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Artenschutzkonferenz: Basar der bedrohten Arten

11.03.201013:27 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Vom Eisbär bis zum Schwarzaugenfrosch: Tierhandel bedroht die Artenvielfalt

München/Doha, 11. März 2010. Jagd, Elfenbeinschmuggel, Fischerei und Heimtierhandel bestimmen die Themen der vom 13. bis 25. März im Emirat Katar stattfindenden Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (englisch CITES). Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife stellt fünf Vertreter der bedrohten Artenvielfalt vor, über deren Schutz dort diskutiert wird. „Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen regelt den Handel mit bedrohten Arten – und greift damit in ein Milliardengeschäft ein. Entsprechend ist ein heftiges Tauziehen der 175 Mitgliedsstaaten um Schutz und Nutzung profitträchtiger Arten zu erwarten“, sagt Daniela Freyer, die für Pro Wildlife an der Konferenz teilnimmt.



Ein Eisbär-Abschuss für 40 000 Euro

Bis zu 40.000 Euro zahlen Hobbyjäger aus Deutschland und anderen EU-Ländern für den Abschuss eines Eisbären. Neben der Trophäenjagd boomt auch der Handel mit Eisbärfellen und -Schädeln. „Allein in Kanada wurden innerhalb von fünf Jahren über 3.300 Eisbären legal abgeschossen“, berichtet Daniela Freyer. Experten gehen davon aus, dass der Eisbär in 100 Jahren aussterben könnte. „Der Klimawandel lässt den Lebensraum der Eisbären, das arktische Eis buchstäblich wegschmelzen. Die Jagd für den kommerziellen Handel bedroht die Bestände zusätzlich. Der von den USA beantragte internationale Handelsstopp würde jedes Jahr Hunderten Eisbären das Leben retten“ so die Pro Wildlife-Sprecherin.

Afrikanischer Elefant: Ein Kilo „Weißes Gold“ bringt in Asien 1.400 Euro

Mit Elfenbein lassen sich enorme Gewinnspannen erzielen: Während ein Kilo Rohelfenbein in Afrika etwa 104 Euro einbringt, erzielt es in Asien bereits 1.400 Euro, verarbeitet ist es noch deutlich mehr wert. „Entsprechend boomen Wilderei und Elfenbeinschmuggel. Wir gehen derzeit von mehr als 30.000 gewilderten Elefanten jährlich aus“, berichtet Freyer. Seit 1997 wurde das vor 20 Jahren erlassene Elfenbeinhandelsverbot immer weiter durchlöchert, jetzt wollen Tansania und Sambia ebenfalls in den Elfenbeinhandel einsteigen. „Dabei sind beide Länder Zentren von Wilderei und Schmuggel. Der Elfenbeinhandel muss ein für allemal geächtet werden, damit die Massaker an Elefanten ein Ende haben“, so Freyer.

Roter Thun: Bis zu 130.000 Euro das Stück

Spitzenpreise von 130.000 Euro kann ein einziger Roter Thun auf Tokios Fischauktionen erzielen – so geschehen im Januar 2010 für ein 232 Kilogramm schweres Exemplar. „Diese Rekordpreise treiben die maßlose Überfischung des Roten Thun voran. Die ohnehin zu hohen Fangquoten werden regelmäßig ignoriert. Jetzt kann nur noch ein Handelsverbot den Kollaps verhindern “, so die Pro Wildlife Sprecherin. Die EU – und hier vor allem Frankreich – ist der wichtigste Exporteur, Japan der weltgrößte Importeur.

Regenwaldjuwelen: lebende Wohnzimmerdekoration für 180 Euro

Sechs Anträge, über die die CITES-Konferenz zu entscheiden hat, betreffen Arten, die für den internationalen Heimtiermarkt gefangen werden. Hierzu gehören Reptilien, aber auch fünf farbenfrohe Laubfroscharten aus Mittelamerika. „Der Schwarzaugenfrosch ist der seltenste von ihnen – er ist akut vom Aussterben bedroht. Nur durch CITES-Handelsbeschränkungen für diese Art und seine zum Verwechseln ähnliche Verwandten lässt sich der Tierhandel künftig effektiv kontrollieren“, so Freyer.

Schillerlocke vom Dornhai: 40 Euro pro Kilo

Hammerhaie sind vor allem bedroht, weil aus ihren Flossen in der asiatischen Küche Suppe hergestellt wird. Dornhaie dagegen werden hierzulande als „Schillerlocke“ oder „Königsaal“ verzehrt und in England für „fish and chips“ verwendet. „Künftig sollen für acht Haiarten weltweite Handelsbeschränkungen gelten, wenn Zweidrittel der WA-Vertragsstaaten zustimmen“, erläutert Freyer.

Pro Wildlife appelliert an die CITES-Mitgliedsstaaten, sich im aktuellen „Jahr der Biologischen Vielfalt“ für einen konsequenten Schutz bedrohter Arten einzusetzen, die durch den kommerziellen Handel bedroht sind.

Weitere Informationen zur CITES-Konferenz erhalten Sie unter www.prowildlife.de/CITES_CoP15

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