openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Kinderhospizdienst begleitet Familien mit todkranken Kindern

17.03.201014:16 UhrGesundheit & Medizin
Besiegelten die Zusammenarbeit für AMALIE: (sitzend von links) Dr. Berthold Broll (Vorstandsvorsitzender Stiftung Liebenau) und Klaus Weber (Geschäftsführer Malteser Hilfsdienst e. V. Baden-Württember
Besiegelten die Zusammenarbeit für AMALIE: (sitzend von links) Dr. Berthold Broll (Vorstandsvorsitzender Stiftung Liebenau) und Klaus Weber (Geschäftsführer Malteser Hilfsdienst e. V. Baden-Württember

(openPR) LANDKREIS RAVENSBURG/BODENSEEKREIS – Die Diagnose einer lebensbegrenzenden Krankheit beim eigenen Kind ist für eine Familie niederschmetternd: Danach ist nichts mehr wie es vorher war. Familien fühlen sich mit ihren eigenen Nöten oft allein gelassen. Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst AMALIE macht sich zur Aufgabe Familien im Raum Bodensee-Oberschwaben in dieser schwierigen Situation zu begleiten und zu unterstützen. Getragen wird der Dienst vom Malteser Hilfsdienst e. V. und der Stiftung Liebenau, die am 16. März den Kooperationsvertrag unterzeichneten.



Familien unterstützen und aufbauen

In Baden-Württemberg erkranken jährlich etwa 3 000 Kinder und Jugendliche schwer und lebenslimitierend. "Im Raum Bodensee-Oberschwaben gehen wir von jährlich 170 betroffenen Familien aus", erläuterte Bernhard Bayer, Leiter der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz (LAG) bei der Pressekonferenz zum Auftakt des Dienstes. Um betroffene Familien besser zu erreichen und zu unterstützen, fördert die Stiftung Kinderland für Baden-Württemberg den Ausbau der ambulanten Kinderhospizarbeit. Die LAG hat den Auftrag bis 2011 verstärkt Initiativen vor Ort zu ermutigen und zu unterstützen, Begleitungsangebote für betroffene Familien aufzubauen.

Zwei Träger bringen Erfahrungen ein

Im Raum Bodensee-Oberschwaben übernimmt diese Aufgabe nun der "Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst AMALIE" - eine Kooperation des Malteser Hilfsdienstes und der Stiftung Liebenau. "Die Malteser in Baden-Württemberg besitzen seit über zehn Jahren Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhospizarbeit", erklärte der Geschäftsführer Klaus Weber vom Malteser Hilfsdienst Baden-Württemberg. Mit der Stiftung Liebenau arbeite man schon seit Jahrzehnten gut zusammen.

Für die Stiftung Liebenau ist die Gründung des Dienstes ein weiterer Baustein im "Liebenauer Netzwerk Familie". Unter diesem Dach sind verschiedene Angebote vereint, wie etwa die sozial-medizinische Nachsorge oder die mobile Kinderkrankenpflege. Außerdem ist die Stiftung Liebenau an dem stationären Kinderhospiz in Bad Grönenbach bei Memmingen beteiligt. "Mit diesen übergreifenden und vernetzten Angeboten möchten wir Familien vor allem in schwierigen und belastenden Situationen unterstützen. Durch die Kooperation mit den Maltesern können wir effizient und zielgerichtet arbeiten", erklärte Dr. Berthold Broll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Liebenau.

Ambulante Kinderhospizdienste gibt es im Süden Baden-Württembergs bereits im Landkreis Konstanz, in Ulm und in Bad Grönenbach.

Ehrenamtliche für hochsensible Aufgabe

Die Koordinatorinnen von AMALIE, Elisabeth Mogg und Christiane Röhner wollen künftig vernetzt und übergreifend mit diesen Diensten arbeiten. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehört im Moment, einen Stamm von Ehrenamtlichen aufzubauen und diese auch entsprechend zu schulen. "Kinderhospizarbeit ist ein sehr sensibles Thema. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von uns sorgsam ausgewählt", betonten die beiden einhellig. Ebenso sensibel werden sie die Ehrenamtlichen dann für die Einsätze in den betroffenen Familien auswählen.

Ist ein Kind schwer erkrankt, rückt bei der Begleitung die gesamte Familie in den Fokus. Die Unterstützung kann dabei viele Gesichter haben. Ehrenamtliche kümmern sich um das kranke Kind ebenso wie um die Geschwisterkinder oder die Eltern. An oberster Stelle steht "Zeit zu haben": zum Spielen, zum Vorlesen, für die Hausaufgabenbetreuung, für Gespräche oder für die Begleitung zum Arzt.

Bei der Unterstützung von Familien ist der Kinder- und Jugendhospizdienst nicht nur auf ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen, sondern auch auf Spenden, da die entstehenden Kosten nicht refinanziert sind. Einen Kinderhospizdienst aufzubauen dauert rund drei Jahre, so die Erfahrung der LAG. Für die beiden Landkreise Ravensburg und Bodenseekreis rechnen die Verantwortlichen mit etwa 30 Familien, die den Dienst laufend in Anspruch nehmen werden. Für deren Begleitung ist ein Stamm von etwa 50 bis 60 Ehrenamtlichen notwendig.


Ansprechpartnerinnen für betroffene Familien und für an einem Ehrenamt Interessierte:

Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst AMALIE
Elisabeth Mogg / Christiane Röhner
Ettishoferstr. 3
88250 Weingarten
Telefon: 0751 36613-33
E-Mail
www.kinderhospizdienst-amalie.de


Spendenkonto
Spendenzweck: AMALIE
Stiftung Liebenau
Sparkasse Bodensee
Bankleitzahl 690 501 01
Kontonummer 209 944 71

Text und Bild: Anne Oschwald

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 409155
 2132

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Kinderhospizdienst begleitet Familien mit todkranken Kindern“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Stiftung Liebenau

Bild: Pflegereform: Was meint die Stiftung Liebenau?
Pflegereform: Was meint die Stiftung Liebenau?
MECKENBEUREN-LIEBENAU – Eigenanteile deckeln, häusliche Pflege verbessern: Das sind zwei der neuen Ideen für eine Pflegereform, die Gesundheitsminister Jens Spahn im Oktobervorgelegt hat. Die Stiftung Liebenau begrüßt die Vorschläge, sieht allerdings deutlichen Verbesserungsbedarf, wie Vorstand Dr. Berthold Broll im Interview mit regioTV erläutert. Bausteine zur Verbesserung Ein wichtiges Ziel der sechs Milliarden Euro schweren Reform ist es, Pflegebedürftige zu entlasten. Ihr Eigenanteil am Pflegesatz in der stationären Pflege soll künftig…
Bild: Vom „Wohnheim“ zu technischen Assistenzsystemen – 30 Jahre Altenhilfe der Stiftung Liebenau
Vom „Wohnheim“ zu technischen Assistenzsystemen – 30 Jahre Altenhilfe der Stiftung Liebenau
MECKENBEUREN-LIEBENAU – Aus heutiger Sicht scheint Altenhilfe vor 30 Jahren wie aus einer anderen Zeit. Denn seither hat sich viel verändert: 1990 bildete die Übernahme vom Haus St. Antonius in Friedrichshafen den Beginn der Altenhilfe bei der Stiftung Liebenau. Heute gehören 34 Häuser der Pflege, 29 Mehrgenerationen-Wohnanlagen nach dem Konzept „Lebensräume für Jung und Alt“, das Angebot ServiceWohnen, Sozialstationen sowie weitere differenzierte Angebote dazu. Häuser für Mägde und Knechte Steffi Müller-Jöhnk arbeitet seit 30 Jahren im Ha…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Ambulanter Kinderhospizdienst erhält 1000 Euro Spende von Softwarehaus TEAM
Ambulanter Kinderhospizdienst erhält 1000 Euro Spende von Softwarehaus TEAM
Eine Spende in Höhe von 1.000 Euro nahm der Ambulante Kinderhospizdienst Paderborn-Höxter vom Softwarehaus TEAM aus Paderborn entgegen. Der Dienst wurde 2006 gegründet und versteht sich als Lebensbegleitung für Familien mit unheilbar kranken Kindern. Wenn ein Kind krank ist, leiden die Eltern und Geschwister mit. In besonderem Maß gilt dieses, wenn es …
Bild: educcare unterstützt Kinderhospizdienst in Köln
educcare unterstützt Kinderhospizdienst in Köln
Ab dem 15. Dezember 2011 übernehmen die educcare Bildungskindertagesstätten für drei Jahre die Leasingrate eines Fahrzeugs des Ambulanten Kinderhospizdienstes Köln. Marcus Bracht, Gründer und Geschäftsführer bei educcare: „Es sind zumeist gesunde Kinder, die in unsere Kindertagesstätten gehen. Wir begleiten sie in den ersten Jahren ihres Lebenswegs, …
Bild: Benefiztrödeln am Unicenter - Schnäppchen, Spaß und Gutes tun
Benefiztrödeln am Unicenter - Schnäppchen, Spaß und Gutes tun
Der ambulante Kinderhospizdienst Köln lädt zum großen Benefiztrödelmarkt Am 3. Oktober heißt es: Trödeln was das Zeug hält – und das für einen guten Zweck! Aussteller zahlen keine Standgebühren, spenden aber die Hälfte ihrer Einnahmen an den ambulanten Kinderhospizdienst. Jeder erhält dafür auch eine steuerlich absetzbare Spendenquittung. Prominente …
Bild: Gorilla-Club unterstützt den Ambulanten KinderhospizdienstBild: Gorilla-Club unterstützt den Ambulanten Kinderhospizdienst
Gorilla-Club unterstützt den Ambulanten Kinderhospizdienst
… Faschingsverein Gorilla-Club Russenried feierte heuer sein 35-jähriges Bestehen. Seine Geldgeschenke zum Jubiläumsjahr im Wert von 885 Euro spendete der Faschingsverein dem Ambulanten Kinderhospizdienst AMALIE. Der soziale Dienst ist eine Kooperation der Malteser und der Stiftung Liebenau im Landkreis Ravensburg und Bodenseekreis. Botschafterin für den Ambulanten …
Bild: In der Kinderhospizarbeit sind auch männliche Paten gefragt
In der Kinderhospizarbeit sind auch männliche Paten gefragt
… Kinderhospizarbeit am 10. Februar schafft Aufmerksamkeit für die Situation von Familien mit einem unheilbar erkrankten Kind. Im Rahmen der Ravensburger Vesperkirche stellt deshalb der Kinderhospizdienst AMALIE seine Arbeit vor. Geduld und Zeit In aller Ruhe geht der zwölfjährige Mark die Regale im Spielzeugladen durch. Schon seit einer Stunde sucht er …
Bild: Sparda-Bank spendet 2.000 Euro für den Ambulanten Kinderhospizdienst AMALIE
Sparda-Bank spendet 2.000 Euro für den Ambulanten Kinderhospizdienst AMALIE
FRIEDRICHSHAFEN – Jedes Jahr unterstützt die Sparda-Bank mit Mitteln der Aktion „Sparda-Gewinnsparen“ gemeinnützige Projekte. In diesem Jahr wurde der Ambulante Kinderhospizdienst AMALIE, ein gemeinsamer Dienst von Stiftung Liebenau und Malteser Hilfsdienst, bedacht. "Enorm wichtig" Dem Team der Sparda-Bank Baden-Württemberg war schnell klar, dass die …
Bild: Neues Fahrzeug für den Ambulanten Kinderhospizdienst AMALIE im Landkreis Ravensburg
Neues Fahrzeug für den Ambulanten Kinderhospizdienst AMALIE im Landkreis Ravensburg
Ravensburg – 20.000 Euro für den Ambulanten Kinderhospizdienst AMALIE (einer Kooperation von Stiftung Liebenau und Malteser Hilfsdienst): Mit der großzügigen Spende der Volksbank Weingarten wurden ein neuer VW up! sowie Tankgutscheine und ein Familienausflug finanziert. „Für die Begleitung unserer Familien sind wir auf Spenden angewiesen und daher sehr …
Bild: Weihnachtsspende – Helfen statt schenken
Weihnachtsspende – Helfen statt schenken
Applied Security GmbH unterstützt den Ambulanten Kinderhospizdienst Miltenberg/Aschaffenburg Die Applied Security GmbH (apsec) spendet zu Weihnachten 2.500 Euro an den Ambulanten Kinderhospizdienst Miltenberg/Aschaffenburg und verzichtet dafür auf Geschenke an Kunden und Geschäftspartner. Der Kinderhospizdienst widmet sich mit ehrenamtlichen Helfern …
Bild: 10.875 Euro für die ambulante Kinderhospizarbeit
10.875 Euro für die ambulante Kinderhospizarbeit
Der ambulante Kinderhospizdienst AMALIE, eine Kooperation der Stiftung Liebenau und der Malteser erhält 10.875 Euro für die Begleitung von Kindern und deren Familien in Zeiten von Krankheit, Sterben, Tod und Trauer. Die Spenden stammen aus der Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ der Schwäbischen Zeitung und der Caritas Bodensee-Oberschwaben. Das …
Bild: Radio 7 Hörer spenden für Ambulanten Kinderhospizdienst
Radio 7 Hörer spenden für Ambulanten Kinderhospizdienst
MECKENBEUREN/LIEBENAU – 5.000 Euro aus der Aktion Radio 7 Drachenkinder kommen dem Ambulanten Kinderhospizdienst im Landkreis Ravensburg und Bodenseekreis zugute. Projektleiterin Ilona Leicht von Radio 7 Drachenkinder überreichte den Koordinatorinnen Elisabeth Mogg und Barbara Weiland im Schloss der Stiftung Liebenau einen Spendenscheck. Kinderhospizdienst …
Sie lesen gerade: Kinderhospizdienst begleitet Familien mit todkranken Kindern