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pingpong | Künstlerpost

22.02.201017:26 UhrKunst & Kultur
Bild: pingpong | Künstlerpost
(c) Deutscher Künstlerbund, Berlin 2010
(c) Deutscher Künstlerbund, Berlin 2010

(openPR) Vom 05. März bis 21. Mai 2010 präsentiert der Deutsche Künstlerbund Dialoge zwischen Nanne Meyer und F.W. Bernstein, Nora Schattauer und Eva-Maria Schön sowie Suse Wiegand. Bildende Künstlerinnen und Künstler sind immer an Kommunikation über die eigene Arbeit interessiert. Die Ausstellung im Projektraum des Deutschen Künstlerbundes legt dabei den Fokus auf den direkten Austausch zwischen Künstlerinnen und Künstler untereinander. Angesprochene Fragen sind z.B.: Wie entsteht überhaupt eine künstlerische Arbeit? Welche Idee liegt ihr zugrunde? Wie artikulieren Künstler sich in ihrer eigenen Sprache? Gezeigt werden Korrespondenzen, die im Allgemeinen nicht den Weg in einen Ausstellungsraum finden.



Die Postkartenkorrespondenz zwischen Nanne Meyer und F.W. Bernstein beginnt im Sommer 1998 – ein Bildwechsel, der mittlerweile auf fast 400 Karten angewachsen ist. Völlig nebenbei und unangestrengt verläuft dieses zeichnende Korrespondieren. Die Zeichnungen berühren das Alltägliche, Nebensächliche, es sind Formulierungen aus dem Moment heraus, ohne irgendwelche Vorbereitungen, was auch in den Texten auf den Rückseiten ablesbar ist. Auf den ungeschützt mit einer Briefmarke versendeten Postkarten schreibt Nanne Meyer einmal: »Ich ziehe weiter meine Bleistiftkreise…«. Die offene, freie und nie geheime mail-art beschreibt F.W. Bernstein als eine Schöpfungsgeschichte im Kleinformat: »Graphische und literarische Poesie? Was denn sonst!«

Bereits seit vier Jahren korrespondieren die beiden Künstlerinnen Nora Schattauer und Eva-Maria Schön in der Art eines Wechselspiels per Post über ihre Kunst. Exemplarisch führen ihre Briefe die Möglichkeiten des Austausches über künstlerisches Arbeiten vor Augen. Die hin- und hergesandten Werkproben, ergänzt um Aussagen, Notizen, Erläuterungen, sprechen von Bezüglichkeit, Reaktion, Wechselseitigkeit. Die Briefe leben von der Neugier an der Arbeit der jeweils Anderen und vermitteln die spürbare Lust, aus dem anderen »Labor« mehr zu erfahren. Der persönliche Tonfall unterstreicht das Besondere des Projektes, dessen Vielschichtigkeit das Feld der Auseinandersetzung, aber auch der Hinterfragung der jeweils eigenen Position dokumentiert.

Seit Januar 2007 verschickt die Künstlerin Suse Wiegand »lose-sendungen« – Fotografien und Text – an ausgewählte Personen und Freunde per Email. Die Sendungen haben kein spezielles Thema, so können sich Satz und Bild aufeinander beziehen oder auch nicht. Die Worte sind eine spontane Aufforderung für das Bild oder/und für den Blick des Lesers. Der Empfänger erhält die Nachricht automatisch, er muss nichts tun, nirgendwohin gehen, um sie zu finden. Dabei weiß Suse Wiegand nicht, wann die »lose-sendung« auf dem Bildschirm erscheint, in welcher Umgebung dieser steht und wo der Empfänger den Kreis schließt und die Inhalte überfliegt – er bleibt unsichtbar. So fällt die Nachricht unmittelbar in eine neue Umgebung und macht Sinn und Unsinn. »Ob die Nachricht auch trifft, steht in den Sternen: Pong höre ich nicht.«

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