(openPR) Bern / Burgdorf - Man sagt "Zigeuner" hätten dieses Instrument mitgebracht. Aus Persien ins Appenzell. Dort ist es im 16. Jahrhundert aufgetaucht und hat sich zum typisch charakteristischen Instrument der Appenzeller Musik entwickelt. Über die ersten Hackbretter in der Schweiz liest man jedoch 1447 in Ratsbüchern von Zürich, oder in Gerichtsprotokollen z.B. vom 24. April 1631 aus Bern, wo berichtet wird, man habe verbotenerweise zum Hackbrett getanzt.
Doch das Trapezförmige Instrument hat sich schon viel früher in Europa festgesetzt. Das zurzeit älteste Zeugnis eines Hackbrettes in Europa ist aus dem Jahr 988 und findet sich auf einem Bild in der Hofkapelle des Bischofs von Canterbury im Süden Englands. Vom Appenzell, Wallis, Bayern, Tirol, über England, Griechenland, Ungarn Rumänien und Weissrussland, das Hackbrett scheint überall – als Inbegriff der urigen Volksmusik aufzutauchen.
Jetzt feiert das Engelsinstrument Renaissance. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert hat das Hackbrett kontinuierlich an Popularität gewonnen, auch zeitgenössische Komponisten wie Klaus Huber, Heinz Holliger, Alfons Zwicker und der Schweizer Daniel Ott, haben für das Hackbrett komponiert. Aus sämtlichen Stilrichtung des klassischen Repertoires gibt es heute Bearbeitungen – viele von ihnen noch nicht publiziert und manchmal schwierig zu erhalten. Nun wird das Instrument zunehmend auch in der populären Musik, vor allem im Jazz Entdeckt.













