(openPR) In dieser Woche kam die Nachricht über ein neues Fahrrad-Routing des Internet-Dienstleisters Google über den Atlantik. Was Google jetzt in ausgewählten Städten der USA bietet, kann das deutsche Internetportal naviki.org bereits seit einigen Wochen für ganz Deutschland: nach der einfachen Eingabe von Start und Ziel liefert Naviki Wunschrouten für den Radverkehr. Das kostenlose System ist in einem Projekt an der Fachhochschule (FH) Münster entstanden.
Im Unterschied zu Google setzt das nicht-kommerzielle Naviki auf die Einbindung von Informationen der Nutzer. Daher können alle Radler bei Naviki selbst per GPS aufgezeichnete Wege veröffentlichen: „Niemand kann optimale Fahrrad-Verbindungen besser kartieren und charakterisieren als ortskundige Radler“, ist sich Naviki-Entwicklungsleiter Sven Luzar sicher. Alle von Nutzern hochgeladenen Wege bezieht Naviki bei Bedarf in das Routing ein. Um ein engmaschiges Netz zu bieten, bindet Naviki auch die für das Fahrrad geeigneten Strecken des Projektes OpenStreetMap (OSM) ein. OSM ist ebenfalls eine von Nutzern erstellte Karte im Internet. Aufgrund dieser Datengrundlage, die auch viele Informationen über eher unbekannte Schleichwege enthalte, sei das Naviki-Routing für den Radverkehr besonders geeignet. Bisher steht eine Beta-Version des Systems zur Verfügung, die das Team der FH permanent verbessern und ausbauen will.
Gegenwärtig bedient sich Naviki allerdings auch der Kartengrundlage des US-Giganten. „Wir blenden die Google-Karten zur Orientierung hinter unserem Radwegenetz ein, berechnen die Routen aber ausschließlich mit Naviki- und OSM-Daten“, erläutert Luzar.
Im April wird es zudem kostenlose Naviki-Anwendungen für das Fahrrad-Routing mit iPhone- und Android-Handys geben.
Internet: http://www.naviki.org











