(openPR) Essen-Kettwig, 24. Februar 2010. Die MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr stellt am Mittwoch, 24. Februar, ihre neu eingerichtete Herz- und Hirn-Station vor. Patienten, bei denen sowohl das Herz als auch das Gehirn geschädigt sind, werden in dieser bundesweit einzigartigen Station zur gleichen Zeit neurologisch und kardiologisch betreut. Schwere Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall haben häufig dieselbe Ursache: Arteriosklerose. Schlaganfallpatienten sind daher in vielen Fällen auch von einer Herzerkrankung betroffen – und umgekehrt. „Hinzu kommt, dass die Reanimation nach einem Herzkreislaufstillstand in vielen Fällen massive Hirnleistungsstörungen nach sich zieht. Über 30 Prozent der Schlaganfallpatienten leiden gar an einer noch nicht behandelten Herzerkrankung wie Rhythmusstörungen oder Herzleistungseinschränkungen“, sagt Professor Mario Siebler, Chefarzt Neurologie in der MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr. „Die akute Krankenhaus-Versorgung ist mit spezialisierten Einheiten wie den ‚Stroke-Units’ und den ‚Chest-Pain-Units’ inzwischen gut etabliert. Auch die anschließende Rehabilitation der Patienten ist bezogen auf die Einzelorganschädigung flächendeckend organisiert. Bei gleichzeitiger Schädigung des Herzens und des Gehirns gab es bislang allerdings kein adäquates Versorgungskonzept. Diese Lücke schließen wir nun mit unserer neuen Herz- und Hirn-Station.“
Die Kooperationspartner der Klinik befürworten und unterstützen das neue Angebot. So sagt Dr. Brigitte Mohn, Vorsitzende des Vorstandes der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe: „Die Initiative der MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr ist ein gutes Bespiel für integrierte Versorgungsprozesse in der Schlaganfall-Rehabilitation. Sie deckt sich mit unserem Stiftungsziel, die Behandlungsqualität in der Schlaganfall-Versorgung zu verbessern und patientengerechter zu gestalten.“
In der Herz- und Hirn-Station werden alle neurologischen und kardiologischen Patienten der MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr durch Ärzte und Therapeuten beider Fachbereiche untersucht und einem neuropsychologischen Test unterzogen. Die Visiten werden von den Ärzten der Neurologie und Kardiologie gemeinsam vorgenommen. Aufbauend auf den individuellen Fähigkeiten der Patienten entwickeln Ärzte und Therapeuten einen entsprechend angepassten Rehabilitationsplan. Die weitere Behandlung der Patienten erfolgt dann in der jeweiligen Fachabteilung. „Dieser neue Organisationsprozess führte bereits in der Pilotphase zu einer deutlich verringerten Komplikationsrate und zu einer insgesamt verbesserten medizinischen Rehabilitation“, unterstreicht Professor Roger Marx, Chefarzt der Kardiologie. „Die ursprünglich vorgesehenen acht Plätze haben wir daher bereits auf 16 Plätze erweitert.“
Feierliche Eröffnung der Herz- und Hirn-Station
Am Nachmittag ab 16 Uhr wird die Herz- und Hirn-Station im Rahmen eines Veranstaltungsprogramms vorgestellt. Nach der Begrüßung durch die Klinikleitung halten interne und externe Redner Kurzvorträge. Im Anschluss an die Vorträge werden Diagnostik und Therapie in der neuen Station vorgeführt.
Nähere Infos zur Herz- und Hirn-Station können sich Interessierte unter der Telefonnummer 02054/88-2500 einholen.









