(openPR) Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut: Optische Technologien als Grundlage einer „grünen“ Gigabit-Society
CeBIT 2010 - Auch Netze brauchen Energie. Spätestens 2020 werden die Datennetze einen Anteil von mehr als 30 Prozent des Gesamtenergiebedarfs der Informations- und Kommunikationstechnologie haben – wenn sich nicht grundsätzlich etwas in den Übertragungstechniken und im Management von Breitbandnetzen ändert. Optische Technologien tragen wesentlich dazu bei, die Kommunikationsinfrastruktur energieeffizient zu betreiben. Weniger Energie bei mehr Übertragungskapazität – das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut vertritt mit seinen Entwicklungen in der Optischen Technologie das Thema Green Communications.
Unbestritten ist, dass eine Gesellschaft, die international wettbewerbsfähig bleiben will, ein leistungsfähige, skalierbare Kommunikationsinfrastruktur braucht. Aber Netze und Netzkomponenten benötigen Energie. Auf Seiten der Endgeräte und der Netzrouter wurden bereits Maßnahmen unternommen, um energieeffiziente Geräte zu entwickeln. „Nun ist es an der Zeit, die Netztechnologien auf ihre ökologische Komponente hin zu betrachten“, kommentiert Prof. Hans-Joachim Grallert, Leiter des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts das Engagement in Sachen Green Communication. „Wir plädieren für mindestens 1 Gbit/s für jeden Anschluss auf Basis der optischen Technologien und das vor dem Wissen, dass der Energiebedarf für diese Netze deutlich geringer sein wird als die jetzt auf elektronischen Komponenten und Kupfer am Teilnehmeranschluss verwendete Technologie.“
Wenn nicht durch neue intelligente Systemlösungen und dem Einsatz energiesparender Technologien gegengesteuert wird, wird der Energieverbrauch der Telekommunikationsnetze bis 2020 um den Faktor fünf steigen. TK-Netze und Internet werden dann rund ein Drittel des gesamten Stroms in der IKT verbrauchen. Bereits heute liegen die Energiekosten bei einzelnen Netzbetreibern höher als die Personalkosten. Abhilfe schafft hier nur ein Wechsel der technologischen Basis.
Folgende Maßnahmen lassen beispielsweise den Energiebedarf von breitbandigen Netzen rapide sinken
- Ersatz der Kupferkabel auf „der letzten Meile“ zum Anwender durch Glasfaser
- Einsatz optischer statt elektrischer Vermittlungstechniken, z. B. optische Schalteinrichtungen in den Weitverkehrsnetzen wie Oprical Bypass
- Entwicklung energieeffizienter Server und Router
- Einsatz neuer Mobilfunktechniken (wie LTE)








