(openPR) Barrierefreies Leben – oft Notwendigkeit, nicht Luxus.
Die elektrische Steuerung und Automatisierung von Rollläden und Sonnenschutzeinrichtungen wird in der breiten Öffentlichkeit noch oft als Luxus wahrgenommen. Dabei wird verkannt, dass diese unkomplizierte Bedienung für viele Menschen pure Notwendigkeit ist. Dafür verantwortlich sind einerseits Unfälle und Krankheiten, die die Bewegungsfreiheit und Kraft der Betroffenen erheblich einschränken, zum anderen der demographische Wandel.
„Für den Fachhandel wird das Verkaufsargument ‚Barrierefreiheit’ zunehmend wichtiger“, sagte Erwin Pauwels, Marketingleiter der Becker-Antriebe GmbH aus dem hessischen Sinn. Das Unternehmen bietet Rollladen- und Sonnenschutzantriebe, ebenso die dazugehörigen Steuerungen und Automatisierungen an. Sie ermöglichen es auch eingeschränkt bewegungsfähigen Menschen, selbstständig in den eigenen vier Wänden zurechtzukommen.
Krankheiten beeinträchtigen Bewegungsfähigkeit
Yves Preisler von der Firma „Optimus: Zentrum für Technische Orthopädie und Rehabilitation GmbH“ in Egelsbach erfährt jeden Tag, wie Menschen um ein selbstbestimmtes Leben kämpfen müssen. „Oft trifft einen Menschen und dessen Umfeld die Bewegungseinschränkung völlig unvorbereitet“, erklärt er. „Ein Schlaganfall kann beispielsweise dafür sorgen, dass Menschen nicht mehr richtig greifen können, ebenso ein Unfall.“ Der Schlaganfall zählt in Deutschland zu den häufigsten Erkrankungen und zu den häufigsten Ursachen für eine dauerhafte Behinderung.
„Es gibt auch Krankheiten, die zunehmende Bewegungseinschränkung nach sich ziehen, etwa Multiple Sklerose“, so Preisler. Sie ist in Mitteleuropa die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Schubartig treten unter anderem Taubheitsgefühle in Händen und Füßen auf, die im fortschreitenden Krankheitsverlauf nicht mehr ganz zurückgehen. „Orthopädiehilfsmittel und Rehabilitationsmaßnahmen sorgen dafür, dass solchen Patienten bestmöglich geholfen werden kann. Doch meist ist es unumgänglich, den Wohnraum an die neuen Gegebenheiten anzupassen“, fährt Preisler fort.
Nachrüstung mit Funkantrieben sinnvoll
Bestehende Wohnungen müssen dann mit vertretbarem Aufwand umgerüstet werden. „Um bei Rollläden von Gurtbetrieb auf elektrischen Antrieb umzustellen bieten sich Funklösungen an“, weiß Erwin Pauwels. „Sie sind besonders gut nachträglich zu installieren. Sowohl der Installationsaufwand als auch die Kosten können überschaubar gehalten werden.“ Funkantriebe können mit stationären Sendern gesteuert werden, die an der Wand angebracht sind, oder mit Handsendern.
Gerade für Menschen, für die es beschwerlich ist, problemlos von einem Zimmer ins andere zu gelangen, bietet sich ein Handsender wie der TC4410 an. Er verfügt über 10 Sendekanäle – doppelt so viele wie bei gängigen Modellen. „Mit einem einzigen Gerät können alle Rollläden einer Wohneinheit bedient werden. Für Komfort sorgen weitere Merkmale wie die integrierte Zeitschaltuhr mit Astrofunktion: Sie schließt Rollläden auf Wunsch automatisch bei Sonnenuntergang und öffnet sie wieder am nächsten Morgen. Ein ebenfalls wichtiges Verkaufsargument bei einer Nachrüstung: Becker Rollladenantriebe sind kompakt, so dass der Motorkopf des Antriebs vom Rollladen überwickelt werden kann. So passt der Antrieb auch bei engen Platzverhältnissen.
Konsum wächst besonders durch die Älteren
Verband man ursprünglich mit dem Bergriff „Barrierefreiheit“ nur körperlicher Einschränkung, Alter und Krankheit, so hat sich die Auslegung des Begriffs gewandelt: Heute rücken Eigenständigkeit, Komfort und Sicherheit zunehmend in den Vordergrund. Grund dafür ist der demografische Wandel. Die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen im Alter über 80 wird sich in den nächsten 30 Jahren auf etwa 7,5 Millionen nahezu verdoppeln. Dank intensiver Gesundheitsvorsorge und guter medizinischer Betreuung bleiben sie immer länger aktiv.
Die über 50-Jährigen sind daher auch die Zielgruppe der Zukunft, belegt die Studie „Wirtschaftsmotor Alter“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Innerhalb dieser Gruppe haben besonders die über 65-Jährigen ein hohes Wachstumspotenzial als Konsumgruppe. Ihr Anteil am Gesamtkonsum steigt bis zum Jahr 2035 von knapp 18 Prozent auf über 26 Prozent und erhöht sich damit fast um die Hälfte. Dabei weisen die über 75-Jährigen den höchsten Anstieg auf.
Fördermöglichkeiten für Barrierefreiheit
Um dem steigenden Anteil von Menschen, die barrierefreies Wohnen benötigen, gerecht zu werden, bietet die KfW Bankengruppe seit vergangenem Jahr das Programm "Wohnraum modernisieren - Altersgerecht Umbauen" an. Damit werden nötige Umbaumaßnahmen mit besonders zinsgünstigen Krediten unterstützt. Ziel ist die Barrierereduzierung in Wohnung, Wohngebäude und dessen Umfeld, damit möglichst viele Menschen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden und in der vertrauten Umgebung leben können.
Die KfW gibt auch vor, dass nur Fachunternehmen diese Bauvorhaben durchführen dürfen. „Sie fördert 21 genau definierte Umbauten“, erläutert Erwin Pauwels. Elektrische Rollladenantriebe sind nicht aufgeführt, wohl aber Fenster: Der Umbau auf Komfortfenster mit untenliegendem Griff sowie elektrische Fensteröffner werden gefördert. „In einem solchen Rahmen bietet sich natürlich eine parallele Automatisierung der Rollläden an.“ Dem Darlehensantrag ist neben einem Kostenvoranschlag eine Bestätigung eines Architekten oder Handwerkers beizulegen, die bescheinigt, dass die Förderkriterien erfüllt werden. „Wer hier mit Architekten oder Handwerkskollegen etwa aus dem Fensterbau kooperiert, kann sicher punkten.“
Unterstützung für den Fachhandel
Becker-Antriebe unterstützt den Fachhandel aktiv, um dem Endkunden gegenüber Verkaufsargumente optimal zu vermitteln. Mit dem „Profi-Partner“-Paket hat das Unternehmen ein umfangreiches Bündel an Serviceleistungen geschnürt, inklusive professioneller Beratungs- und Schulungsangebote. Auch fertig vorbereitete Texte für Mailings an Endkunden oder Pressetexte stellt Becker-Antriebe zur Verfügung. „Sie sind bestens dafür geeignet, den Kunden dort abzuholen, wo er steht: Bei seinem Problem, für das Becker-Antriebe eine Lösung bietet“, so Marketingleiter Pauwels.













