(openPR) Gold
Trotz eines doch recht deutlich zurück kommenden Euros gegen US Dollar zeigt sich der Goldmarkt sehr robust. Das Tief der letzten acht Handelstage lag im London Fixing bei 1.058 US Dollar die Unze am 05.02.2010 und erholte sich rasch auf 1.093 am 11.02.2010. Nach wie vor ist die 1.125 bis 1.150 US Dollar – Marke ein starker Widerstandsbereich im Chart. Erste wesentliche Unterstützung ist die Einhundert-Tage-Linie bei 1.075 und eine sehr wichtige Unterstützung ist die Zweihundert-Tage-Linie die aktuell bei rund 1.010 verläuft. Die Kursmarke 1.000 ist daher sowohl psychologisch als auch chart-technisch von großer Bedeutung. Aktuell ist aber der Kursbereich zwischen 1.075 und 1.125 der wahrscheinlichere Verlauf als ein Durchbruch unter 1.000 US Dollar die Unze. Ein über mehrere Tage bestätigter Durchbruch unter 1.075 und vor allem 1.060 US Dollar wären allerdings auch Warnsignale für ein Austesten des 1.000er Kursniveaus. Der Goldmarkt zeigt eindeutig innere Stärke und crashartige Zusammenbrüche, hervorgerufen durch möglicherweise stark zurück kommende Rohstoffmärkte, sind bei Gold derzeit nicht zu erwarten. Das „smart money“ hat große Summen über ETF`s oder direkt in physische Bestände investiert da die Finanzkrise ja weder vorüber ist noch überhaupt in seinen Wurzeln wirklich bekämpft werden kann. Im Gegenteil, man muss sich ja auf den eigentlichen Finanz-Tsunami, der im zweiten Halbjahr 2010 erwartet wird, noch erst richtig vorbereiten. Das ganze vor dem Hintergrund der US-Dollar Problematik und einer durchaus unsicheren Zukunft des Euros kann Gold nicht wirklich wesentlich fallen. Die Nachfrage nach Gold – Münzen und Gold – Anlage – Barren ist daher auch auf konstant hohem Niveau. Die Klassiker hierbei sind und bleiben 1 Unze Krügerrand, 1 Unze Maple Leaf und 100 Gramm Barren sowie im kleineren (und immer beliebteren) Sortenbereich 20 Schweizer Franken Vreneli mit 5,81 Gramm Feingewicht. Im Gegensatz zu Gold zeigt sich
Silber
charttechnisch nicht mehr eindeutig auf der Kaufseite. Im Prinzip hat Silber aus rein technischer Sicht dreimal seit Oktober 2009 versucht die Marke von 18 US Dollar die Unze zu brechen und scheiterte mit der Top-Bildung bei 19,45 US Dollar im Dezember 2009 daran. Derzeit bewegt sich der Kurs knapp unter der wichtigen Zweihundert-Tage Linie von 16 US Dollar bei 15,62 hatte aber schon Kurse von knapp unter 15 US Dollar im Tageshandel gesehen. Das „Gold des kleinen Mannes“ muss nun schnell wieder über 16 US Dollar die Unze steigen um den Aufwärtstrend nicht weiter zu gefährden. Ansonsten sind auch Kurse von 13,50 bis 15,00 US Dollar pro Unze schnell möglich. Daher raten wir derzeit zu vorsichtigen Zukäufen oder gestaffelten Kauf-Limits zwischen 13,50 bis 16,00 US Dollar die Unze sofern größere Investments anstehen sollten. Die beliebteste Form des physischen Silberkaufs beim Kleinanleger ist und bleibt die 1 Unze Münze Maple Leaf. Der Silber US Eagle feierte in 2009 einen Verkaufserfolg von fast 29 Millionen verkauften Münzen. Derzeit wird der europäische Markt für den US Eagle 2010 noch kaum beliefert und auch die europäische, heimische Industrie in Form der Österreichischen Prägeanstalt hat temporäre Lieferprobleme mit dem Silber – Philharmoniker 1 Unze aufgrund der ungebrochen hohen Nachfrage. Aber auch die Silber – Barren 250 und 500 Gramm finden guten Absatz obgleich sie im Gegensatz zu den Bullion Münzen mit 19 % statt 7 % Mwst. belegt sind. Sollte der Gold – Kurs seinen intakten Aufwärtstrend wieder aufnehmen können, so dürften auch die Silbernotierungen wieder Fahrt aufnehmen und zwischen 16 und 18,50 US Dollar die Unze pendeln. Zu beachten ist allerdings, dass Silber wesentlich höhere Volatilitäten als Gold aufweist und Tagesschwankungen von 5 Prozent keine Seltenheit sind. Daher sollte gerade dieses „Industrie-Edelmetall“ unter mittel- bis langfristigen strategischen und nicht kurzfristigen spekulativen Gesichtspunkten gekauft und gehalten werden da auch die spreads (Ankauf zu Verkaufskurs beim Händler) wesentlich breiter sind als bei Gold.
Die aktuelle Edelmetallaufteilung bei einem Neuaufbau eines Depots empfehlen wir aktuell zu 65 % Gold, 35 % Silber.











