(openPR) „Jetzt beginnt die Zeit der Ernte.“ Mit diesen Worten kommentiert Marcel Mohsmann, Geschäftsführer der Allgäuland Käsereien GmbH, die Gerüchte, die in jüngster Zeit rund um das Unternehmen entstanden sind. „Wir haben im August 2009 einen anspruchsvollen Restrukturierungsprozess begonnen, der sich nun seinem Ende nähert. Sieben Monate später kann ich sagen: Wir sehen Licht am Ende des Tunnels. Die Geduld, die unsere Lieferanten derzeit aufbringen müssen, wird sich bald auszahlen.“ Die Schließung des Werks in Augsburg zum 31. März sowie die Schließung der Werke Tübingen und Dettingen, die Verlagerung der Quarkerei zurück nach Riedlingen sowie der Frischmilch-Abfüllung nach Sonthofen und die vielen anderen internen Maßnahmen würden ihre Wirkung nicht verfehlen. Während aber bei einer Genossenschaft wie Allgäuland die Nutznießer erfolgreicher Umstrukturierungen die Landwirte sind, die dann mehr Geld für ihre Milch erhalten, sei das bei großen Lebensmittel-Konzernen oft nicht der Fall. „Wir behalten unsere Gewinne nicht für uns“, so Mohsmann, „Allgäuland bekommt nur das, was die Betriebe zum Leben brauchen – und mehr nicht.“
Ein Grund für die Zuversicht des Geschäftsführers ist auch der erfolgreiche Testlauf für die neueste Kreation aus dem Werk Riedlingen: Der „Allgäuländer“, ein milder Großloch-Schnittkäse, kommt im Mai erstmals in den Lebensmittel-Einzelhandel (LEH) und wurde auf Anhieb von zahlreichen Kunden gelistet. Bei einem Besuch des Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Biberach, Josef Rief, im Allgäuland-Werk in Riedlingen, stellte Werksleiter Jürgen Kropf – ein erfahrener Molkereiingenieur – voller Stolz den neuen Käse vor. „Jede verkaufte Tonne dieses Produkts bedeutet zusätzliche Wertschöpfung für Allgäuland.“
Ein Meilenstein für die weitere Entwicklung der Allgäuland Käsereien GmbH ist auch die erfolgreiche Zertifizierung der Quarkproduktion im Werk Riedlingen nach IFS (International Food Standard). „Das ist nicht nur irgendein Zertifikat“, sagt Geschäftsführer Mohsmann, „das ist unsere Eintrittskarte für den nationalen und internationalen LEH.“ Am 8. März haben Betriebsleiter Kropf und seine Mitarbeiter das Audit mit Bravour bestanden – mit 97 von 100 möglichen Punkten.
Angesichts der vielen Diskussionen über die Zukunft der Allgäuland Käsereien GmbH verteidigt Geschäftsführer Mohsmann den eingeschlagenen Kurs. „Unser Ziel kann es nicht sein, mit Billig-Käse den Billig-Produzenten Marktanteile abnehmen zu wollen“, sagte Mohsmann im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Rief, der auch Mitglied des Landwirtschaftsausschusses im Deutschen Bundestag ist. „Wir können die Sorgen und Nöte unserer Erzeuger verstehen“, problematisch sei die Milchpreislücke im Moment auch deshalb, weil das Niveau insgesamt zu niedrig ist, so Mohsmann. „Aber nach unseren Plänen können wir die Milchpreislücke zum nachbarschaftlichen Umfeld zur Jahresmitte 2010 schließen.“ Was danach komme, hänge davon ab, wie schnell die vielen Maßnahmen greifen.
MdB Rief zeigte sich nach einer Betriebsbesichtigung im Werk Riedlingen zuversichtlich, dass Allgäuland und damit auch das Werk mit seinen rund 125 Mitarbeitern in eine bessere Zukunft schauen. Rief: „Was ich gesehen habe, hat mich überzeugt.“










