(openPR) Das in Nordhessen ansässige Unternehmen Postberg+Co. Druckluftcontrolling GmbH zeigte im Rahmen seines „Tag der offenen Tür“ revolutionäre Innovationen im Bereich der Drucklufttechnik.
In begleitenden Fachvorträgen wurde darüber referiert und diskutiert, welche Energieeffizienz Potentiale im Bereich der industriellen Druckluft in der Praxis möglich sind.
Unter den mehr als fünfzig geladenen Gästen waren auch Vertreter der Universität Kassel, des Regionalmanagements Nordhessen und der Stadt Kassel. Der neugewählte Bürgermeister Jürgen Kaiser sprach von der Wichtigkeit von jungen und kleinen Technologieunternehmen für die Stadt Kassel und die stabilisierende Wirkung für den Arbeitsmarkt. Der Geschäftsführer des Regionalmanagements Holger Schach lobte das positive Umfeld der Region für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz: „Nordhessen bündelt durch die Clusterarbeit den gezielten Austausch mit der Wissenschaft und der Industrie“. Durch den Umzug des Firmensitzes der Firma Postberg+Co. im Januar 2010 an die Hochschule soll der wissenschaftliche Austausch erleichtert werden. Auch Studenten sollen die Möglichkeit finden hier während des Studiums Praxiserfahrung zu sammeln. „Natürlich sind uns auch Diplomarbeiten herzlich Willkommen“, so der Postberg+Co. Geschäftsführer Peter Otto.
Herauszuheben war die Beteiligung der Firma E.A.R.S Deutschland aus Bad Bevensen. Der Erfinder und Global E.A.R.S Inhaber Chris Bosua demonstrierte in einem mobilen Aufbau, wie durch geschlossene Druckluftkreisläufe bis zu 40 Prozent elektrische Energie bei der Drucklufterzeugung eingespart werden kann. Für diese Entwicklung wurde er vom Australischen Premierminister ausgezeichnet. Der gebürtige Australier lebt seit zwei Jahren in Deutschland, da der Markt für Energieeffizienz um ein vielfaches größer ist als in Australien. „In einem Markt der so hart umkämpft wird wie der Druckluftbranche, kann ich in Deutschland mit zunächst kleinen Marktanteilen erfolgreich wachsen“, so der Australier.
„Druckluft ist in allen Produktionsprozessen ein unersetzlicher Bestandteil. Selbst wie bei so alltäglichen Dingen wie der Herstellung von PKW-Reifen wird Druckluft benötigt“, so Hans-Joachim Schaller von der Firma Pirelli aus Höchst im Odenwald.
Auch die Beteiligung des niederländischen Unternehmen VOS Rotating aus Meppel zeigt das der Markt für Drucklufteffizienz ein internationaler ist. Der „Senior Consulter“ Gerard Hurink mit über 40 Jahren Berufserfahrung in diesem Bereich zeigte Lösungen, wie Druckluft als Contractinglösung hilft diese Einsparpotentiale „kostenneutral“ für mittelständische Unternehmen zu erschließen. Gemeinsam mit dem Gastgeber Postberg+Co. wollen E.A.R.S. und VOS Rotating ein Leuchtturmprojekt in der nordhessischen Region aufbauen, um der revolutionären Technologie zum Durchbruch zu verhelfen. Bisher war das Interesse an der Technik sehr groß, jedoch bei der Umsetzung erfährt der Australier auch viel Gegenwind von den Marktriesen der Kompressorenhersteller. Keiner der großen Kompressorenhersteller hat das Konzept bisher aufgegriffen.
„Klare unternehmerische Ziele in Bezug auf Energieeffizienz sind für Industrieunternehmen Voraussetzung für die Hebung dieser Potentiale“, so der Geschäftsführer Postberg+Co., Peter Otto, „die Druckluft hat in vielen Unternehmen Effizienzpotentiale von über 50 Prozent des momentanen Primärenergieeinsatzes. Leuchtturm Unternehmen wie SMA und Viessmann helfen dabei zu zeigen, dass eindeutige Ziele zum Erfolg führen. Beide Unternehmen wollen ihre CO2 Emission auf null reduzieren. Dabei wurden bereits über 40% fossiler Energie eingespart.“ Diesem Beispiel folgend will die Firma Postberg Unternehmen helfen dieses Ziel für die Druckluft zu erreichen: „Wenn fünfzig Prozent der Druckluftenergie eingespart werden kann, muss es möglich sein den restlichen Endenergiebedarf durch Erneuerbare Energien zu decken“.
Der neuentwickelte Druckluftzähler „standard102i AIRSAVER®“ vereint drei Funktionen in einem. „Hier verschmelzen Messtechnik und Energieeffizienz“, so der Erfinder und stellvertretende Geschäftsführer Hans-Jürgen Postberg. Das neue Produkt hilft Mittelständischen Unternehmen die Druckluftkosten zu messen, Schwachstellen zu erkennen und in den Nachtschichten die Druckluft für das ganze Werk abzustellen. „Im Kompressorraum macht zwar jeder das Licht aus, aber die Druckluftanlagen versorgen rund um die Uhr die Leckagen im Werk. Diese machen im Durchschnitt dreißig Prozent der Druckluftkosten aus, so dass für einen 1 bis 2 Schichtbetrieb hierdurch allein 15-20 Prozent eingespart werden können“, so Hans-Jürgen Postberg als Resumée.













