(openPR) Wir schreiben das Jahr 2008 und wieder einmal wird es laut im ländlich, verträumten Urbach (20 Km östlich von Stuttgart).
Als erste Band an diesem ersten Festivaltag starteten Spirit of the Future Sun mit einer Mischung aus sehr melodischen Klängen, im mittleren Tempobereich. Kurz darauf wurde es härter und Lamagra, aus dem lokal gelegenen Schorndorf, überzeugten mit ihrer Mischung aus Death- und Thrash Metal. Dieses Mal ging auch alles gut beim Auftritt. Die Leute hatten Spaß und die Anlage hielt der Power stand. Im Gegensatz zum letzten Mal, vor zwei Jahren, als nach dem 3. Song die PA verstummte. Doch dieses Mal hielt der Donner bis zum Ende. Mit ihrem Mottospruch „Weniger Melodie…“ jagten Sore über die Bühne mit markanten, tiefem Gesang, hartem Death Metal und Grindcore. Ebenso beeindruckend war die Darbietung der jüngsten Teilnehmer des Festivals Hackneyed, welche in ihren jungen Jahren schon beachtliches zu leisten vermochten und das in einer der extremsten Musikrichtungen des Genres Metal, im Grindcore- / Deathmetal-Bereich. Nachdem die ersten Hemmungen im Publikum verflogen waren, wurde auch kräftig das Haar geschüttelt, in den vordersten Reihen. Langsam hörte die Sonne auf, die Sicht auf die Bühne zu versperren und es wurde angenehm kühl, doch nicht vor der Bühne. Eingeheizt wurde trotzdem von den Schweizer Thrashern Shadows Far. Als nächstes stürmten Varg die Bühne und ab hier wurde es richtig voll vor der Bühne, viele Haare flogen, viele schüttelnde und nickende Köpfe. Interessant war ihr „Corpse Paint“, welche eigentlich gar keiner war, sondern eine Mischung aus Schlamm und Kunstblut. Thrash vom Feinsten, lieferten uns die Jungs aus Frankreich, von Destinity. Etwas gediegener ging es dann bei Tyr zur Sache. In mittelalterlicher Stimmung und mit Viking Metal, mit mehrstimmigem Gesang und tiefen Gitarren rockten die Jungs von Tyr die Bühne und waren eine willkommene Abwechslung unter all den schmetternd, aggressiven Vorbands. Als Headliner ließen Evocation die Fetzen fliegen und sorgten für einen gelungenen Abschluss des ersten Festivaltages.
Am Samstag, überpünktlich um 12:40 Uhr, standen The Crestfallen auf der Bühne, um ihren Line Check zu machen und starteten kurz darauf mit einer Mischung aus Thrash und melodischen Death Metal. Kaum angefangen zu spielen, kamen auch schon die ersten verkaterten Gestalten aus ihren Zelten gekrochen und allmählich begann sich das Festivalgelände zu füllen. Überrascht haben mich May the Silence fail. Zwei Frontfrauen, eine für den Clean-Gesang, die andere für die Grunz-Vocals. Absolut professionell und es machte unheimlich Spaß diesem Hardcore-Gespann zuzuschauen. Genial war, wie das Publikum, durch Gestiken und durch Synchron-Bangen, animiert wurde. Alles war absolut sauber und synchron gespielt. Die Perfektion und den Spaßfaktor, merkte man auch an der Reaktion der Zuschauer. Vor der Bühne stand alles voll und es gab wildes Haareschütteln in den ersten 3 Reihen. Durch die Animation und die Musik an sich war es absolut animierend einfach mitzumachen und alle Sorgen um sich herum zu vergessen. Da konnten sich manch andere Bands eine Scheibe abscheiden. Auch Italien war vertreten und die Jungs von Kiju zeigten, was sie draufhatten. Ihr Stil, Hardcore / Thrash, animierte zum Mitnicken sogar das Sepultura-Cover „Roots Bloody Roots“ wurde zum Besten gegeben und passte perfekt ins Gesamtkonzept der Jungs. Der Platz vor der Bühne war übersäht von bangenden Gestalten. Auch Black Metal kann Stil haben, das bewies die Band Akrival. Auch die weibliche Bassistin passte gut ins Bild. Solos im Black Metal, noch dazu komplizierte Arpeggio-Läufe zeigten, dass Akrival alles andere war als einfallsloser Blackmetal. Danach rockten The Very End, Disparaged und Silent Decay das Festival und sorgten dafür, dass es vor der Bühne immer enger wurde und das trotz Sturm und strömenden Regen. Zum Glück ging alles gut und selbst der Regen ließ die Menge weiter feiern vor der Bühne, so als würden ihn die Leute gar nicht wahrnehmen. Torture Squad aus Brasilien brachten von ihrer weiten Reise nicht nur gute Laune und geniale Musik, sondern auch gutes Wetter mit und so schien die Sonne wieder, als die Jungs loslegten und mit ihrem perfekten brasilianischen Thrash, die Fans auf ihrer Seite hatten. Die Musik schlug ein wie eine Bombe, absolut präzise, aggressiv, auf den Punkt und hundertprozentig im Timing. Durch Showeinlagen wie „Synchron-Headbanging“ wurde das Publikum animiert, zusammen mit der Band die Haare fliegen zu lassen. Dass es auch lokale Bands gab, die einiges auf dem Kasten haben, bewiesen Davidian mit ihrem aggressiven Thrash Metal. Ein Highlight war wieder die Cover-Version des Songs „Davidian“ von Machine Head, bei der keiner mehr still auf der Stelle stand, sondern lautstark den Refrain mitgrölte: „Let freedom reign…“! Aggressiv starteten Dead Soil mit hartem Thrash Metal. Auch diese Band verstand es mit einer coolen Show, das Publikum zum Haareschütteln zu animieren!
Einige Jährchen auf dem Buckel hatten auch Sinister aus den Niederlanden. Ihr melodischer und aggressiver Brutal-Death-Metal ließ die Menge toben. Vor der Bühne war es brechend voll. Als gelungenen Schluss des Festivals gaben Hatesphere uns die Ehre und beendeten somit zwei geniale Tage voller harter Musik, Party und Spaß.
Besonders dieses Jahr war ein Internet-Café-Stand auf dem Festivalgelände, wo man über mehrere Rechner (Laptops) ins Internet gehen konnte (per Satellit). Eine sehr originelle Idee. Außerdem gab es ein Autogramm-Zelt, wo jede Band, nach vorheriger Absprache, nach dem Konzert noch eine Zeitlang anzutreffen war und man ein Autogramm erhalten konnte, eine echt tolle Möglichkeit, als Fan den Stars noch einmal so richtig nah zu sein.
Ein nachträglich, riesiges Dankeschön an das Organisations-Team Micha Weidler, Alex Schniepp und Robert Costa und natürlich an die Helfer und an alle Zabbduschder-Besucher. Ohne euch alle wäre dieses geniale Festival nicht möglich gewesen! Auf dass es noch viele weitere Zabbaduschder geben wird.
Wer neugierig geworden ist, kann hier das komplette Review lesen:
http://www.hackisan.de/hackisan/reviews2.php?test=hacki6&my_review=6













