen und sich für die Zukunft besser gerüstet aufstellen können.
Für die ScMI AG lag die Herausforderung bei der Erstellung der Szenarien vor allem darin, die Balance zwischen übergreifender Perspektive und hinreichend konkreter und spezifischer Sichtweise zu finden. Die Szenarien betrachten die Entwicklung einzelner Teilregionen wie den derzeitigen EU-Mitgliedsstaaten und dem restlichen Osteuropa und beziehen auch spezifische Regionen wie den Balkan und den Kaukasus ein. Gleichzeitig bilden sie aber – mit Ausnahme Russlands – keine spezifischen Entwicklungen einzelner Länder ab. Insgesamt sind in dem Szenarioprozess sechs Zukunftsbilder entstanden:
Szenario 1: Vom Atlantik bis zum Ural. Ganz Osteuropa profitiert vom neuen Dreiklang „EU-Russland-USA“.
Szenario 2: Erweiterte EU als Schutzschirm im Konflikt mit Russland. „Erfolgsmodell EU“ von Lissabon bis zur Krim.
Szenario 3: Geschlossene Gemeinschaft. Konsolidierte EU ist sich selbst genug.
Szenario 4: Europa als Verlierer – auch Osteuropa fällt zurück. Langanhaltende Stagnation, geringe Akzeptanz der EU und hohe Abhängigkeit von Russland.
Szenario 5: Der Westen koppelt sich ab. Desintegration der EU und Rückfall Osteuropas.
Szenario 6: Rückkehr in den russischen Hafen. Der neue Eiserne Vorhang am Bug.
Eine Zusammenfassung der Szenarien steht unter www.scmi.de bereit.









