(openPR) Spiele müssen erschwinglich, umweltfreundlich, edukativ und instruktiv sein. Sie sollen fesseln und sozial vernetzen. Jeder spielt. Quer durch die Generationen soll voneinander gelernt werden. Das sind die Trends wie sie Spiele-Spezialistin Ryene Rice (toyinfo.org) auf dem Toyforum der diesjährigen Spielwarenmesse ausgemacht hat. Mit vollem Körpereinsatz soll beim Lösen verschiedener Aufgaben die Kreativität des Spielers gefördert werden.
Für die entsprechende Motivation sorgt dabei die passende Rahmenhandlung. Storytelling heisst das Zauberwort.
Dank Web 2.0 kann die Granny in San Francisco jetzt ihrem Enkel in New York virtuell eine Bettgeschichte vorlesen oder aber der Filius kann online reelle Preise gewinnen.
Bei Brettspielen kommen vermehrt 3D-Elemente zum Einsatz und Selbstverständlich sind „Massivley Multiplayer Online Games“ á la World of Warcraft weiter auf dem Vormarsch.
Konsequent zu Ende gedacht heisst dies: Im Westen nichts Neues.
Es ist noch gar nicht so lange her, da konnte man noch nicht so viel Spielzeug kaufen. Unter umständen musste man es sich selber bauen. Da wurde aus einer Zigarrenschachtel zuerst ein Ozeanriese und dann die Schatztruhe eines Piraten. Mit den Freunden wurde ein einsamer Bachlauf erforscht, Furten durchwatet und gegen Krokodile gekämpft, um herauszufinden, wo sich der Quelle des Nils befindet.
Auch soll es zu dieser Zeit schon mal vor gekommen sein, dass der Enkel mit Opa Karten gespielt hat.
Fast scheint es so, als würden wir die Möglichkeiten der modernen Gesellschaft nutzen, um die Auswirkungen zu bekämpfen, die wir ohne sie nicht hätten.
Fast so als hätten wir nach fast 6.000 Jahren das Spielen verlernt und müssten es nun von Grund neu erlernen.
Obwohl auf der diesjährigen Toyfair von 2625 Ausstellern aus der ganzen Welt eine schier unzählige Anzahl an Spielwaren präsentierten wurden, wird unser Spiel heutzutage immer ärmer.
Das liegt an der geringen gesellschaftlichen Akzeptanz der Notwenigkeit des Spiels auf der einen, wie auch der spielerischen Qualität der ausgestellten Produkte auf der anderen Seite.
Geht man nach den Vorhersagen der Trendforscherin Reyene Rice, dann liegt das Gartenbahnhobby voll im Trend:
Es bietet jede Menge Aktivität im Freien: Landschaften müssen gebaut und gestaltet sowie technische Probleme gelöst werden. Dies fördert nicht nur die Kreativität, sondern der Spieler lernt auch dabei. Richtig Spass macht das Ganze aber erst, wenn man ihn mit jemandem teilen kann. Vorzugsweise jemand der jünger oder älter ist. Auch beim Thema Storytelling lässt sich dem Hobby etwas abgewinnen:
Je nachdem für welche Epoche oder Thematik man sich entscheidet ergeben sich unzählige Spielsituationen. Heutige Digitalsteuerungen ermöglichen es jedem Spieler in seiner Rolle voll aufzugehen. Daneben kann jeder selbst entscheiden, wie tief er in das Geschehen einsteigt und für welchen Aspekt des Spiels er sich entscheidet. Er wählt selbst, ob er lieber nur passiver Zuschauer, Lokführer oder Fahrdienstleiter sein will. Während sich die Echtdampffahrer mehr für das perfekte technische Zusammenspiel der Komponenten ihrer Maschinen interessieren, geht es den „Nietenzählern“ darum mit ihren modellen möglichst nahe an das „natürliche“ Vorbild heran zu kommen.
Auch GRÜN kann dieses Spiel sein:
Jeder legt selbst fest, wie umweltverträglich seine Baumaterialien oder sein Bahnbetrieb ist. Auf mancher Anlage wird die benötigte Energie im Kessel mit Solarzellen oder Kohle erzeugt.
Einzig an der globalen Vernetzung haperts noch. Es gibt zwar bereits zahlreiche Foren im Internet und viele Großbahner sind dazu über gegangen ihre Anlagen im Internet zu präsentieren, nur beim Echtzeitzusammenspiel feht es noch an entsprechenden Konzepten.





