(openPR) Berlin. Berlin soll Bio-Hauptstadt werden. Dafür wollen sich die Mitglieder der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) einsetzen. Auf der Jahreshauptversammlung der FÖL im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin-Mitte wurde weiterhin beschlossen, sich für eine stärkere Vernetzung des Ökologischen Landbaus mit Akteuren aus Naturschutz, Verbraucherberatung und Regionalinitiativen zu engagieren.
Geschäftsführer Michael Wimmer stellte in seinem Jahresrückblick die gewachsenen Aufgaben der FÖL vor. Der Jahresetat belief sich auf rund 660.000 €. Nach starkem Wachstum wird für das nächste Jahr nur ein leicht erhöhter Umsatz erwartet.
Die Bundtagsabgeordnete Cornelia Behm lobte die Aktivitäten für die Entwicklung des ökologischen Landbaus und forderte für den Bereich der Bio-Schulverpflegung: Schritte aufs Land. Die guten Erfahrungen in Berlin mit der Bio-Schulverpflegung sollen auf das Land Brandenburg übertragen werden. Cornelia Behm hat in diesem Bereich bereits eine eigene Kampagne gestartet. Auch die FÖL hat sich in diesem Bereich personell gestärkt. Die neue Mitarbeiterin, Ulrike Fiddecke, ist Ernährungsfachfrau und betreut die Kampagne „10% Bio kann jeder“ für den Bereich Großverbraucher mit Schwerpunkt auf Kindertagesstätten und Ganztagsschulen.
Weiterhin wurden stärkere regionale Akzente in der Bio-Halle der Internationalen Grünen Woche (IGW) gefordert. Der erste Vorsitzende, Wilhelm Schäkel, sagte zu, dass ein verstärktes Engagement in Abstimmung mit den Bio-Anbauverbänden Bioland, Demeter, Naturland, Gäa und Biopark geprüft werden soll. Die Bio-Halle auf der IGW hat sich in diesem Jahr zu einer der beliebtesten Hallen auf der Grünen Woche gemausert. Wehrmutstropfen war die sinkende Anzahl der praktisch tätigen Ökobetriebe unter den Ausstellern. Die FÖL-Mitglieder waren sich einig, dass der Ökolandbau nicht nur von Ministerien, Politikern, Funktionären und Verbänden, sondern besser von Unternehmen im Biolandbau, Verarbeitung und Vermarktung vertreten werden sollte. Die Bio-Halle auf der Grünen Woche könne sich auch als Leistungsschau des Ökolandbaus in Brandenburg mit seinem Hauptabsatzmarkt Berlin verstehen, sagte Olaf Köller vom Bio-Eiscafé Cadillac in Templin.
Am After-Work-Buffet des Bio-Caterers Luna drehten sich die Gespräche dann wieder mehr um die regionale Bio-Produktqualität. Als besondere Leckerei servierte die Berliner Bio-Eisdiele Sanddorneis.
Als aussichtsreichster Konkurrent zur Bio-Hauptstadt Berlin wurde Nürnberg genannt. Die Nürnberger Biofach ist die weltgrößte Fachmesse des Bio-Sektors. Dagegen hat Berlin als Lifestyle-Hauptstadt Vorteile durch die enorme Entwicklung der Bio-Supermärkte. So ist in Berlin-Kreuzberg Europas größter Bio-Supermarkt der LPG-Bio-Supermarkt mit mehr als 2000 qm Verkaufsfläche zu Hause. Der grüne Außenminister Joschka Fischer ist hier Stammkunde.
Geschwärmt wurde am Buffet auch von der Berliner Bio-Weihnacht. Weihnachtsgans von ProSieben Spitzenkoch Ralf Zacherl gemeinsam zubereitet mit dem Brandenburger Landwirtschaftsminister Dietmar Woidke.
Das absolute Lifestyle-Highlight war Mitarbeitern der FÖL vorbehalten. Ein mehrgängiges Bio-Menü, selbst zubereitet in Europas erstem und bislang einzigem Bio-Supermarkt mit Bio-Kochstudio.
Das Ambiente phantastisch, ein altes Kino mit Stilgefühl umgebaut. Unten im Kinosaal der Biosupermarkt in sanddornfarbenem Ambiente. Hier wird an Bio-Produkten eingekauft, was oben im Kochstudio verarbeitet werden soll. Oben – mit Blick auf den Bio-Supermarkt- findet sich auf den Rängen das ambitioniert eingerichtete Bio-Kochstudio von Frank Lüske. Mehr soll über die Weihnachtsfeier der FÖL nicht verraten werden.
Das Bio-Kochstudio kann über das Internet mit und ohne Köche gebucht werden. Der Fernsehsender RTL hat hier bereits ein 24-Stunden Marathonkochen mit den „Jungen Wilden“ veranstaltet.








