(openPR) Über 60 namhafte Vertreter der Gegenwartskunst schreiben in Papier-, Wand- und Raumarbeiten die Geschichte des Urmediums aller Künste neu: Die Zeichnung
Ausstellungsdauer: 12.03. – 09.05.2010
Zeichnungen gehören zu den ältesten Zeugnissen menschlicher Kulturgeschichte. Käthe Kollwitz war eine der Protagonisten dieses Mediums, das nicht zuletzt durch ihr künstlerisches Werk Anerkennung als eigenständige Ausdrucksform in der Kunst erfahren hat. Jetzt präsentiert das Käthe Kollwitz Museum Köln in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste Berlin eine Übersichtsschau, in der lebende wie auch tote Akademiemitglieder der Sektion Bildende Kunst (u.a. Beuys, Horn, Tàpies, Uecker) in traditionellen, photographischen, digitalen Konzepten die Spannweite des aktuellen Zeichnungsbegriffs aufzeigen. Mit dem faszinierenden und aktualitätsbezogenen Blick in die Wandlungsfähigkeit des Mediums begeht das Käthe Kollwitz Museum den Beginn Ihres Jubiläumsjahres, in dem es auf 25 Jahre erfolgreiche Vermittlung der lebendigen Künstlerbiographie von Käthe Kollwitz zurückblickt.
Ein Teil der Exponate erfüllt die Erwartung, dass Zeichnen eine Sache von Stift, Griffel oder Feder auf Papier sei. Doch der zeichnerische Impetus hat längst auch auf die Malerei übergegriffen; und das Zeichnen im Raum ist nicht mehr nur eine Sache der Skulptur, sondern umfasst installative und konzeptionelle Arbeiten gleichermaßen, während die Bildhauer selber mit entschiedenen Formulierungen autonomen zeichnerischen Denkens aufwarten.
Photographische Beiträge machen deutlich, dass die anfängliche Bestimmung der Photographie als "Photogenic Drawing" nach wie vor aktuell ist. Daneben vermag der zeichnerische Gestus auch in unkonventionellen Materialien und alltäglichen Fundstücken ausgedrückt werden. Ebenso wird die Nähe der Zeichnung zur Schrift in manchen Arbeiten ausgelotet.
Die Ausstellung wird begleitet von einem umfangreichen Vortrags- und Führungsprogramm, das Sie auf unserer Homepage unter www.kollwitz.de finden.




