(openPR) Jettingen, 22. März 2010. Jeder Stellensuchende stellt fest, dass „eRecruiting“, die elektronische Bewerbung über die Internetauftritte von Unternehmen, immer häufiger anzutreffen ist. Aber welchen Zweck haben Sie und sind Sie von Vorteil?
Bei der gegebenen wirtschaftlichen Lage sind viele Arbeitnehmer auf Stellensuche. Verständlicher Weise findet man bei den größten Unternehmen auch das größte Stellenangebot. Gerade bei großen Unternehmen ist ein klarer Trend in Richtung eRecruiting festzustellen. Während es nach wie vor meist üblich ist seine Unterlagen per Email an die in der Anzeige aufgeführte Person zu senden, ist festzustellen, dass dies vor allem bei großen Unternehmen oft nicht mehr möglich ist. Die Lösung heißt eRecruiting. Das nach Mitarbeitern suchende Unternehmen stellt seine offenen Positionen auf der eigenen Homepage ins Internet und bietet gleichzeitig ein Bewerbungsportal an. Das sind elektronische Formulare, in die der Bewerber die geforderten Daten eintragen kann und muss sich dabei durch nicht enden wollende Fragen und exakt vorgegebene Felder durchkämpfen. Dem Internet-Freak wird das Herz anfangs höher schlagen, doch am Ende bleibt jegliche Individualität auf der Strecke. Das eRecruiting hat natürlich seine Vorteile, aber nach einem Test stellt sich heraus, einzig und alleine für den Arbeitgeber. Dieser kann nun die zahlreichen Bewerbungen – manchmal sind es 100 – 200 Bewerbungen auf eine Position - exakt und nüchtern vergleichen. Die Individualität mit der jeder Bewerber durch Gestaltung seiner Unterlagen, seiner Ausdrucksweise und seiner Formulierungen überzeugt und darstellt, dass er sich aufgrund seiner persönlichen Ausprägungen ganz besonders für die gewählte Position eignet, wird bei der ersten Sichtung, in der über eine Einladung zu einem persönlichen Termin entschieden wird, nicht mehr berücksichtigt. In solchen eRecruiting Portalen gibt es oft nicht mal einen Ansprechpartner. Wozu auch!?. Der eRecruiting-Bewerber wird vom Individuum zum Human Capital, vom Menschen zu einer Ressource.
Ein weiterer Nachteil liegt im massiv ansteigenden Aufwand für die Bewerber, wenn viele Bewerbungen erforderlich sind. Anstelle vorbereitete Unterlagen an die recherchierten Unternehmen zu senden, haben sie sich im eRecruiting jedesmal durch das Bewerberportal zu kämpfen.
Noch ein Punkt macht nachdenklich, der Datenschutz. Dieser ist nach internen Unternehmensgrundsätzen vorgegeben. Prüft man diese, so sucht man häufig vergeblich Hinweise, dass alle eingegebenen Daten gelöscht werden, wenn die Bewerbung nicht weiter verfolgt wird. In diesem Fall sollten die Daten nach spätestens 3 Monaten gelöscht sein.
In Summe: Die Vorteile von eRecruiting liegen eindeutig nur beim Arbeitgeber. Bewerber haben einen sehr hohen Aufwand, besonders bei mehrfachen Bewerbungen. Die Individualität bleibt auf der Strecke. Die Bewerber werden zu Human Capital. Der Datenschutz ist oft nicht hinreichend gelöst.
Fazit: Bewerber sollten sich die Frage stellen, ob Sie sich in dieser Form bewerben möchten! Wäre es nicht eine bessere Alternative, sich ein Unternehmen zu suchen, bei dem die Bewerbung über Email zugesandt werden kann, wo ein namentlich genannter Ansprechpartner angegeben ist und bei dem das Interesse, Bewerber mit Ihren individuellen Ausprägungen kennenzulernen, gezeigt wird?
Albert Lackner
Concilium® Management Consultants, Tel. 07452 8898-0, Web. www.concilium.de, Email










