(openPR) Köln, 31. März 2010:
Am Nachmittag des 17. April ist es soweit. Die Kölner Verbraucher werden ein neues Kapitel aufschlagen und beweisen, dass durch bewusstes und koordiniertes Kaufverhalten die Umwelt geschützt werden kann. Beim ersten Kölner Carrotmob werden hunderte Konsumenten durch ihren Einkauf ein Zeichen setzen. 75 Prozent von allen Artikeln, die im Obst und Gemüse Land in der Zülpicher Straße 307 gekauft werden, werden direkt in CO2-
reduzierende Maßnahmen investiert.
Der Kölner Carrotmob ist das Resultat wochenlanger Vorbereitungen. Zunächst wurden dutzende Einzelhändler in Köln angesprochen, um denjenigen Laden festzustellen, der den höchsten Einsatz für den Umweltschutz zusagt. Aus diesem Wettbewerb ging letztlich das Obst und Gemüse Land des Inhabers Necmettin Izci als Sieger hervor. Er hat sich bereit erklärt, 75 Prozent seines Tagesumsatzes in Umweltschutzmaßnahmen zu investieren. Im Gegenzug wirbt das Kölner Carrotmob Team umweltbewusste Kunden für die Aktion an, um so den Tagesumsatz zu vervielfachen.
Das ist das Prinzip eines Carrotmobs. Zuckerbrot statt Peitsche. Oder carrots anstatt sticks, wie es im Englischen heißt. Der Erfinder des Carrotmobs, der Kalifornier Brent Schulkin, hatte es satt zu zusehen, wie Lobbyisten die politische Agenda beeinflussen und Warenboykotte einfach ausgesessen werden. Die Lösung fand er darin, dass Unternehmen fast alles für Geld tun. Nicht nur werden Wälder gerodet und die Luft verschmutzt um höhere Gewinnmargen zu erzielen. Nein, es werden auch Wälder aufgeforstet und Filtersysteme angeschafft, um mehr Gewinn zu erzielen. Hier setzt der Carrotmob an. Um das Unternehmen zu belohnen, dass bereit ist den
Forderungen der Konsumenten nachzukommen, wird eine Masse von Kunden, der "mob", geworben und so der Unternehmensumsatz deutlich gesteigert.
Für das Obst und Gemüse Land in Sülz hat das Carrotmob Team einen Energieberater gesucht, der den Betrieb auf Energieeinsparungspotenziale hin durchleuchtet. Die co2online gGmbH hat zugesagt diese Unterstützung im Rahmen ihrer „Klima sucht Schutz“-Kampagne kostenfrei zu leisten. Eine erste Begehung des Lebensmittelladens mit Energieberater Michael Krasa ergab vielzählige Möglichkeiten die Ökobilanz des Geschäftes zu verbessern. Eine Erneuerung des Kühlraumes, des Beleuchtungssystems oder der Kühlaggregate bietet viel Potenzial, um den ökologischen Fußabdruck des Obst und Gemüsehandels zu verringern.
Das Event am 17. April soll genug Geld einbringen, um für diese Investitionen den Grundstein zu legen. Frühere Carrotmobs in Berlin, Bonn und München konnten in ihren Partnerläden Rekordumsätze erzielen. Das Kölner Carrotmob Team möchte diesem Beispiel folgen. Dafür werden am Aktionstag, neben musikalischer Unterhaltung, spezielle Angebote für die Kunden bereit gehalten. Nun sind die Kölner Verbraucher dazu aufgerufen, dem Carrotmob zum Erfolg zu verhelfen. Jeder Einkauf im Obst und Gemüse Land trägt dazu bei, den Umweltschutz in Köln voranzutreiben.







