(openPR) Tierschutzbündnis
Schleswig-Holstein
Pressemitteilung vom 10.02.05
Schluss mit Sexobjekt Tier!
„Wir sind sehr betroffen, wie stark sexuelle Handlungen von Menschen mit Tieren in unserer Gesellschaft verbreitet sind, und dass dies grundsätzlich erlaubt ist.
Davon sind nicht nur Tiere, sondern auch Menschen – besonders Jugendliche und Kinder – betroffen. Deshalb hat das Tierschutzbündnis Schleswig-Holstein eine Initiative ergriffen. Sie richtet sich zunächst an alle, die mit der Erziehung oder Beaufsichtigung von Jugendlichen und Kindern zu tun haben und damit zu ihrem Schutz verpflichtet. Sie fordert zum Schutz von Mensch und Tier das Verbot sexueller Handlungen mit Tieren.“ Das erklärte für das Tierschutzbündnis Bianka Nagorny vom Verband „Menschen für Tierrechte e.V. – Tierversuchsgegner Schleswig-Holstein“.
Als einen „Wahlprüfstein“ hatte das Tierschutzbündnis die Frage nach dem Sodomieverbot aufgenommen. Alle der im schleswig-holsteinischen Landtag vertretenen Parteien haben nun dem beabsichtigten Verbot zugestimmt. Über die Landtagswahl hinaus wird das Tierschutzbündnis den Bund, die Länder und die im Bundestag vertretenen Parteien zum gesetzgeberischen Handeln auffordern.
Das Verbot sodomitischer Handlungen wurde 1969 aufgehoben. Man nahm an, Sodomie käme nur noch vereinzelt vor und das Tier wäre durch das Tierschutzgesetz ausreichend geschützt. Inzwischen hat sich gezeigt, dass diese Annahmen nicht mehr zutreffen: Die Entwicklung des Internets ermöglicht heute auch Jugendlichen und Kindern den freien Zugang zur Tierpornographie und Anleitungen zur Sodomie. Tiere, vor allem Hunde und Pferde, sind zu Sexobjekten geworden, die nur dann geschützt sind, wenn ihnen „länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden“ zugefügt werden (§ 17 des Tierschutzgesetzes). Dieser Nachweis ist jedoch kaum zu führen.
Das Tierschutzbündnis Schleswig-Holstein ist ein Zusammenschluss von z.Z. 14 Tierschutzverbänden.









